Spanien nimmt Häftlinge aus Guantánamo auf

14. Oktober 2009, 18:32
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Zapatero in Washington: Anzahl der Insassen bleibt offen

Washington/Madrid - Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat seine Bereitschaft bekräftigt, Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba in seinem Land aufzunehmen. Bei seinem ersten Washington-Besuch seit 2004 ließ Zapatero aber offen, wie viele Insassen er akzeptieren wird.

In Medienberichten war von höchstens drei Gefangenen die Rede. US-Präsident Barack Obama hatte Spanien kurz nach Amtsantritt gebeten, vier Gefangene zu übernehmen. Zugleich begrüßte Zapatero die Absicht Obamas, das umstrittene Lager für mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer zu schließen.

Der spanische Regierungschef bemühte sich in Washington um eine Verbesserung der beiderseitigen Beziehungen. Das Verhältnis hatte sich 2004 merklich abgekühlt, als Zapatero in Erfüllung eines Wahlversprechens die spanischen Soldaten aus dem Irak abzog. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 15.10.2009)

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