Das Ende des E-Mails?

Gregor Kucera, 13. Oktober 2009, 12:28
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    Spam ist einer der Hauptgründe weswegen die E-Mail-Kommunikation immer unpopulärer wird. E-Mail als Fax der Zukunft scheint eine Alternative.

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Die elektronische Post hat als Kommunikationsmittel ausgedient, es kann die modernen Erfordernisse nicht mehr erfüllen - Die Zukunft: Google Wave, Facebook und Twitter?

Ist der Mensch für die E-Mail-Kommunikation geschaffen? Kann man zwischen all den Spam-Meldungen und unwichtigem Blabla die wesentlichen Informationen noch herausfinden? Und wie viel kostet es den ArbeitnehmerInnen an Zeit beziehungsweise den ArbeitgeberInnen an Geld die Postfächer ordentlich zu warten? Schon seit geraumer Zeit prognostizieren Unternehmen das Ende der E-Mail-Kommunikation - zumindest einmal in Unternehmen. Vielfach werden Chats in großen Konzernen schon standardmäßig für die interne Kommunikation eingesetzt. Nun melden sich auch AnalystInnen zu Wort, die durch Facebook, Twitter - aber vor allem auch Google Wave eine neue Ära eingeläutet sehen wollen.

Das Erreichbarkeitsdilemma

Der Knackpunkt moderner Kommunikationsformen ist ein altbekanntes Problem: Wer ist wann, wo und wie am besten erreichbar? Die IT-Branche subsumierte die technische Lösung dieser Problematik bislang unter dem Begriff "Unified Communications" Eine IT-Lösung, bei der die AnwenderInnen stets ihren aktuellen Status eintragen müssen, verbindet an die richtige Stelle über das richtige und passende Kommunikationstool.

Die passiv-aktiv Kommunikation

Die neue Ära der Kommunikation haben nun auch namhafte US-Medien, wie TechCrunch oder WallStreet Journal ausgerufen. Während das WallStreet Journal die Zukunft in Twitter und Facebook sieht, setzt TechCrunch auf Google Wave. Die bisherigen Kommunikationstools, sind meist nur in einer Richtung nutzbar - also entweder "passiv" oder "aktiv" - Chat brachte hier eine Zwei-Wege-Echtzeit-Kommunikation. Twitter hingegen ist aus Sicht von TechCrunch ein zutiefst passives Medium. Google Wave hingegen das Beste aus beiden Welten - man könne aktiv partizipieren, sich aber auch zurücklehnen und die Gespräche mitverfolgen.

Facebook als unüberschaubarer Haufen

Facebook versucht nun möglichst viele Kommunikationsformen zu verbinden, was allerdings für viele AnwenderInnen und AnalystInnen einen unübersichtlicher Haufen ergibt und daher nur sehr begrenzt in allen Varianten und mit allen Möglichkeiten genutzt wird.

Es geht um die Plattform

Google Wave habe derzeit zwischen dem tatsächlich Machbaren und dem Medien-Hype seinen Platz zu finden, so TechCrunch. Allerdings ginge es dabei nicht um eine Lösung, sondern um eine Plattform - wie man es von Google in der letzten Zeit gewöhnt ist: "Wave, als Google webbasierter Client, wird nur eine bestimmte UserInnen-Gruppe ansprechen. Hätte irgendjemand vermutet, dass Twitter heute dort wäre. wo es ist, wenn es nur twitter.com gegeben hätte? Nein. Wave Desktop und Mobile Apps, interne Unternehmenslösungen mit Wave - es geht um die Plattform, nicht um das Produkt. Oder besser gesagt es geht um die Schlüsselidee hinter der Kommunikation.(Gregor Kucera, derStandard.at vom 13.10.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 163
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Chester1980
00
19.10.2009, 07:02

irgendwie stimmt der Artikel schon; bei den ganzen Spam Mails die ständig im Umlauf sind, ist es mir tw. schon vergangen überhaupt Outlook zu öffnen. gut, mit facebook, twitter und dergleichen hab ich nicht wirklich viel am Hut, aber skype wurde für mich zur ner sehr netten lösung, da kann ich zumindest angeben ob ich online bin oder nicht UND ich bekomm keinen Spam.

Sambapati
00
18.10.2009, 08:10
an den Haaren herbeigezogene Meldung

"Ende des eMails" - ??? Wer ist schon dauernd erreichbar oder will sofort antworten?
Wen interessiert permanentes Onlinesein bzw. wer kann das?

Den Outlook macht man auf, wenn man will und antwortet auch dann.

Warum sollen versch. Systeme nicht nebeneinander bestehen können. Wenn man sich nur annähernd auskennt, hat man keinen Spam.

Dann sollte man darüber schreiben - bei allem Respekt

Als hätten soziale Netzwerke denn keine spamartigen Anteile

Harald Nowak
00
15.10.2009, 22:36
Was soll das...

...bringen ständig etwas das funktioniert - und deutlich besser als alles was davor war - schlechtzureden? Wenn was noch besseres kommt werden wirs schon merken und auch gern verwenden - aber Twitter, Chat, Facebook? Gehts noch einfallsloser? Keine Veranlassung das Ende von email herbeizuschwafeln.

Georg T
01
15.10.2009, 21:05

nur ein offenes protokoll kann email ersetzen, und das ist facebook nicht und wird es auch nicht werden

Unbekannter
00
25.10.2009, 15:31
wave

hat ein offenes protokoll

Hendl
00
25.10.2009, 15:46
bist sicher?

für mich ists ein datenformat, das auf win, mac und linux gut zu gebrauchen ist.... ;)

Michl52
00
14.10.2009, 22:51
Vielleicht gibt es einmal etwas anderes wie Internet

IPV6 wird einiges Verändern, ich kann mir überhaupt eine Änderung der Kommunikationswege vorstellen.
Mit email ist es wie mit der Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr oder umgekehrt: wenn es schon viele Nutzer gibt, erschwert das die Umstellung. Dabei wären Änderungen dringend erforderlich: Verschlüsselung und eindeutig zuordenbare digitale Signatur. Das gibt es zwar, wird derzeit aber sogut wie gar nicht angenommen - weil es zu kompliziert ist.

