Fatah akzeptiert ägyptischen Vorschlag für Versöhnungsabkommen

13. Oktober 2009, 16:16

Fatah stimmt dem ägyptischen Dokument zu und will es innerhalb von 48 Stunden unterzeichnen

Ramallah - Aus Sicht der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas steht der Unterzeichnung eines Versöhnungsabkommens mit der rivalisierenden Hamas nichts mehr im Wege. Die wichtigste Palästinenserpartei erklärte sich am Dienstag bereit, angesichts von Kritik der Hamas auf eine geplante Zeremonie in Kairo zur Besiegelung der Vereinbarung zu verzichten. "Wir in der Fatah stimmen dem ägyptischen Dokument zu und werden es innerhalb von 48 Stunden unterzeichnen", sagte Parteifunktionär Assam al-Ahmad. "Wir warten darauf, dass die Hamas es akzeptiert."

Ein Sprecher der Islamisten erklärte, seine Bewegung habe sich noch nicht auf eine endgültige Haltung zu dem von Ägypten vermittelten Abkommen verständigt. Dieses sieht einen gemeinsamen Ausschuss der Palästinensergruppen vor, der als Verbindung zwischen den Regierungen im Fatah-kontrollierten Westjordanland und im unter Hamas-Kontrolle stehenden Gazastreifen fungieren soll. Außerdem ist die Bildung einer gemeinsamen Polizei geplant.

Die Fatah hatte die Verschiebung einer für die übernächste Woche in Kairo geplanten feierlichen Unterzeichnung gefordert. Zur Begründung verwies sie auf die von Abbas unter US-Druck gebilligte Vertagung einer Abstimmung im UN-Menschenrechtsrat über einen Bericht zum Gazakrieg, in dem Israel und der Hamas Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Am Dienstag kündigten die Vereinten Nationen in Genf an, auf Antrag der Palästinenser diese Woche eine Sondersitzung des Rats abzuhalten.

Der israelischen Zeitung "Haaretz" zufolge hat der US-Nahostgesandte George Mitchell Ägypten darüber informiert, dass die Regierung von Präsident Barack Obama das Versöhnungsabkommen in der vorliegenden Form nicht unterstütze. Bestimmte Aspekte des Vorschlags würden die US-Bemühungen für einen Neustart der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche untergraben, habe Mitchell nach Angaben aus der US-Regierung deutlich gemacht. Die US-Botschaft in Israel äußerte sich nicht zu dem Bericht. (Reuters)

khaleb
11
13.10.2009, 20:10
soso, statt einer unabhängigen Polizei

gibts jetzt eine "gemeinsame" Polizei.

Reddogg
 
73
13.10.2009, 21:38

Tja jenes was man schon hätte 2007 haben können unter einem neutralem Innenminister aber da hatte man ja noch die mil. Rückendeckung aus USA wie auch Israel (schleusten Fatah-Soldaten, die ihre Ausbildung in den USA genossen, nach Gaza ein) und war nicht bereit die Hoheit nach knapp einem Jahr Rechtsbrechung (siehe Wahl 2006 und Regierungsantritt der Hamas, da hätte die Hoheit auf den damals eingesetzten IM gehen müssen wie auch in jedem europ. Land) abzugeben. Und dann heulte man knapp nen halbes Jahr später dass ihre Machtergreifung nicht gelang und sogar umgedreht wurde...

joey rashid
 
22
14.10.2009, 12:04
aber hamas

lieber brauner hund kannst du nicht mit jeder europäischen regierung vergleichen

Reddogg
 
11
14.10.2009, 18:32

Stimmt genauso diese Wahlen die in den paläst. Gebieten absolut fair, frei etc. abliefen. Doch leider nach "westl. Standard" nicht den richtigen Mann an die Spitze brachte. Deswegen sind die Wahlen aus den paläst. Gebieten, Iran etc. "kritikwürdig", "inkorrekt", "falsch" etc. Aber z.B. die Wahl in Afghanistan war "korrekt", "in Ordnung" und die paar Wahlmanipulationen (ca. 2000, mehr als 800 bewiesene nach nicht mal einer Woche!) kommen halt in jeder Demokratie vor, Holbrook US-Gesandter für Afghanistan und Pakistan).
Dies ist die hochnäsige und heuchlerische "westl. Demokratie" und da kann man nachvollziehn warum manche Länder so einen Quark nicht akzeptieren und nachvollziehen können und uns dies mit dem spiel aufzeigen.

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