Polizisten-Anwalt beharrt auf "Angriffsverhalten"

14. Oktober 2009, 13:51
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"Hätte der 14-Jährige flüchten wollen, wäre das binnen kurzer Zeit möglich gewesen"

Krems/Klosterneuburg/Wien- Im Fall des von der Polizei in einem Kremser Supermarkt erschossenen Florian P. (14) beharrt der Anwalt der Polizisten laut ORF weiter auf einem "Angriffverhalten" des 14-Jährigen und seines 17-jährigen Begleiters.

Zuletzt waren von den Sachverständigengutachten deutliche Zweifel an der von den Beamten behaupteten Version laut geworden, die ihren Waffengebrauch mit einer angeblichen Notwehrsituation rechtfertigen.

Aus den Gutachten gehe "ganz klar hervor, dass die beiden Jugendlichen nicht nur Fluchtverhalten, sondern sehr wohl auch Angriffsverhalten gezeigt hätten", zitiert orf.at Hans-Rainer Rienmüller, den Anwalt der Polizisten, der seit mehreren Tagen nicht zu sprechen sei. Bereits am ersten Schauplatz des Geschehens - einem dunklen, zehn Meter langen Gang - hätten die Jugendlichen "Angriffsverhalten" erkennen lassen.

Zum weiteren Verlauf schreibt die "Kronenzeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe unter Berufung auf Rienmüller: "Der Einbrecher flüchtete nicht aus dem Markt, sondern verschanzte sich erneut, es kam wieder zur Konfrontation". Dem ORF gegenüber argumentiert Rienmüller damit, dass der Verkaufsraum, in den Florian P. lief und wo der tödliche Schuss den 14-Jährigen traf, 30 Meter lang wäre. "Hätte der 14-Jährige flüchten wollen, wäre das binnen kurzer Zeit möglich gewesen", zitiert der ORF den Anwalt. (APA)

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