Gene mit Auswirkungen auf Blutzellen identifiziert

12. Oktober 2009, 15:22
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Forscher untersuchten die Erbanlagen von rund 14.000 Menschen

Greifswald - Eine internationale Gruppe von Wissenschaftern hat Gene entschlüsselt, die sich auf die Anzahl und Größe der wichtigsten menschlichen Blutzellen auswirken. "Die Ergebnisse haben weitreichende Bedeutung für das Verständnis der Entstehung von vielen Erkrankungen", teilte Andreas Greinacher vom Greifswalder Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin am Sonntag mit. Diese Gene beeinflussen über die Größe und Anzahl der Blutzellen Faktoren wie auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen oder auch die Entwicklung von Krebszellen. Die Ergebnisse werden im November in der Zeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.

In dem Gemeinschaftswerk von 80 Forschern unter Federführung des britischen Wellcome Trust Sanger Instituts wurden die Erbanlagen von rund 14.000 Menschen untersucht. Die Wissenschafter analysierten mehr als zwei Millionen genetische Unterschiede und konnten 22 genetische Veränderungen herausfiltern, die für die Zahl und die Größe von Blutzellen von Bedeutung sind. Davon sind den Experten zufolge 15 Genvarianten weltweit erstmals identifiziert worden. (APA/red)

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