ÖAW vergibt Erwin Schrödinger-Preis und Wilhelm Hartel-Preis

13. Oktober 2009, 17:44
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Akademie der Wissenschaften vergibt höchste Auszeichnungen an Bernd Mayer und Götz Pochat

Wien - Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat mit dem Erwin Schrödinger-Preis und dem Wilhelm Hartel-Preis ihre höchsten Auszeichnungen an Bernd Mayer und Götz Pochat vergeben. Zusätzlich wurden sieben Nachwuchswissenschafter geehrt. Die Verleihung der Preise findet am Freitag (16.10.) statt.

Der Pharmakologe Mayer erhält den mit 15.000 Euro dotierten Erwin Schrödinger-Preis 2009 "in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Biochemie und Pharmakologie von Stickoxiden sowie der NO-Biosynthese", heißt es in der Begründung der ÖAW. Er leitet das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Graz. Mayers Forschungsschwerpunkt ist Stickstoffmonoxid (NO), ein gasförmiges Signalmolekül, das in nahezu allen Zellen des Organismus gebildet wird und vielfältige physiologische Funktionen hat.

Der ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Wilhelm Hartel-Preis geht an Pochat "für seine hervorragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kunsttheorie und Ästhetik". Der Wissenschafter war von 1987 bis 2007 Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Graz. In seinen Forschungen beschäftigt er sich in erster Linie mit der Geschichte der Ästhetik, der Kunsttheorie und der Verwendung des Symbolbegriffs in der Kunst.

Preise für geistes- und sozialwissenschafte Arbeiten

Sieben weitere Preise der ÖAW werden "für außergewöhnliche Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern" vergeben: Die Preisträger aus dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften befassen sich in ihren Forschungsarbeiten mit der Schrift des Humanisten Eneas Silvius Piccolomini (Martin Wagendorfer), mit der Verwendung des Stereotyps der sogenannten "Zigeunermusik" in der europäischen Kultur (Anna G. Piotrowska) und der Transiterfahrung der Menschen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die "Gastarbeiterroute" benutzten (Manfred Pfaffenthaler).

Aus dem Bereich der Natur- und Biowissenschaften werden vier junge Forscherinnen ausgezeichnet. In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit der Entwicklungsgeschichte der Ostalpen im Neogen am Beispiel des Lavanttaler Beckens (Doris Reischenbacher), mit der paläontologischen Erforschung der Hyaenodonta, einer Gattung der Urraubtiere (Katharina Anna Bastl), mit der Synthese chemisch modifizierter Ribonukleinsäuren (Kathrin Lang) und mit dem Zusammenhang zwischen Veränderungen im 24-Stunden Biorhythmus und der Entstehung von Krebserkrankungen (Eva Schernhammer).

Mit dem Werner Welzig-Preis, der an Frauen und Männer vergeben wird, die in besonderer Weise zum öffentlichen Ansehen oder zum inneren Zusammenhalt der ÖAW beigetragen haben, werden weiters Gabriele Melischek und Josef Seethaler ausgezeichnet. Die Preisverleihung geht am 16. Oktober im Festsaal der ÖAW in Wien über die Bühne. (red/APA)

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