Wien/Zagreb - Die finanziell in Bedrängnis geratene kroatische
Baumarktkette Pevec mit rund 4.000 Mitarbeitern versucht den Konkurs abzuwenden.
Die Eigentümer des Familienunternehmens, Zdravko Pevec und seine Frau Visnja
Pevec, haben ihren Gläubigern - neben Lieferanten vor allem Banken - angeboten,
die Mehrheit am Unternehmen zu übernehmen. Unter den Gläubigerbanken befinden
sich laut der kroatischen Wochenzeitung "Nacional" auch die kroatischen
Bankentöchter der Hypo Group Alpe Adria und von Raiffeisen International.
Schätzungen zufolge soll der Baustoffhändler mit rund 2 Mrd. Kuna verschuldet
sein. Nach Angaben des Standortberaters RegioPlan ist Pevec Branchenprimus bei
den kroatischen Baustoffhändlern mit einer Verkaufsfläche von rund 170.000
Quadratmetern und 14 Standorten in Kroatien.
Gegenüber dem kroatischen Fernsehen "HTV" schloss Unternehmenseigentümer
Zdravko Pevec einen Konkurs aus. Schuld für die finanzielle Notlage gab er der
Wirtschaftskrise, die das Unternehmen bei seiner aggressiven Expansionspolitik
zu einem ungünstigen Zeitpunkt getroffen habe. Außerdem hofft das Unternehmen
auf die Hilfe des deutschen Unternehmens RS Maschinenbau, dass sich laut "HTV"
mit 20 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligen möchte. (APA)