Erektionsprobleme als Warnsignal

12. Oktober 2009, 15:08
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Die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion steigt bei Herz-Kreislauf-Risikopatienten auf 50 bis 70 Prozent

Dresden - Erektionsprobleme (erektile Dysfunktion) können ein frühes Warnsignal für gefährliche Herz-Kreislauf-Krankheiten und erhöhte Sterblichkeit sein. Das ist ein Ergebnis einer Untersuchung mit insgesamt 1549 Patienten aus weltweit 14 Ländern, das in Dresden auf der 33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde. Bei Männern mit Erektionsproblemen sei es deshalb wichtig, das Herz-Kreislauf-Risiko medizinisch abzuklären.

Erektionprobleme weisen auf Herz-Kreislauf-Probleme hin

"Die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion beträgt in der Allgemeinbevölkerung etwa 20 bis 30 Prozent und steigt bei Herz-Kreislauf-Risikopatienten auf 50 bis 70 Prozent", so die Herz-Mediziner Michael Böhm und Magnus Baumhäkel. "Erektile Dysfunktion erwies sich als starker Hinweis ("hoch-prädiktiv") auf die Gesamtsterblichkeit und den kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt, sowie Krankenhausaufenthalt aufgrund von Herzinsuffizienz und/oder Schlaganfall. Zusätzlich zeigte sich ein Trend bezüglich der Zusammenhänge zwischen dem Schweregrad der erektilen Dysfunktion und der Anzahl von Herz-Kreislauf-Ereignissen."

Frühsymptom einer Atherosklerose

Die Ursache des Zusammenhangs zwischen Erektionsproblemen und den bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Auch bei der Erektion spielt eine intakte Funktion der Blutgefäß-Innenwand ("Endothel") im Penis eine zentrale Rolle. "Die erektile Dysfunktion stellt somit keine eigenständige Erkrankung dar, sondern ist vielmehr ein frühes Symptom einer Endothel-Dysfunktion, die ihrerseits ein Frühsymptom einer Atherosklerose ist", erklärte Baumhäkel abschließend. (red)

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    Auch bei der Erektion spielt eine intakte Funktion der Blutgefäß-Innenwand im Penis eine zentrale Rolle

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