Beginn des Musikfestivals Salam Orient

12. Oktober 2009, 18:40
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Das Festival Salam Orient hebt unverdrossen neuerlich an, klingende Brücken in jenes imaginäre Terrain zu bauen

Wien - Diesmal reicht er von Mali bis Japan, der Orient, jener ungreifbare Raum, der laut dem palistensisch-amerikanischen Kulturtheoretiker Edward Said nur als Produkt westlicher Fantasie existiert. Das Festival Salam Orient hebt unverdrossen neuerlich an, klingende Brücken in jenes imaginäre Terrain zu bauen.

Mali kommt in Gestalt der Tuareg-Wüsten-Blueser Tinariwen nach Wien, Japan tut dies in Gestalt der Koto-Spielerin Miezko Miyazaki, Teil des neuen Trios von Gitarrist Nguyên Lê. Davor harrt der tunesische Oud-Meister Anouar Brahem seines Einsatzes, während Indiens Violinisten-Superstar L. Subramaniam nach einem Autounfall absagen musste.

Auch heimische Sänger-Poeten kommen zu Wort: Marwan Abado präsentiert die neue CD Nard. Und die heute, Dienstag, anberaumte Eröffnung bestreitet - nach einem Vortrag der türkischen Friedensaktivistin Pinar Selek - der algerische Wahl-Wiener Kadero El Hamadoui samt Vienna Rai Orchester und Gast Otto Lechner. Denn genau genommen beginnt ja der Orient (auch) in Wien. (Andreas Felber, DER STANDARD/Printausgabe 13.10.2009)

 

Info

13. 10. Odeon, 2., Taborstr. 10: Pinar Selek / Kadero & Vienna Rai Orchester. 01/216 51 27, 19.30 Uhr

Link

Salam Orient

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