Holztechnologie und Holzbau

13. Oktober 2009, 14:54
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Expertenwissen über ökologische Bauweisen ist gefragt, wie das steigende Aus- und Weiterbildungsangebot zum Thema "Bauen mit Holz" bestätigt

"Holz wird eher als traditionell und konservativ interpretiert, aber das ist nicht so", erklärt Alexander Petutschnigg, Studiengangsleiter des Studiums "Holztechnologie und Holzbau" an der FH Salzburg, Standort Kuchl. Österreich sei weltweit der fünftgrößte Schnittholz-Exporteur. "Das liegt nicht etwa daran, dass wir so viel Holz hätten, sondern an unserer Kompetenz", stellt Petutschnigg fest.

"Nach dem Pflichtpraktikum einen Job"

Das Studium ist in ganz Österreich das einzige FH-Studium, das sich rein auf die Gestaltung und Bauweise mit Holz spezialisiert hat. Sogar vom benachbarten Deutschland würden Studenten kommen. Neben dem Netzwerken mit Betrieben der Holzindustrie arbeitet man an der FH Kuchl auch mit heimischen Universitäten, etwa der Boku Wien zusammen. Petutschnigg zufolge hätten viele Studenten "in der Regel nach dem Pflichtpraktikum einen Job." Allerdings würde von den Firmen Flexibilität gefordert. Als mögliche Arbeitgeber in der Holzindustrie nennt er den Skihersteller Atomic, den Büroausstatter Bene und den Holzpwarenroduzenten Kaindl.

Angebot von Universitäten

Der Umgang mit dem Werkstoff Holz wird zusätzlich an heimischen Universitäten behandelt: Die Boku Wien bietet das Bachelorstudium "Holz- und Naturfasertechnologie" sowie das Masterstudium "Holztechnologie und Management" an. An der TU Graz kann man "Bauingenieurwissenschaften, Umwelt und Wirtschaft" (Bachelor) studieren. Im Masterstudium kann man zwischen vier Spezialisierungen wählen, eine davon heißt "Bauingenieurwissenschaften - Konstruktiver Ingenieurbau" und befasst sich unter anderem mit Holzbau. Auch an der TU Wien kann man "Bauingenieurwesen und Infrastrukturmanagement" (Bachelor) studieren und im das Masterstudium zwischen drei Studien sowie dem interfakultären Studium "Materialwissenschaften" wählen.

Masterprogramme und Lehrgänge

Die TU Wien bietet das postgraduale Masterprogramm "Urban Wood" in Kooperation mit der TU Dresden (Deutschland) und dem Politecnico di Torino (Italien) an. Die vier Semester kosten 10.000 Euro, Unterrichtssprache ist Englisch, nächster Studienstart ist im September 2010. Das Studium richtet sich laut Homepage vor allem an Absolventen der Bereiche Architektur, Stadtplanung und Hochbau.

An der Universität Innsbruck kann man "Bau- und Umweltingenieurwissenschaften" (Bachelor und Master) studieren. Die Kunstuniversität Linz bietet den berufsbegleitenden Masterlehrgang "Überholz" an. (red, derStandard.at, 13.10.2009)

 

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