Wal-Mart wurde Opfer von Cyber-Attacken

14. Oktober 2009, 11:28
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Unterlagen bestätigen massive Angriffe aus die Server der Handelskette - Angeblich keine Kundendaten betroffen

Laut Bericht des Branchenmagazins Wired.com wurde die weltgrößte Einzelhandelskette Wal-Mart in den Jahren 2005 und 2006 Opfer mehrere schwerwiegender Cyper-Angriffe. Interne Unterlagen des Unternehmens bestätigen, dass das Mitarbeiter-Daten, die verantwortlich für das Verkaufssystem sind, Quellcode und andere sensible Daten gestohlen und an einen Computer in Minsk (Ukraine) übermittelt wurden.

Verletzlich

Der Vorfall zeige, wie verletzlich das Einzelhandelssystem zu dieser Zeit gewesen ist. Wal-Mart war nur eines von vielen Unternehmen, dass von einer regelrechten Welle an Netzwerkeinbrüchen überschwemmt wurde. Die Angreifer gingen dabei äußerst raffiniert vor. Beispielsweise verschafften sie sich über Accounts von ehemaligen Wal-Mart-Mitarbeitern Zugang zu den Servern. Insgesamt sollen fast 800 Server im Visier der Hacker gewesen sein.

Schaden

Der Konzern bestätigt, dass man erst 2006 von den Vorfällen Wind bekam. Externe Sicherheitsfirmen und die Polizei wurden eingeschaltet um den Tätern auf die Spur zu kommen. Beim Ausmaß der Attacken erscheint es wahrscheinlich, dass auch Kunden-Daten gestohlen wurden. Wal-Mart betont jedoch, dass dies nicht der Fall sei, weshalb man mit diesem "internen Vorfall" auch nicht an die Öffentlichkeit ging. Schuld dürften auch veraltete Sicherheitsmaßnahmen gewesen sein, die seit 2001 nicht erneuert wurden. Damit ein derartiges Ereignis nicht nochmal zu Stande kommt, wurden laut Handelskette sämtliche Systeme erneuert.

(zw)

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Wired.com

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    Angeblich wurden keine Kunden-Daten gestohlen

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