Beiddenker
00
15.10.2009, 00:02
Hmm, und wenn ich ein E-Mail verschlüssle und signiere ist ...

... es dann kein E-Mail mehr?

sixela
00
14.10.2009, 12:48
Geh bitte

Jedes Kind weiss, was Spam ist und was nicht, und mit guten Filtern macht es hoechstens 30% der Mails aus, die mit einem Knopfdruck geloescht werden koennen.

E-Mail ist fuer mich weiterhin um Klassen besser als all die unuebersichtlichen und vor allem voellig ueberladenen Social Network-Anwendungen.

coder24
00
14.10.2009, 11:33
Twitter und Facebook?

... Geschäfts-Postkarten? ... na ja ...

Außerirdischer
00
14.10.2009, 10:49
Ich bin durchaus technick-affin, schreibe aber vieles noch mit Füllfeder!

An die Geschmeidigkeit einer Goldfeder kommt kein anderes Schreibgerät heran. Ist nicht so teuer, wenn man ein bißchen sucht. Ich bin kreativer, wenn mir das Schreiben Spaß macht und ich kanns nachher besser lesen als mit Kuli.

Für Kalendereinträge unterwegs verwende ich einen Mix aus aufklappbarem Handy (synchronisiert mit laptop) und leider noch immer einen Übersichtsplan aus Papier - weil mir selbst die größten Handy-Bildschirme nicht einmal 2 Wochen - mit Eintragungen, meinetwegen nur mit Kürzeln - auf einen Blick zeigen können.

Ich richte mich nach meinen beruflichen und privaten Bedürfnissen, nach der Qualität, ob's mir Spaß macht, seinem Preis und werde daher auch noch weiterhin Emails verwenden ;0)

Beiddenker
033
14.10.2009, 10:06
Das "Erreichbarkeitsdilemma" ist ein künstliches ...

... ich bevorzuge GERADE DESWEGEN E-Mail, weil mir diese Kommunikationsart es mir ermöglicht dann zu reagieren, wenn ICH Zeit und Lust dazu habe.

Und genau deswegen wird es E-Mail noch lange Zeit geben.

Wolfgang X
00
15.10.2009, 13:21
richtig.

noch bessere idee: jeder mitarbeiter muss eine webcam haben, und die muss er sogar auf die toilette mitnehmen! wehe der mitarbeiter antwortet nicht sekundenschnell oder sein gesicht verschwindet vom schirm des chefs!

und in weiterer folge muss jeder österreicher rund um die uhr auf einer webcam zu sehen sein, sonst funkt das ja nie mit dem überwachungsstaat! ;-)

Monopoly mit Hut
00
14.10.2009, 12:18

Danke.

Es gibt also glücklicherweise noch immer Leute, die das Prinzip der asynchronen Kommunikation verstanden haben.

Beiddenker
00
14.10.2009, 21:25
Genau - und die anderen, die das Prinzip nicht ...

... verstanden haben, gehen im eigenen Kommunikationsstress unter *G*

Fuzzerl
00
14.10.2009, 10:51

(grün)

Beiddenker
00
14.10.2009, 21:23
Danke, ich dachte (FAST), dass ich schon zu alt sei *ggg* ...

... für diese glücksbringenden, neuen "Technologien" :-)

Fuzzerl
00
14.10.2009, 22:20

das Prinzip hast offensichtlich verstanden; übrigens: mit siebzehn fängt das leben erst an ;)

Michael Bakunin
02
14.10.2009, 09:44
falsche einschätzung

ich denke, der autor unterliegt da einer völlig falschen einschätzung. e-mail ist nach wie vor das hauptkommunikationsmittel, gerade im geschäftsbereich.
kein mensch wird ernsthaft die innerbetriebliche kommunikation auf facebook oder twitter umstellen wollen. und google waves bringt auch nicht wirklich was neues. da mach ich mir keine sorgen um die lebensdauer der e-mail-technologie. ;-)

df df
00
14.10.2009, 10:48
der autor?

sie haben den Artikel nicht gelesen ...

Fuzzerl
00
14.10.2009, 10:53

irgendwer hat den stuss geschrieben, odrrr?

1 Wolfgang 1
00
14.10.2009, 10:06

bin ich mir nicht so sicher. Brief und später Fax waren auch einmal das Hauptkommunikationsmittel im Geschäftsbereich.

In so manchem großen Konzern wurde schon vor Jahren der Messanger installiert mit der Empfehlung, dieses Tool für die "schnelle Kommunikation" zu nutzen - da ist es dann zu facebook, etc auch nicht mehr weit. Ich weiß nicht, wie gut man bei Facebook o.ä. Nachrichten archivieren kann, aber möglicherweise wird diese Form der Kommunikation auch geschäftlich immer mehr genutzt, bekommt immer mehr Features und plötzlich ist email alt und vergleichsweise langsam und daher tot.

Das Leben ist halt Veränderung :-)

sixela
00
14.10.2009, 12:50

Ja, bei uns ist auch ein Messanger auch installiert. Aber keiner benutzt ihn.

1 Wolfgang 1
00
14.10.2009, 13:00

das kenn ich von wo :-)

Michael Bakunin
01
14.10.2009, 11:15

was soll an messanger oder facebook schneller sein als an e-mail?

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