Vettel: "Jenson schwächelt ein wenig"

14. Oktober 2009, 12:42
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Herausforderer Vettel hofft auf weiteren Ausrutscher des WM-Führenden - Deutscher: "Button zuletzt in Suzuka schon richtig nervös"

Sao Paulo - In der Nervenschlacht um den Formel-1-WM-Titel will der deutsche Herausforderer Sebastian Vettel Spitzenreiter Jenson Button in Sao Paulo den nächsten Tiefschlag verpassen und so seine letzte Chance auf die Weltmeisterschaft wahren. Auch Helmut Marko, Motorsport-Berater beim Vettel-Rennstall Red-Bull-Racing, glaubt trotz der vielen durch Pech und Defekte verlorenen Punkte an die Chance.

"Button war seit seinem letzten Sieg maximal im Mittelfeld und zuletzt in Suzuka schon richtig nervös", meinte der Österreicher. Auch Vettel gab sich zuversichtlich. "Ich habe nichts zu verlieren und werde deswegen voll attackieren. Jenson schwächelt ein wenig, vielleicht ist das unsere Chance", so der Deutsche. "Mein Ziel und mein Traum ist es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, und ich werde bis zum Ende kämpfen und nicht aufgeben."

Auch Rekordweltmeister Michael Schumacher macht Vettel Mut für den fast aussichtslosen Kampf, 17 Punkte in zwei Rennen auf den - allerdings seit acht Rennen sieglosen - Brawn-Rivalen Button aufholen zu müssen. "Er hat trotz seines Rückstands noch immer die Chance auf den Titel", sagte der siebenmalige Champion aus Deutschland.

Die Situation spricht freilich immer noch deutlich für Button. Denn da ist in erster Linie das dicke Punkte-Polster des Engländers. Allerdings ist da auch noch Buttons bereits mit dem Williams-Team verhandelnder Teamkollege Rubens Barrichello, der endlich zum ersten Mal sein Heimrennen am Sonntag gewinnen will und zwei Punkte mehr hat als Vettel. Aber da ist auch die Erinnerung an Lewis Hamilton, der vor zwei Jahren im McLaren-Mercedes in seiner ersten Formel-1-Saison in den letzten beiden Rennen 17 Punkte gegen Kimi Räikkönen im Ferrari verlor. "Kimi zeigte vor zwei Jahren, was möglich ist, wir kämpfen bis zum Schluss", sagte Vettel. (APA)

  • Sebastian Vettel hat nichts zu verlieren.
    foto: epa/felix heyder

    Sebastian Vettel hat nichts zu verlieren.

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