Das Geheimnis der Schriftzeichen

13. Oktober 2009 19:14
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    sfd/harriet nachtmann

    Auf der Suche nach einer - lyrischen - Eingebung: Was könnten die geheimnisvollen Codes am Goldenen Dachl bedeuten? Lukas Morscher, Orhan Kipcak, Felix Mitterer, Ide Hintze beim Denken.
    (von links).

     

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    Foto: schule für dichtung

    Geheimnisvolle Schriftzeichen (Ausschnitt) am Goldenen Dachl sollen poetisch aufgearbeitet werden.

Rätselhafte Inschrift am Goldenen Dachl soll poetisch decodiert werden

Innsbruck - Seit 1899, seit der Reinschrift des Schriftbandes durch den Denkmalschützer Johann Deininger, versuchen Wissenschafter, die geheimnisvollen Zeichen am Innsbrucker Prunk-erker, dem Goldenen Dachl, zu enträtseln. Dem Hebräischen ähnlich, konnte es bisher nicht "sinnvoll" übersetzt werden, sagt Stadtarchivleiter Lukas Morscher.

Mit der "Schule für Dichtung" und dem Tiroler Haus- und Hofschriftsteller Felix Mitterer wird jetzt übers Internet nach lyrischen "Übersetzungen" gefahndet. Für Mitterer könnten die 58 geheimnisvollen Zeichen am Innsbrucker Wahrzeichen durchaus Stoff für einen Dan-Brown-Krimi sein. Er selbst sei aber immer achtlos an den Schriftzeichen vorbeigegangen.

Für Morscher und Mitterer ist die lyrische Enträtselung des Schriftbandes auch ein "Experiment": Funktioniert das anonyme Rätseln im Internet bereits? "Angesprochen werden sich wohl hauptsächlich Exil-Tiroler in aller Welt fühlen", vermutet Morscher. Und hofft auf rege poetische Teilnahme mit mehr "Herz als Verstand".

Christian Ide Hintze von der Schule für Dichtung ist das Schriftband bei einem Besuch ins Auge gestochen. Das poetische Rätsel wurde ins Internet gestellt: Und dort soll auch der lyrische Zugang zum Verstehen der geheimnisvollen Botschaft gefunden werden. Wer mitdichten will, kann sich anonym einloggen. Das Schriftband ist aber auch am Goldenen Dachl ersichtlich. Allerdings etwas versteckt: "Die Zeichen sind hinter den Köpfen der Figuren auf den Reliefs", hilft Stadtarchivleiter Morscher beim Suchen: "Auf der Höhe der Fenster im zweiten Stock." Kaiser Maximilian ließ das Goldene Dachl 1420 erbauen, warum mit einem Rätsel? "Vielleicht wollte er, dass wir uns jahrhundertelang die Zähne daran ausbeißen", sagt Morscher. Vier Wochen sind für die lyrische Enträtselung eingeplant, eine Verlängerung ist möglich. Im kommenden Sommer soll auch ein Buch aus der Poesie der Dechiffrierung entstehen. (Verena Langegger, DER STANDARD Printausgabe, 14.10.2009)

 

der Standard Webtipp:

www.sfd.at

Kommentar posten
17 Postings
flatline
16.10.2009 16:09

Also irgendein Inormatiker wird sich da schon ein programm schreiben wo man des schon entziffern kann.
Einfach alle unterschiedlichen Zeichen dokumentieren und dann Zusammensetzen lassen.
Und mit Althochdeutsch verlgleichen lassen...
Die Schweizer haben da ja auch eine Lautverschiebung nicht mitgemacht.
Und Englisch war vor längeren Zeit auch sehr stark verwandt mit Deutsch.
Deswegen heissen ja die Engländer ah AngelSACHSEN.

Aber mit CUDA sollte des ja keine Problem sein....

Erisian Liberation Front
16.10.2009 16:04
Mist

die haben einen Fnord entdeckt.

TeddyBear
16.10.2009 12:20
kilroy waz here

Lord Schaumloeffel
15.10.2009 12:40
und was sagt indiana jones dazu?

"Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

Claidheamh Mòr
15.10.2009 09:15
Kaiser Max

der weltweit erste Grafittikuenstler.

khb
14.10.2009 14:51

Einfach den Daniel Jackson fragen, falls er nicht gerade Allien-Artefakte enträtselt

che_guevara2
14.10.2009 14:01

da war der autor wahrscheinlich besoffen, oder konnte einfach nur schlecht rechtschreiben!

nebenerwerbsposter
14.10.2009 12:32
däniken!

die ausserirdischen haben sich mit den tirolern verbündet und spuren mitten unter uns hinterlassen - und sie haben das bis heute verschlafen!

könnte aber auch ein früher werbespruch sein, z.B.

"hier wohnt der kaiser max
er urlaubt gerne auf der rax"

ok ich hör eh schon auf...

Def. Izit
14.10.2009 13:02
Ein Versuch:

Der Kaiser Max hat guten Grund
zu lieben Haus und Land Burgund
Drum lieh er Geld vom Hause Fugger
zu zahlen Knecht auch von Innsbrugger
führte diese in die Schlacht
Mander desch hat heftig Kracht

politisch verfolgt
14.10.2009 17:50
nicht schlecht

aber zeile 4 ist noch etwas holprig, würde ich sagen.

Animal Spirits
14.10.2009 09:21

Dann sind die 4 Herren auf dem Bild super gescheit.

Die denken ja mit dem Herzen - ergo werden sie dieses Schriftbild nie lesen könne und somit niemals der Doofheit ausgesetzt sein.

politisch verfolgt
14.10.2009 01:29
ich habs enträtselt

da steht auf alt-hugmalonisch: "wer das liest ist doof."

Chien de Pique
13.10.2009 23:35

Eine Art grafisches Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, sadipisci velit.

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
13.10.2009 21:44

mein tipp: das heißt einfach garnix... da hat ein analphabet ein muster gemalt, das für ihn wie eine schrift aussieht.
kleine kinder machen das ja auch ganz gern, etwas hinkritzeln, das schrift imitieren soll. ein paar richtige buchstaben dazwischen, ev. zum teil spiegelverkehrt.

torch
 
14.10.2009 03:03

Na so ähnlich wie der Hieroglyphendekor am Obelisken
in Schönbrunn, denn damals waren die noch nicht ent-
ziffert, das begann erst um 1822, hier sind es dann
halt "Runen".

Claidheamh Mòr
15.10.2009 09:17
Runen oder Ogham

scheiden aus (Struktur) - mich erinnert es an alt-phoenizisch oder etruskisch.

torch
 
15.10.2009 12:17

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