Grundsatzrede

"Schulden fressen Zukunft auf"

14. Oktober 2009 13:51
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    Finanzminister Pröll will am Boden bleiben: "Es gibt Politiker, die große Visionen haben und dann in den Mühen des Alltags stecken bleiben."

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    Forschung und Entwicklung soll im neuen modernen Österreich einen besonderen Platz einnehmen: "Ich wünsche mir wieder einen Nobelpreisträger aus Österreich."

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    Rund 400 Gäste aus Regierung und Politik, Wirtschaft, aber auch Vertreter der Glaubensgemeinschaften, hatten sich am Mittwoch im Finanzministerium eingefunden, um Prölls Rede zu lauschen.

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    Seitenblicke: Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, der Bauindustrielle Hans-Peter Haselsteiner und VP-Parlamentarier Wilhelm Molterer harren offenbar gespannt der Dinge.

Finanzminister Pröll verordnet Österreich das "Schlachten heiliger Kühe", fordert das Auslaufen der Hacklerregelung und einen Nobelpreisträger

190 Milliarden Schulden, drei Milliarden Neuverschuldung pro Jahr, acht Milliarden Zinszahlung 2009, neun Milliarden weniger Wirtschaftsleistung als vor einem Jahr: Die Fakten, die Finanzminister Josef Pröll seiner Begrüßung anlässlich seiner Grundsatzrede "Projekt Österreich" coram publico heute voranstellt, erheitern das Publikum sichtlich. Erschienen ist im Finanzministerium alles was Rang und Namen in Politik (ausgenommen der SPÖ, da zeitgleich das SPÖ-Präsidium stattfand) und Wirtschaft hat, um den Visionen, die der Vizekanzler gerade nicht als solche betiteln will, zu lauschen: "Es gibt Politiker, die große Visionen haben und dann in den Mühen des Alltags stecken bleiben." Dazu will der ÖVP-Mann sich nicht zählen. Ganz im Gegenteil, Josef Pröll will aus Österreich einen modernen Staat formen und dabei auch nicht zögern, "heilige Kühe" zu schlachten.

"Ein kleines Land als eine Marke mit großem Potenzial", das "ganz vorne beim Wohlstand, nicht aber bei der Wettbewerbsfähigkeit" sei. So beschreibt der Minister "sein" Österreich, das es nun gelte "schneller, flexibler, geschmeidiger" zu machen, wie ein mittelständisches Unternehmen. Das Atrium des Finanzministeriums ist bis in die oberen Etagen gut gefüllt, das Publikum bei der Sache, wie der Zwischenapplaus an der einen oder anderen Stelle zeigt. Der Finanzminister ist in seinem Element, seine Rede schwungvoll vorgetragen. Von Vertrauen ineinander, großen Projekten miteinander und nicht gegeneinander ist heute die Rede: Von der kirchlichen Predigt trennt nur das den Aufforderungen zu Mut und Handeln vorangestellte Lob.

Österreich soll nicht Japan werden

Zweitniedrigste Arbeitslosigkeit Europas, ein System, das dem Kollaps knapp und durch engagierte staatliche Unterstützung entronnen sei, stimulierende Banken- und Konjunkturpakete: Es wurde gut gearbeitet, räumt der Minister sinngemäß ein. Honoriert wird mit Applaus, der allerdings erst den nächsten Satz so richtig belobigt: "Die wirklich harten Zeiten stehen vor allem auf dem Arbeitsmarkt noch bevor. Wir müssen möglichst dafür sorgen, dass die Krise möglichst nicht bei den Menschen ankommt." Wie das gehen soll, umschreibt der Minister so: Österreich soll nicht Japan werden, wo in den 1990er-Jahren auf beherzte Reformen verzichtet wurde. Auch nicht Irland, wo heute in Folge der Krise an allen Ecken und Enden und vor allem im Sozialbereich gestrichen und gekürzt wird. Einmal mehr sind es Schweden und Finnland, die Pröll in Sachen Mut zum Umbau in Folge einer Krise als Vorbild vorschweben.

