EU-Parlament fordert verstärkte Innovation in Europa

13. Oktober 2009, 17:52
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1. EU-Innovationsgipfel in Brüssel - Rübig: Trotz veritabler Finanzkrise - Buzek: Zurück auf die Schulbank

Brüssel - Der EU-Abgeordnete Paul Rübig forderte am Dienstag eine Stärkung des Innovationsprozesses trotz der "sehr veritablen Finanzkrise" in Europa. Bei der Eröffnung des "1. Europäischen Innovationsgipfel" in Brüssel hatte EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek betont, Ziel sei, Europa zur führenden wissensbasierten Wirtschaft in der Welt zu machen. Die gute Nachricht sei, dass auf diesem Weg Fortschritte erzielt worden seien, die schlechte Nachricht, dass "das nicht genug ist".

In diesem Sinn sei es notwendig, zur Schulbank zurückzukehren. Der EU-Innovationsgipfel sei "die erste Schulstunde" des neu eröffneten Schuljahrs, so Buzek. Rübig sagte, es seien neue Ideen für neue Produkte und neue Dienstleistungen notwendig. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe müssten stärker wettbewerbsfähig gemacht werden, um sich am Weltmarkt neu orientieren zu können.

Ideen wirtschaftlich umsetzen

Der Direktor von "Knowledge4Innovation", Roland Strauss, sagte, Europa fehle es keineswegs an Ideen. "Es geht darum, dieses Wissen auch wirtschaftlich umsetzen." Daher sei ein Rahmen für Innovation notwendig. Die ungarische EU-Abgeordnete Edit Herczog von den Sozialdemokraten bezeichnete Wissen als die Basis der Wirtschaft. Es sei eine der Hauptaufgaben des neuen EU-Parlaments, diese Innovations-Offensive zu starten.

Die ehemalige EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner, betonte, die Krise sei "kein Freund von Innovation". Allerdings könne dies kein Grund sein, Zeit zu verlieren. Der niederländische EU-Abgeordnete Lambert van Nistelrooij von der EVP verwies darauf, dass Europa sehr gut bei der Grundlagenforschung sei. "Was uns fehlt, ist die Kombination mit Innovation, die Umsetzung. Es mangelt auch an Geschwindigkeit" in diesem Bereich.

Innovation für nachhaltiges Wirtschaften

Hans van der Loo, Chef von Shell-Brüssel, gab zu bedenken, dass sich in den nächsten 40 Jahren die Nachfrage nach Nahrung und Produktionsmitteln verdoppeln werde. Deswegen sei eine Innovation für nachhaltiges Wirtschaften von Bedeutung. Am Anfang der "Pipeline muss man aber etwas hinein stecken, gute Schul- und Universitätsausbildung", damit am Ende auch etwas entsprechend gutes herauskommt. Außerdem müssten innovative Projekte gefördert werden. (APA)

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