Viennale-Programm ist veröffentlicht

14. Oktober 2009, 12:22
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Am Samstag startet der Ticketvorverkauf für das Wiener Internationale Filmfestival

Wien - Acht Tage vor Beginn der Viennale (22.10.-4.11.) hat Festival-Direktor Hans Hurch das Programm der 47. Auflage in einer Pressekonferenz am Dienstagabend im Wiener Gartenbaukino vorgestellt. Katalog und Pocketguide sind im Umlauf, der Ticket-Vorverkauf startet am Samstag (17.10, 10:00), dazu kann das Programm auch auf der Viennale-Webseite www.Viennale.at eingesehen werden.

"Die Viennale hat ein sehr rundes Programm mit vielen Ecken und Kanten", variierte Hurch zu Beginn ein Zitat Karl Valentins und zeigte sich stolz, dass man "mehr denn je" Filme nach Wien gebracht habe, die zum ersten Mal überhaupt oder zum ersten Mal außerhalb ihres Herstellungslandes gezeigt werden. Gleichzeitig durfte Hurch eine zweifache Verdoppelung des Wiener Filmpreises ankündigen.

Mit Hilfe der Stadt Wien und mehreren Sponsoren sei es gelungen, den Wiener Filmpreis künftig in den zwei Kategorien "Bester Spielfilm" und "Bester Dokumentarfilm" im Wert von je 14.000 Euro vergeben zu können. Bisher gab es die Jury-Auszeichnung nur für einen Film im Wert von 7.000 Euro. Heuer befinden sich u.a. der Konzertchef der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, und der Kärntner Autor Josef Winkler in der Jury. Der Preis geht traditionell an österreichische Filme, die im Laufe des vergangenen Jahres entstanden sind.

"Der österreichische Film hat heuer einen besonderen Stellenwert", betonte Hurch. Und auch wenn der Eröffnungsfilm "La Pivellina" von Tizza Covi und Rainer Frimmel "vielleicht ein gewisses Risiko" darstelle, stehe der Film doch stellvertretend "für die Haltung und den Charakter der Viennale". Diesen Charakter hob auch Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny - mit der neuen weinroten Viennale-Tasche unterwegs - hervor: "Auch mit Qualität kann man Erfolg haben." Wien brauche ein Filmfestival, "an dem sich ein cineastisches Publikum messen und orientieren kann", so Mailath-Pokorny.

Seit einer Woche kann sich das Publikum bereits im Filmmuseum messen, wo die von Jonathan Rosenbaum kuratierte Viennale-Retrospektive "The Unquiet American" über die transgressive US-Komödie "äußerst erfolgreich" läuft, wie der Direktor des Hauses, Alexander Horwath, im Anschluss erzählte. "Die Stimmung war bisher ganz enorm, es gab häufig Szenenapplaus." Die Retrospektive - Programm unter www.Filmmuseum.at - setzt sich für Horwath mit "einem Land im Zustand seines Weltmacht-Gewordenseins" auseinander. (APA)

 

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