Und nun kommt doch noch eine Vision: "Es geht um ein im Kern neues Wachstum und neues Verständnis von Verantwortung." Dieser folgt ein Seitenhieb mit den bekannten Argumenten auf den Koalitionspartner: "Der Staat wird das nicht alles in Zukunft richten. Es geht um mehr Verantwortung für den Einzelnen. Leistung muss sich lohnen. Es kann keine Verteilungsgerechtigkeit ohne Leistungsgerechtigkeit geben." Für einen "Bauplan für die Zukunft" seien Innovation, neue Strukturen und der Fokus auf neue Märkte gefragt. Bausteine dafür sieht der Finanzminister in einem Banken- und Finanzsystem, das einer stärkeren europäischen Finanzaufsicht verpflichtet ist und durch neue Eigenkapitalregeln im Zaum gehalten wird. Auch die heimische Finanzmarktaufsicht solle mit "mehr Biss" ausgestattet werden, denn, so Pröll: "Der Reformwille hält sich in Grenzen, auch durch die mittlerweile eingetretene Beruhigung." Finanz- und Wirtschaftserziehung an den Schulen und das Projekt Finanztransaktionssteuer sollten ebenfalls auf der Agenda stehen, so der Minister.

Der Mahnung, dass es neue Geschäftsfelder zu finden gelte "denn es gibt in manchen Bereichen massive Überkapazitäten", folgt das neuerliche Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung und das Versprechen, dafür auch Geld in die Hand zu nehmen und Investitionen in Innovation zu erleichtern. Im Bereich Forschung und Entwicklung tritt er für ein Forschungsfinanzierungsgesetz ein und will in den kommenden zwei Jahren 70 Millionen Euro für "verbesserte Rahmenbedingungen" für Risikokapital in Forschung und Entwicklung sowie "kapitalstärkende Instrumente" zur Verfügung stellen: "Ich wünsche mir wieder einen Nobelpreisträger aus Österreich."

Mut zur Wahrheit

Mut zur Wahrheit sei bei den großen Brocken Bildung, Gesundheit und Verwaltung gefragt. Wiederholt wird, was jüngst für Überraschung wohl nicht nur beim Koalitionspartner gesorgt hat: "Wir wollen das Ganztages-Angebot für Schulen forcieren und dafür auch Geld in die Hand nehmen." Am von der ÖVP gepriesenen Prinzip der Wahlfreiheit hält Pröll aber fest: Mittels "echter Autonomie" solle jede Schule ihre Ausrichtung selbst wählen können. Die Vielfalt der Schulen sei eine "Stärke des Systems", hält er an der ÖVP-Linie des differenzierten Schulsystems fest. Allerdings müsse es an den Schnittstellen viel durchlässiger werden. Unter dem Schlagwort "solidarische Leistungsbereitschaft" hält Pröll dann fest, dass viele Nicht-Steuerzahler Anspruch auf diverse Transferleistungen hätten, Steuerzahlende dagegen nicht. Um hier "mehr Transparenz und mehr Gerechtigkeit" zu schaffen, schlägt er ein "Transferkonto" vor, auf dem "alle staatlichen Beihilfen pro Haushalt zusammengeführt" werden. Derzeit gebe es keinerlei Überblick darüber, wer was von Bund oder Land beziehe. Beim Dauerbrenner Gesundheit beschwört Pröll erneut die Finanzierung aus einer Hand: "Alle Finanzierungsquellen werden in einem Topf zusammengeführt und von dort aus nach einem einheitlichen Maßstab verrechnet."

Und weil das alles auch finanziert werden muss - "Schulden fressen Zukunft auf" - will der
Finanzminister zwar keine neuen Steuern einheben, aber ausgabenseitig sparen. Pröll will die Hacklerregelung vorzeitig auslaufen lassen und stellt damit die im Regierungsprogramm vereinbarte Frist bis 2013 infrage. Die hohen Kosten durch die Langzeitversichertenregelung "kann ich nicht vertreten". Für die Budgetkonsolidierung, die ab 2011 greifen soll, werde man wohl auch "Heilige Kühe" schlachten müssen, so Pröll.

Pensionsystem aus dem Gleichgewicht

Die Verlängerung der Hacklerregelung bis 2013 verursache "über zwei Milliarden Mehrkosten, das sind bereits jetzt 700 Millionen Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Diese Kostenexplosion ist nicht vertretbar." Generell müsse das Zusammenspiel der diversen Modelle für den vorzeitigen Ruhestand mit regulärer Pension "neu geordnet werden", so Pröll weiter, man müsse die Pensionsreform von 2003 "wirken lassen". Denn das System werde "durch eine Reihe von Ausnahmeregelungen völlig aus dem Gleichgewicht gebracht". Ziel müsse sein, "dass mehr Menschen das Regelpensionsalter auch tatsächlich erreichen". In Bezug auf die anstehende Pensionserhöhung rief Pröll in Richtung der Pensionisten nach "generationenübergreifender Solidarität".

