Sakralraum trifft Äther

12. Oktober 2009, 17:40
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Die Messen und Oratorien ergänzt das Linz-09-Projekt Sonus Loci seit September um Neue Musik

In klassischer Hinsicht erfreut sich der Kirchenraum ja des Öfteren der musikalischen Bespielung. Die Messen und Oratorien ergänzt das Linz-09-Projekt Sonus Loci seit September nun um Neue Musik. Die Sakralräume werden mit Klängen gefüllt, die sich der Spiritualität der Umgebung nicht verweigern und jeweils ortsspezifisch komponiert wurden.

Morgen, Mittwoch, findet das Projekt mit dem raumübergreifenden Konzert "Sonus Loci Aetheris" seinen Abschluss. Die an zehn Orten zeitgleich durchgeführten Konzerte verbindet eine elektroakustische Klangspur, die via Radio in die jeweiligen Kirchen übertragen wird. Elemente dieser Tonspur lassen die Musiker in ihre Improvisationen einfließen, was wiederum aufgenommen wird und weitere Verbreitung über den Äther findet.

Im Zentrum steht aber die ortsspezifische Themenwahl: Die in einer ehemaligen Maschinenhalle beheimatete Kirche Marcel Callo wird etwa vom Ensemble Ritornell als "Kraftraum" bespielt.

In der protestantischen Martin-Luther-Kirche widmen sich Margarete Jungen und Karen Schlimp mit Stimme und Orgel dem Nachklang der Worte. Und während die Synagoge als Raum der Erinnerung reflektiert wird (von Seçil Koparer und Günther Gessert) loten Werner Puntigam und Marcus Huemer den scheinbar unendlichen Raum des Mariendoms aus. (wo, DER STANDARD/Printausgabe 13.10.2009)

Info
14. 10., Linz 09, in den Kirchen St. Markus, Marcel Callo, Martin Luther, St. Magdalena, St. Theresia, Ursulinenkirche, Martinskirche, Stadtpfarrkirche, Mariendom und Synagoge Linz, jeweils 20.00 Uhr

 

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