Dell-CEO: Netbooks enttäuschend, Windows 7 genial

14. Oktober 2009, 14:22
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Netbooks nicht als Desktop-Ersatz empfehlenswert - "mit Windows 7 werdet ihr PCs wieder lieben"

Michael Dell hat sich im Rahmen eines Events im Churchill Club nicht sehr positiv über Netbooks geäußert. Mehr Vertrauen hat der CEO des Computerherstellers hingegen in Windows 7, mit dem man Computer wieder lieben lerne, so die PCWorld.

Kunden mit Netbooks unzufrieden

User seien von Netbooks zwar anfänglich angetan, da sie sehr leicht seien. Ein Besitzer eines 15-Zoll-Notebooks werde aber nach 36 Stunden mit einem 10-Zoll-Display sagen, dass der Monitor einfach zu klein sei und er oder sie sein 15 Zoll großes Gerät zurückhaben wolle. Viele Kunden seien mit den kleinen Displays und der schwächeren Performance nicht zufrieden. Dell empfehle Netbooks nicht als "(Desktop-)Ersatz oder High-End-Maschine", so der CEO wörtlich.

Der Netbook-Effekt

Die Aussagen von Michael Dell sind zwar angesichts des boomenden Netbook-Marktes, an dem auch Dell kräftig mitmischt, ungewöhnlich, kommen aber keineswegs überraschend. Dell hat zwar im Vergleich zum Vorjahr 17 Prozent mehr Netbooks verkauft, doch der Umsatz ist mit den billigen Geräten um 9 Prozent auf 2,9 Milliarden US-Dollar gesunken (der WebStandard berichtete). Es scheint daher nur logisch, dass Dell den Kunden wieder vollwertige Notebooks schmackhaft machen möchte. Laut Acer müsse man sechs Netbooks verkaufen, um ebensoviel wie mit einem Laptop einzunehmen.

"Ihr werdet den PC wieder lieben"

Für Windows konnte sich Dell bei dem Event deutlich mehr erwärmen. Mit der neuesten Prozessor-Technologie, Windows 7 und Office 2010 werde man seinen PC wieder lieben können. Microsofts neues Betriebssystem sei eine "dramatische Verbesserung". Das Unternehmen erhofft sich, ebenso wie Microsoft, dass viele Nutzer und Unternehmen, die Vista ausgelassen haben, ihre XP-Systeme upgraden oder mit dem Kauf neuer Rechner bis zum Marktstart warten.

Gedämpfte Erwartungen

Dass Dell mit dem Start von Windows 7 wieder mehr mit Laptops verdienen wird, muss allerdings bezweifelt werden. Aufgrund der niedrigen Netbook-Preise sind einerseits auch die Preise größerer Notebooks gefallen, wie einige Angebote zum Windows 7-Start zeigen. Andererseits glaubt selbst Microsoft-CEO Ballmer nicht daran, dass mit dem neuen Betriebssystem die Nachfrage in Unternehmen stark steigen werde. "Es wird sicher einen leichten Anstieg bei der PC-Nachfrage geben, aber der wird sicherlich nicht riesig sein", sagte Ballmer Anfang Oktober. (br/derStandard.at 14. Oktober 2009)

 

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    Dell erhofft sich viel von Windows 7

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