Cowgirls gegen Rodeo-Machismo

14. Oktober 2009, 11:41
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Erstes offizielles Frauen-Rodeo veranstaltet - Traditionelle "Huasos" schließen Frauen aus

Santiago de Chile - Sie schwingen wie die Männer das Lasso und fangen Rinder ein - jetzt haben chilenische Cowgirls mit dem ersten offiziellen Frauen-Rodeo in der Geschichte Chiles für ihre Anerkennung und die Aufnahme im nationalen Rodeo-Verband gekämpft. "Es wird Zeit, dass der Machismo beim Rodeo aufhört und Platz macht für uns Frauen", sagte Soledad Chaveze chilenischen Medien am Dienstag.

Rund 2.000 ZuschauerInnen sahen sich den Wettkampf nahe der Hauptstadt Santiago de Chile an. Gewonnen hat das Cowgirl-Duo Michelle Recart und Paola Jouannet.

Das Rodeo hat in dem südamerikanischen Land eine lange Tradition. Jeweils zwei sogenannte "Huasos", vergleichbar mit den nordamerikanischen Cowboys, müssen dabei auf ihren Pferden sitzend Rinder einfangen. Eine Jury vergibt Punkte. Traditionelle Huasos verweigern den Frauen den Zugang zu ihrem Verband. In vielen anderen Ländern sind Cowgirls längst etabliert - so nehmen sie beispielsweise in den USA seit mehr als 100 Jahren offiziell an Turnieren teil. (APA/dpa)

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    Was in USA oder Venezuela (im Bild) selbstverständlich ist, müssen sich Chiles Frauen noch erkämpfen: Cowgirl sein können.

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