Banken vergaben im August weniger neue Kredite

14. Oktober 2009, 12:00
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Wien - Die Banken haben in Österreich im August weniger Kredite vergeben. Die Neukreditvergabe an Unternehmen und Haushalte belief sich nur auf 8,1 Mrd. Euro, im Juli 2009 waren es noch rund 9 Mrd. Euro, geht aus heute, Mittwoch, veröffentlichten Daten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervor. Das Gesamtvolumen betrug 307 Mrd. Euro, ein Minus von 0,1 Prozent bzw. 0,2 Mrd. Euro gegenüber Juli.

Die Neukreditvergabe an Unternehmen sank mit 6,8 Mrd. Euro erstmals seit Jänner unter die 7-Mrd.-Euro-Marke, so die OeNB. Im Juli waren es noch 7,4 Mrd. Euro, im Juni 7,7 Mrd. Euro, geht aus dem "Kreditmonitor" der Notenbank hervor. Der Großteil der im August neu vergebenen Unternehmenskredit entfiel mit rund 85 Prozent (nach 79 Prozent im Juli) auf sehr kurze Laufzeiten von bis zu sechs Monaten. Das Niveau der Kredite lag relativ stabil bei rund 134 Mrd. Euro. Die Wachstumsrate auf Jahresbasis lag bei 2,8 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber Juli), das ist der niedrigste Wert seit September 2004.

Die Neukreditvergabe an Private sank im August auf 1,3 Mrd. Euro. Im Juli waren es noch 1,7 Mrd. Euro. Am deutlichsten war der Rückgang bei den Wohnbaukrediten, die um 0,2 Mrd. Euro niedriger ausfielen als im Juli. Die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten sank weiter auf rund 0,1 Mrd. Euro. Insgesamt waren bei privaten Haushalten 121 Mrd. Euro Kredite aushaftend. Die bereinigte Jahreswachstumsrate belief sich auf 0,6 Prozent. Das ist gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 3,9 Prozent eine deutliche Verlangsamung. (APA)

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