Brennende Schmerzen mit elektrisierender Wirkung

13. Oktober 2009, 11:24
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Welttag für Neuropathische Schmerzen soll Betroffene motivieren über ihre Schmerzen zu reden

Wien - Schätzungen zufolge leiden in Europa mehr als 17 Millionen Menschen unter neuropathischen Schmerzen. Am heutigen Welttag für Neuropathischen Schmerz wird deshalb verstärkt auf die verheernden Folgen der Erkrankung aufmerksam gemacht. 

Neuropathischer Schmerz ist eine chronische Erkrankung, die häufig in Zusammenhang mit anderen Krankheiten, wie Diabetes, Gürtelrose, HIV oder Krebs auftritt. Die Qualität des Schmerzes ist eine besonders unangenehme. Häufig beschreiben Betroffene Nervenschmerzen als "brennend", "stechend" oder "elektrisierend". Die Auswirkungen auf die Lebensqualität des einzelnen sind verheerend. Neben der sinkenen Schlafqualität sinkt, sind auch viele andere Bereiche des Privat- und Arbeitslebens massiv beeinträchtigt. Besonders problematisch für die Betroffenen: Zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose vergehen oft bis zu sieben Jahre. Wertvolle Zeit, in der die Patienten keine adäquate Therapie erhalten.

Dazu erklärte Harry Kletzko, Präsident des Neuropathic Pain Network: "Es ist wichtig, dass sich Patienten und Ärzte der gleichen Sprache bedienen, um den Schmerz zu beschreiben, denn nur so kann man gemeinsam zur richtigen Diagnose und zu einer effektiven Therapie gelangen. Wir hoffen, dass der Welttag für Neuropathischen Schmerz betroffenen Menschen als Motivation dienen wird, über ihre Schmerzen zu sprechen und eine genaue Diagnose für ihre Probleme einzuholen, um so ihrem oft seit Jahren bestehendem Leidensdruck ein Ende zu setzen." (red)

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