Google Maps: Abschied von zugekauften Kartendaten

13. Oktober 2009, 12:26
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Informationen von Tele Atlas werden durch eigene Daten und jene der Community ersetzt - Vorerst nur in den USA

Wer in den letzten Tagen bei der Nutzung von Google Maps etwas näher hingeschaut hat, dem wird es vielleicht schon aufgefallen sein: In den gesamten USA gibt man als Quelle für die Kartendaten neuerdings Google selbst an, bis vor kurzem hatte man noch Tele Atlas in den Copyright-Informationen angeführt.

Basis

Mittlerweile wurde von Seiten des Kartenspezialisten bestätigt, dass die Zusammenarbeit von Seiten Googles beendet wurde - vorerst allerdings nur in den USA, für den Rest der Welt wird weiterhin auf die Tele-Atlas-Daten zurückgegriffen. Künftig bilden also öffentlich zugängliche Infos sowie die von Google selbst - etwa durch die Street-View-Autos - gesammelten Daten die Basis der Google-Maps-Darstellung in den USA. Seit kurzem erleichtert Google außerdem der Community selbst Korrekturen vorzuschlagen.

Nutzung

Da sich Google zu diesem Schritt bislang öffentlich nicht geäußert hat, lässt sich über die zugrunde liegende Motivation nur spekulieren: Eine gewisse Rolle dürfte dabei wohl gespielt haben, dass Google Tele Atlas einiges an Lizenzgebühren zahlt - immerhin werden Kartendaten bislang auf recht hohem Preisniveau gehandelt. Wichtiger aber wohl noch, dass Google mit den eigenen Daten wesentlich freier verfahren kann als mit den zugekauften, also auch neue Services rund um diese entwickeln kann. (apo, derStandard.at, 13.10.2009)

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