Voves

"Werner Faymann muss Diskussion sehr ernst nehmen"

12. Oktober 2009, 18:20

Steirischer Landeshauptmann will den "Mittelstand und die sozial Schwachen schützen"

Wien/Graz - Franz Voves, steirischer Landeshauptmann und SPÖ-Landeschef, will sich "nicht abbringen lassen" und die Forderung nach "Verteilungsgerechtigkeit" - was im Kern eine starke Belastung der Vermögenden beinhalte - weiter in seiner Partei lautstark propagieren. Dieses "zentrale Thema der SPÖ" werde auch im Fokus der Debatten im Parteipräsidium und -Vorstand morgen, Mittwoch, in Wien stehen, sagte Voves in Graz am Montag im Gespräch mit dem Standard.

Es werde jedenfalls "kein Köpferollen geben", ergänzte Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter. Die Wahlniederlagen würden jedoch Thema der Parteigremien sein.

Für Franz Voves führt nach wie vor "kein Weg an einer stärkeren Besteuerung der Superverdiener, ob Konzerne oder Privatpersonen", vorbei. In allen Landesorganisationen werde dies so gesehen. Voves: "Jeder in der Partei, auch Werner Faymann, ist aufgerufen, diese Diskussion sehr ernst zu nehmen. Ohne zusätzliche Einnahmen wird es nicht gehen. Wir werden sonst nicht auf die Milliarden kommen, die wir zur Aufrechterhaltung unserer Sozialstaatlichkeit brauchen."

Kürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich werde es "mit der SPÖ nicht geben" . Voves: "Wir müssen den Mittelstand und die sozial Schwachen schützen."  (Walter Müller, DER STANDARD, Printausgabe, 13.10.2009)

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19 Postings
Unpolitisch
02
14.10.2009, 16:03
Präsidium

Wenn man sich das Ergebnis des heutigen Bundesparteipräsidiums ansieht, hat Voves geirrt.

Es gibt weiterhin keine große Diskussion, sondern nur einen Arbeitskreis und der wird seine Ergebnisse erst nach der Steiermarkwahl präsentieren...

anton-notan
11
13.10.2009, 17:54
an voves wird kein weg mehr vorbeiführen.

und das meine ich als nichtsteirer.

Tony Stark
00
13.10.2009, 14:41
Ich will nicht dass ihr diese Art Staatlichkeit aufrecht erhaltet.

mikromalist
 
03
13.10.2009, 12:51
Was wird wohl in den Geschichtsbüchern stehen?

Faymann, der Schwache; Voves, der Laute; Häupl, der Grobe; E Haider, der Untergeher, Hundstorfer, der Einfältige; Rudas, die Unnötige; Prammer, die Geschmeidige; ..... ?

andreas00
00
14.10.2009, 19:40

und über dieser Klausur kreisen die Geier ;))))

coldturkey
00
13.10.2009, 12:14

Für mich zeigt sich an der ganzen Situation (und ähnlich in Deutschland) daß die "Große" Koalition ein politisches Unding ist und eine von beiden Parteien in einer solchen Konstellation zwangsläufig Schiffbruch erleiden muß - oder manchmal auch beide. Daß es in beiden Ländern die Sozialdemokraten erwischt hat liegt daran daß diese Parteien von ihrer Ideologie und Geschichte her gerade jetzt ein wesentlich größeres Glaubwürdigkeitsproblem mit einem "Kurs der Mitte" haben, wie er von einer Großen Koalition zwangsläufig beschritten wird, als die in diesem Bereich des politischen Spektrums seit jeher beheimateten konservativen Parteien. Poltische Parteien UND Koalitionen brauchen aber ein deutlich erkennbares Profil um erfolgreich zu sein.

coldturkey
00
13.10.2009, 12:22

Deshalb ist mir ein "Rechtsbündnis", so es von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt und damit wohl auch gewünscht wird, allenthalben lieber als eine "Koalition" der Mitte, steht einem solchermaßen deutlich positionierten Bündnis doch logischerweise eine ebenso deutlich positionierte, starke Opposition gegenüber - die optimale Konstellation für einen lebendigen, produktiven Parlamentarismus und einen fruchtbaren Wettstreit der politischen Richtungen und Ideen, in dem sich jene Richtung durchsetzt, die von der Mehrheit der Bevölkerung zum Zeitpunkt der jeweiligen Wahl eben präferiert wird. Das ist Demokratie.

Inno Vision
 
01
13.10.2009, 11:42
Kein Rückrat ist der Kardinalfehler der SPÖ ! Umgeben von Valotten

was bei der Bawag geschah, war im Einflussbereich der SPÖ und Gewerkschaft. Warum ließ man dort die Plattinger schalten und walten? Ganz einfach, die Gewerkschaft ist weit weg von demokratischen Strukturen und konnte ihre eigenen Valotten nicht orten. die Gewerkschaft ist ausmmeiner Praxis ein Gruppierung, die Akademikergehälter genießt, obwohl kaum jemand Matur hat und die überhaupt nicht handeln, wenn gemobbt wird - einfach schwach und zahnlose Selbstdarsteller, meit ohen geistiges Niveau. Gusenbauer zählt einen Martin Schlaff zu seinen Freunden. Der wahrscheinlich fünftreichste Österreicher, hat immer wieder Provisionen kassiert, dass man sich nur noch wundert und dass bei teilstaatlichen Betrieben. Dafür

che flash
 
02
13.10.2009, 08:23
Voves hat doch recht

Doch was er und viele seiner Kollegen denken, aber die meisten nicht zu sagen wagen, ist, das Faymann unbedingt vor der nächsten Wahl weg muss, da die SPÖ sonst wirklich ein für alle Mal ihre Glaubwürdigkeit eingebüst haben wird.
Faymann ist kein Sozialdemokrat, er hat überhaupt kein Gefühl für "die kleinen Leute", um das plakativ auszudrücken.
Aber was ist schlechter und schädigt die Sozialdemokratie mehr: Den demokratischen Willen der Parteibasis Ausdruck zu verleihen, dass Faymann kein legitimer Spitzenkanditat ist, oder untätig zuzusehen, wie er die SPÖ für sehr, sehr lange Zeit massiv schädigt und zur Kleinpartei machen wird. Ein drittes Mal nach Gusi und Faymann wird kein Vertrauen aufzubauen sein. Schämt Euch