Die Verwaltungsreform soll - geht es nach dem Minister - nun tatsächlich angegangen werden. Pröll will unter anderem in Richtung eines "gemeinsamen öffentlichen Diensts für Österreich", und zwar für alle Körperschaften, gehen: Darüber sollen Bund, Länder, Gemeinden und Gewerkschaften verhandeln. Weiteres Prinzip: "Entscheidungs- und Finanzierungsverantwortung müssen in einer Hand liegen." Im Klartext: Zahlt der Bund für eine Leistung im Land, muss er auch das Sagen haben - oder umgekehrt. Die Reform müsse jedenfalls "Chefsache" werden. Für kommendes Jahr wünscht er sich "auf Basis von Expertenergebnissen eine Art Konklave": Bundeskanzler, Finanzminister, Landeshauptleute und Gemeinde- sowie Städtebund sollen "verhandeln, bis weißer Rauch aufsteigt". Erreichen will Pröll dies übrigens in der derzeitigen politischen Konstellation: "Weil es keine Alternative zu dieser Koalition gibt, gibt es für mich auch keine Alternative zu einer ordentlichen Zusammenarbeit in dieser Koalition." (Regina Bruckner)

Cremers Photoblog:  Im Lichthof des Finanzministers

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littletinyflibbertigibbet
18.10.2009 13:55
grundsatzrede ohne grundsätze.

Harry Y.
 
18.10.2009 10:59
Die Steueroasen, und nicht zuallererst das Sozialsystem, sind die Ursache für die hohen Steuer- und Abgabenquoten.


Es wird kein Miteinander geben, sondern ein vermehrtes Gegeneinander (wie die ÖVP schon jetzt durch ihre Politik gegen Migranten und Asylwerber beweist) :

Pröll hat, wie erwartet, den Krieg gegen die Armen ausgerufen.

Mostbluzer
21.10.2009 14:36
so ich hoff,

er legt sich jetzt mal mit den lehrern an.

und dann gleich die nächste klientel ....
dass die roten auch unter zugzwang kommen müssen, und bei den staatsbetrieben mal ausmisten ... (lassen, die herren gewerkschafter).

135
 
15.10.2009 10:50
Da saßen sie also die politischen Adabeis

fast alle aus der Seilschaft der ÖVP, wie in der Kirche.
Gesäumt von roten Teppichen hingen sie andächticht am Mund es Prölls.
Und da entfaltete sich dieser so richtig, sprach von
"mein Österreich", bescheiden wie er wohl ist und hob und senkte seine Stimme , je nachdem bei wem mit dem Geldbeutel halt gemacht wurde.
Abkassieren also bei den Einkommensschwachen, die
angeblich mehr an Transfers genießen . Studie? Von wem und für wen?
Die verlogene Benützung des Begriffes der Ganztagsschule, um die Menschen irrezuführen.
Er möge zur Kenntnis nehmen: Sein Österreich ist ein anderes als viele es wolle.

Gorosito 067
15.10.2009 10:39
Umverteilung von unten nach oben fressen gesamtheitlichen Wohlstand auf.

wer wenn nicht er
15.10.2009 14:09
Diese gibt es ohnehin nicht, aber

Es gibt Umverteilung
- von arbeitenden Frauen zu Hausfrauen.
- von Jungen zu Alten.
- von Singles zu Familien.
- von ASVGlern zu ÖBBlern, Postlern, Beamten und Bauern.

Daneben gibt es steuerlücken (jedoch keine Umverteilung!!) für besonders Reiche (Stiftungen).

Umverteilung von unten nach oben gibt es aber nur in manchen Bereichen, zB durch den freien Bildungszugang (wäre dieser mit Gebühren und Stipendien geregelt, müssten zB wohlhabendere Eltern etwas mehr beitragen). Allerdings ist angesichts eine Abgabenquote > 60% für Wohlhabende die Grenze allen Anstands ohnehin längst überschritten. Deshalb: Sparen und Steuern senken.

Harry Y.
 
