Entführter Priester in Händen Krimineller

13. Oktober 2009, 13:05
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Offenbar kein politischer Hintergrund

Ein auf den Philippinen entführter irischer Priester ist nach neuen Erkenntnissen nicht in der Hand muslimischer Rebellen. Hinter der Tat werde die Entführerbande "Pentagon" vermutet, sagte Generalmajor Ben Dolorfino am Dienstag. Augenzeugen sahen den Missionar Michael Sinnott (78) am Montag mindestens drei Mal in der Gewalt seiner Entführer in der Provinz Lanao, rund 810 Kilometer südlich von Manila - der Polizei gelang es aber nicht, die Männer festzunehmen.

Die Pentagon-Bande setzt sich aus abtrünnigen Kämpfern der muslimischen Moro-Befreiungsfront zusammen, die aber als rein kriminelles Syndikat gelten. Zunächst hatte die Polizei angenommen, der Missionar könne in die Hände der Terrororganisation Abu Sayyaf gefallen sein. Die Region ist eine ihrer Hochburgen. Sinnott arbeitete seit 1966 in der Gegend.

Sinnott war am Sonntag aus seinem Ordenshaus in Pagadian im muslimischen Süden der Philippinen entführt worden. Nach Angaben der Provinzregierung haben die Entführer zunächst keine Lösegeldforderung gestellt. "Wir können nur abwarten", sagte der Sprecher Allan Molde. (APA)

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