"Sozialdemokratie steckt noch im Industriezeitalter"

13. Oktober 2009, 09:03
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Kabarettist vermisst bei SPÖ die richtigen Themen

Werner Schneyder, Kabarettist und österreichischer Parade-Querdenker, kommt mit seinem Programm "Ich bin konservativ" am 12. November ins Wiener Burgtheater. Doch bereits jetzt kann sich Schneyder in einem APA-Interview manche Anmerkung zur heimischen Politik, insbesondere zur Sozialdemokratie nicht verkneifen.

Angesprochen auf den aktuellen Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann, bekennt Schneyder: "Ich kenne ihn nicht und kann ihn daher auch nicht beurteilen. Er vermittelt mir nichts, das mich neugierig machen würde. Ich bin der Meinung, dass die Sozialdemokratie die Grundthemen wie sozialen Ausgleich und sinnvolle Aufteilung der Lohnarbeit überhaupt nicht besetzt. Die stecken noch im industriellen Zeitalter. Es hat sich bei ihnen noch nicht herumgesprochen, dass das vorbei ist. Wir sind im Computerzeitalter!"

Die jüngsten Wahlniederlagen der Sozialdemokraten in Österreich und Deutschland scheinen für ihn nur folgerichtig. Schneyder: "Sie halten 'Wachstum' immer noch für die umfassende Problemlösung. Sie scheinen keine Bücher lesen und begreifen zu wollen." (APA)

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    Schneyder: "Die Sozialdemokratie hält 'Wachstum' immer noch für die umfassende Problemlösung."

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