Black Wings flattern nach oben

13. Oktober 2009, 23:24
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Linzer nach 5:2 gegen Laibach neue Nummer eins, Lukas-Brüder sorgten im Schlussdrittel für Entscheidung

Linz  - Die Linzer Black Wings haben am Dienstag in der 13. Runde der Erste Bank Eishockey Liga gegen Olimpija Laibach einen 5:2-(2:1,1:1,2:0)-Erfolg gefeiert - ihr sechster Sieg in Folge. Während die Truppe von Kim Collins damit an die Tabellenspitze kletterte, setzte es für die an der neunten Stelle rangierenden Slowenen die zweite Niederlage in Folge.

Wieder ohne Darrel Scoville, beim dem nach mehr als zwei Wochen Rätselraten heute ein Muskelfaserriss diagnostiziert worden ist, gingen die Linzer in die Partie. Bei den Slowenen fehlten noch die beiden neuen Stürmer Travis Brigley und Matt Higgins. Mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen in Serie starteten die Black Wings entsprechend schwungvoll und schon nach 108 Sekunden fanden die Gastgeber ihr erstes Powerplay vor. In diesem drückten die Oberösterreicher auf die Führung, die in der vierten Minute auch gelang: Pat Leahy stand bei einem Weitschuss von der blauen Linie genau richtig, um den Abpraller von Norm Maracle zu übernehmen und zum 1:0 abzustauben.

Ljubljana fand wenig später ebenfalls seine erste Großchance vor, in Unterzahl rettete aber Alex Westlund nach einem Yarema Schuss bravourös. Dieses Powerplay schien den Gästen Selbstvertrauen zu geben, denn immer wieder tauchten sie gefährlich vor Westlund auf. Die Folge: ein weiteres Powerplay, in dem Kuznik mit einem Onetimer unhaltbar und verdient zum 1:1 einschoss. Doch schon zwei Minuten später war der Vorsprung der Linzer wieder hergestellt. Der Torschütze saß auf slowenischer Seite auf der Strafbank, da wurde Matthiasson perfekt angespielt, der Schwede musste nur noch die Schaufel hinhalten und vor dem Tor ablenken - 2:1 für die Black Wings. Die Antwort der Slowenen folgte in der 18. Minute, als das Team von Dany Gelinas erneut jubelte. Der Treffer zum 2:2 wurde aber vom Schiedsrichtertrio wegen Torraumabseits nicht gegeben und so blieb es nach 20 Minuten bei der knappen 2:1-Führung für die Black Wings.

Die Taktiken blieben auch im zweiten Abschnitt unverändert: Linz versuchte mit vielen Schüssen und den sich daraus ergebenden Abprallern zum Erfolg zu kommen, die Gäste lauerten auf Konter. Als sich Laibach nach knapp fünf Minuten zu einem offensiven Schlagabtausch verleiten ließen, schlugen die Black Wings eiskalt zu: nach Vorarbeit von Daniel Oberkofler, war Markus Schlacher völlig frei gespielt und konnte zum 3:1 ins leere Netz abschließen. 

Kurios wurde es dann in der 32. Minute, als Frank Banham aus halblinker Position abzog. Die Scheibe schien in Überzahl im Tor gewesen zu sein, doch Schiedsrichter Gebei sah das noch nicht so. Erst bei 34:02 gab es die nächste Unterbrechung, als dann via Videobeweis auf Tor für Olimpija entschieden wurde. Es stand nur noch 3:2 für die Linzer und zudem wurde die Uhr um zwei Minuten zurückgestellt. Das Match gestaltete sich nun ausgeglichener, mit Chancen auf beiden Seiten.  Die beste davon hatten die Hausherren in der 39. Minute, als ein Schuss vom Lattenkreuz zurückprallte.

Schlacher und Leahy hatten in den ersten fünf Minuten des letzten Abschnitts gute Chancen auf die Vorentscheidung, doch Laichs Goalie  blieb ebenso unüberwindbar wie Alex Westlund auf Linzer Seite. Je länger das Drittel dauerte, umso deutlicher übernahmen aber dieLinzer das Kommando. Und knapp zehn Minuten vor Schluss hing Tor Nummer 4 im Powerplay förmlich in der Luft. Doch erst als die "Drachen" wieder komplett waren, fasste sich der Linz-Kapitän Philipp Lukas ein Herz. Er umkurvte das Tor, schoss aus der Drehung und jagte die Scheibe zum 4:2 unter die Querlatte. Die Slowenen nahmen mehr als zwei Minuten vor dem Ende im Powerplay ihren Goalie vom Eis, wollten so mit zwei Mann mehr noch eine Trendwende erreichen.  Stattdessen traf Robert Lukas in Unterzahl mit einem Empty Netter zum 5:2 - die endgültige Entscheidung. (red)

EHC LIWEST Linz - HDD TILIA Olimpija Laibach 5:2 (2:1,1:1,2:0). Linzer Eishalle, 1.900, SR Gebei. Tore: Leahy (4./PP), Matthiasson (13./PP), Schlacher (27.), P. Lukas (52.), R. Lukas (58./SH/EN) bzw. Kuznik (11./PP), Banham (33./PP). Strafminuten: 10 bzw. 14

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