18.10.2009 10:54

Die >60% kannst aber nicht ernsthaft so stehen lassen:
1) zahlen auch die 'Sozialschmarotzer' diverse Steuern (von Pröll und Kollegen geflissentlich ignoriert)
2) gibt es ja, wie schon langsam wirklich jeder wissen sollte, der Finanzminister inklusive, so klane Steueroasen und Stiftungen und auf die Ehefrau umgeschriebenes Vermögen, die die wirkliche Ursachen dafür sind, warum die Steuer- und Abgabenquoten so hoch sind.

Ihre Auflistung ist aber interessant.

Mostbluzer
21.10.2009 14:42
wieso net 60%

nehmens einen brutto euro und stecken sie den in ihr auto (motoröl zb).

was sie dafür rausbekommen an warenwert ist weniger als 40% (lohnabgaben, sozvers, mwst, nova, vers.steuer, mineralölsteuer, usw). dienstgeberbeiträge müsstens noch ontop rechnen.

bei kapitalanlagen detto wenn sie x-fach durch arbeit versteuertes geld anlegen, kest usw.

wer wenn nicht er
18.10.2009 22:04
Und warum kann ich die 60% nicht stehen lassen?

Dies ist die Abgabenquote, die dem Durchschnittsangestellten enteignet wird.

Der Grund für die Abgabenquote liegt übrigens nicht daran, dass andere billiger davon kommen, sondern dass der Staat der Meinung ist, 50% der gesamten Wirtschaftsleistungen selbst ausgeben oder umverteilen zu müssen.
In der Schweiz zB ist die Staatsquote deutlich geringer, dennoch ist die Gesellschaft weder am auseinander brechen noch sind dort Armenviertel voller unschuldig leidender Menschen mit aussichtsloser Situation.

Senkt man die Staatsqoute auf schweizer 30%, bleibt den Steuerzahlern statt 40% plötzlich 60%, was netto 50% mehr ist.

Blind Peoples Porn
15.10.2009 10:26
Wer zahlt?

Pepi: wer zahlt die krise? die armen manager oder das gemeine volk?!?
also sollten wir dann auch bestimmen duerfen fuer was wir eigentlich zahlen, den wer zahlt schafft an, oder?
also mehr geld fuer die arbeiterklasse und weniger fuer die oberen 10.000!!!
aber leider wirds das nicht spielen, die fette rechnung wird uns sicher bald vom Bundespepi praesentiert werden, den er und seines gleichen zahlen sicher nix, die schaffen bloss an!!!

Blind Peoples Porn
15.10.2009 10:15
MUT zur Wahrheit!!!

Mut zur Wahrheit wuerde heissen: das volk kann gaggsen gehn!!! zuerst die banken und die freunde der blasmusik, danach kommt lang nix!!!
und NATUERLICH darf dann das stimmvieh fuer die zeche blechen, nicht die kapitalisten, die dafuer verantwortlich sind!!!
das waere wenigstens ehrlich!!!

Außerirdischer
15.10.2009 09:41
''Der Staat wird das nicht alles in Zukunft richten. Es geht um mehr Verantwortung für den Einzelnen. Leistung muss sich lohnen.''

Da stellen sich mir doch 4 Fragen:

1. Die Börsen zahlen nach Rekordgewinnen schon wieder Rekordboni aus und wir bezahlen die Neuverschuldung! Warum soll der Staat infolgedessen massiv sparen müssen?

2. Wie kann ein Staat auf ''Augenhöhe'' Managerboni, Spekulationssteuern verhandeln, wenn zB FM Pröll mehr zufällig eine Entschuldigung vom IWF Chef erhält - weil es sich bei Ö um 70 (!) Prozent verrrechnet hat, was unser Rating verändert und Kosten verursacht hat?

3. Die obigen Sätze treffen bereits seit langem auf ''Neue Selbständige'' zu: wieso liegt diese Gruppe gänzlich unterhalb der politischen Wahrnehmung?

4. Was ''nützen'' Leistungsträger, Konzerne, wenn sie kaum oder keine Steuern zahlen? Was ist mit der Steuer CD passiert?

Außerirdischer
15.10.2009 09:53
Da mein posting den Platz bis auf den letzten Buchstaben genutzt hat, sind die Fragestellungen natürlich stark verkürzt dargestellt!

Sidlo
15.10.2009 09:50
Der Staat muß halt sparen damit er die

Banken retten und subventionieren kann. Woher sollen die den sonst das Geld für die Rekordboni nehmen?

