Haupt-Verdächtiger des Völkermords bestreitet Vorwürfe

14. Oktober 2009, 19:17
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Früherer stellvertretender Geheimdienstchef soll einer der Hauptverantwortlichen des Genozids 1994 gewesen sein

Arusha - Knapp zehn Tage nach seiner überraschenden Festnahme hat einer der Hauptverdächtigen des Völkermords in Ruanda vor einem internationalen Strafgericht auf nicht schuldig plädiert. Der frühere stellvertretende Geheimdienstchef Idelphonse Nizeyimana soll einer der Hauptverantwortlichen des Genozids im Jahr 1994 gewesen sein, bei dem Hunderttausende getötet wurden. Nizeyimana, der 15 Jahre lang auf der Flucht war, soll unter anderem die Ermordung von Patienten in Krankenhäusern, von Priestern und alten Menschen befohlen haben.

Nizeyimana wurde vergangenen Montag in der ugandischen Hauptstadt Kampala festgenommen, nachdem er Polizeiangaben zufolge mit gefälschten Dokumenten aus dem benachbarten Kongo eingereist war. Daraufhin wurde er an das UNO-gestützte Tribunal für Ruanda im nordtansanischen Arusha überstellt. Auf seine Ergreifung war ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Während des 100 Tage dauernden Völkermordes in Ruanda wurden 1994 mehr als eine halbe Million Angehörige der Volksgruppe der Tutsi und gemäßigte Hutu getötet. (APA/AP)

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    Der frühere stellvertretende Geheimdienstchef Idelphonse Nizeyimana soll einer der Hauptverantwortlichen des Genozids im Jahr 1994 gewesen sein.

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