Almi66
02
13.10.2009, 05:33
Voves ist endlich einer, der der unerträglichen Kapitalismuspolitik der ÖVP etwas entgegen setzt

Stichwort: Sozialschmarotzer und soziale Hängematte. Das einzige wovor eine ÖVP wirklich Angst hat, ist, dass zu faire Sozialleistungen die Mindestlöhne auf ein erträgliches Niveau treiben und damit einer erfolgreichen Ausbeutung der wenig verdienenden Massen entgegen stehen.

Tony Stark
00
13.10.2009, 14:42
Definiere "faire Sozialleistungen"

klartextreden
01
13.10.2009, 10:55
Die SPÖ verkommt immer mehr zur "SandlerParteiÖsterreichs!"

Der SPÖ sei ins Stammbuch geschrieben:
>Stefan Zweig:
"Politik und Wahrhaftigkeit wohnen selten unter dem selben Dach."<
>Ratschlag von Präsident Kennedy:
„Fragen Sie nicht, was Ihr Land für Sie tun kann, sondern fragen Sie, was Sie für Ihr Land tun können.“<
Die fleissigen Arbeiter und Angestellten, vom so genannten Mittelstand, haben sich scharenweise von der SPÖ verabschiedet. Dem Mittelstand bürdet man hohe Steuern auf, um diese "sozial" zu verteilen.
Was ist nicht sozial?: Sicher Sozialschmarotzertum, Nichtwollen von gesunden Bürgern zum Arbeiten,....
>Jeder gesunde Bürger soll und muß bemüht sein, im Rahmen seiner Möglichkeiten, seinen Anteil zum Gemeinwohl beizutragen !!!<

Almi66
11
13.10.2009, 11:12
Der falsche Feind..

Die ÖVP redet dem kleinen Mann nun ein, dass er für seine Tüchtigkeit nicht auch noch bezahlen soll (wer früh aufsteht, soll nicht dafür büßen müssen)

Stimmung soll damit gegen Sozialempfänger gemacht werden, denen es viel zu gut ginge.

Was nie gesagt wird: Viele Menschen stehen sehr früh auf und bekommen sehr wenig Geld dafür, da sind aber nicht die Sozialempfänger Schuld, sondern die kapitalistischen Ausbeuter (im ÖVP-Sprech: Die anständigen und tüchtigen Gewerbetreibenden)

illuminat_0815
02
13.10.2009, 08:42
keine fairen Sozialleistungen?

Ich bitte Sie bevor sie so ein Kommentar abgeben einfach mal folgenden Artikel zu lesen --> http://diepresse.com/home/wirt... ect=513847

che flash
 
03
13.10.2009, 00:36
Voves hat recht

Und zwar auf voller Linie. Er darf nur nicht aussprechen, was er und viele andere in der Partei denken. Das Problem ist, das diese debile Grinsekatze überhaupt nichts und niemanden ernst nimmt. Außer es geht um seine eigene Haut (Macht, Besitz, Privilegien.

Faymann ist kein Sozialdemokrat!

Laird of Glenmore
00
12.10.2009, 23:22
Wenn Rote mal von "...ständen" reden,

dann kommt der Ständestaat auch bald wieder.

Mittelschicht oder Mittelklasse ist halt einfach zu soziologisch oder gar marxistisch - pfui...

storchi
00
12.10.2009, 20:23

Alle Politiker sollten nicht nur die Diskussion sehr ernst nehmen, sondern auch Ergebnisse liefern - und endlich die seit Jahrzehnten überfälligen Strukturreform umsetzen, um dadurch UNSER Geld zu sparen - bevor lauthals verkündet wird, ohne zusätzliche Einnahmen ginge es nicht. Zuerst sparen, dann um mehr Geld fragen!

che flash
 
13
13.10.2009, 00:45
Strukturform

Diese dummen Nachplapperfloskeln. Struktur-, Verwaltungsreform, Ausgabenseitig sparen, keine neuen Steuern...
Wenn man den Menschen nur einmal klar kommunizieren würde, dass es hier um Steuern geht, die nur eine reiche Minderheit betreffen (das oberste 1% der Bevölkerung verfügt über das selbe Vermögen wie die unteren 90%) und den leeren, konservativen Probagandaparolen etwas entgegensetzen würde, wäre doch der Mehrheit egal, ob einnahmen oder ausgabenseitig gespart wird. Es muss um-, das heißt gerecht verteilt werden. Keiner hat so viel Einkommen und Vermögen verdient, wie gewisse Bevölkerungsgruppen illegitimer weise kassieren bzw. angehäuft haben.
Ob ich jetzt mehr bekomme oder mir weniger genommen wird, kommt doch auf das Selbe hinaus.

Theleftone
00
13.10.2009, 08:32

Meinen sie die Beamten?

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