Manfred Weichselbaum
15.10.2009 09:29
Krampfhaft an Altem festhalten

Faktum ist, dass wir uns in einer, von Menschen verursachten, Systemkrise befinden. Wir leben in einem Schuldgeldsystem, d.h., unsere Wirtschaft kann in dieser Form nur funktionieren, wenn laufend neue Schulden gemacht werden. Durch die Dynamik des Zinseszins steigt die Verschuldung exponentiell.
Der Ruf nach Wirtschaftswachstum ist keine Lösung, da exponentielles Wirtschaftswachstum auf einem Planeten begrenzter Ressourcen nicht möglich ist. Ergo muss es in zyklischen Abständen zu einem Zusammenbruch kommen.

Faktum ist, dass Innovation und techn. Fortschritt unterm Strich immer mehr Arbeitsplätze vernichtet haben (z.B. Landwirtschaft).

Wir benötigen andere Gesellschaftsmodelle, in denen Erwerbseinkommen und Arbeit entkoppelt sind.

Scala2
15.10.2009 09:25
Endliche einer der sich um die Zukunft gedanken macht

und nicht nur mit den Lügen die ihn eh keiner mehr glaubt weiterwurschtelt

Sidlo
15.10.2009 09:22
Wieso Zukunft auffressen:

A gscheite Inflation und schon sind die Schulden wieder weg. Da hat Österreich als Serienschuldner schon eine lange glorreiche Tradition, wie Harvard Ökonom Kenneth Rogoff schon vor kurzem bemerkte!

Hans Vogel
15.10.2009 09:20
Sparen

Die Bevölkerung sollte das Sparen erst dann akzeptieren, wenn die Politiker selbst sparen. Wozu brauchen wir einen Nationalrat mit 183 Abgeordneten und einen Bundesrat und 9 Landesparlamente. Nachdem die Gesetze ohnedies in Brüssel beschlossen werden, reichen doch 61 Abgeordnete aus. Den Bundesrat könnte man überhaupt auflösen und die Landesparlamente auf 5 Mitglieder reduzieren.
Das sollte man in der Öffentlichkeit, als ersten Schritt verlangen.

Felix Österreicher
15.10.2009 08:15
dass viele Nicht-Steuerzahler Anspruch auf diverse Transferleistungen hätten, Steuerzahlende dagegen nicht.

Wie Pröll dieses Problemfeld lösen will, möchte ich gerne sehen! Kleines Beispiel - Arbeitslose bekommt 850 Euro AL-Geld und bezahlt voll bei der Straßenbahnkarte (ebenso ein Steuerzahler der 1.200 netto verdient) dagegen ein Pensionist mit 1.300 Euro bezahlt nur die Hälfte - was ist da sozial daran und wann wird das wer abschaffen? Entweder für alle Menschen den gleichen Preis oder....? Und solche Beispiele gibt es viele!!!

kopfsalat
15.10.2009 10:47
zahlt er bei 1200€ tatsaechlich steuern?

soweit ich weiss liegt die grenze bei 1205€.

nbergmann
15.10.2009 09:07
Pension und Arbeitslosigkeit ist nicht dasselbe

Nicht jeder kann sich gleich viel leisten, muss Leistungen aber in Anspruch nehmen - deshalb gibt es soziale Preise. Abgesehen davon wird von Ärmeren ohnehin alles erhaltene Geld sofort wieder ausgegeben - ist also alles nur eine Subvention der Wirtschaft.

lisi meier
15.10.2009 07:50
wenn geschäftsführer grundsätzlich werden, dann pröllt es


"Österreich ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ihr Wohl geht vom Geld aus."


leute, die jubeln, wenn von den kommenden "harten zeiten am arbeitsmarkt" gefaselt wird, sind davon sicher nicht betroffen. denn die sind grundsätzlich der meinung, wer kein geld hat, sei grundsätzlich selber schuld.

eva weiss nichts
15.10.2009 07:22
habs ja gesagt

die spö "fährt österreich mit vollgas gegen die wand".....!!!!

Harry Y.
 
18.10.2009 11:08
Oh, aber die ÖVP auch.

koyaanisqatsi
15.10.2009 09:14
naja....

da wir nur mehr bauernvertreter als finanzminister haben, die von der övp gestellt werden, kann ich zwar keinen zusammenhang mit der spö herstellen, sehr wohl aber mit den budgetdefiziten.

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