T-Mobile USA

Neue Details zur Datenpanne: Danger verzichtete auf Backup...

12. Oktober 2009 14:37
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    grafik: archiv

    Der T-Mobile Sidekick setzt ganz auf die Online-Speicherung der Daten, das Gerät und der zugehörige Service wurden ursprünglich von Danger entwickelt, der Hersteller wurde mittlerweile aber von Microsoft übernommen. In Österreich ist der Sidekick unter seinem ursprünglichen Namen "Hiptop" verkauft worden.

Fataler Fehler beim Upgrade als Auslöser - Noch unklar wie viele Sidekick-NutzerInnen tatsächlich ihre Daten verloren haben

Auch wenn T-Mobile USA bislang keinerlei Details über die Hintergründe des vollständigen Verlustes der Daten der Sidekick-NutzerInnen verlautbart, so dringen doch nach und nach weitere Informationen zu den Medien durch. Und diese zeichnen ein Bild, den Befürchtungen der KritikerInnen einer konsequenten Cloud-Strategie wohl noch für einige Zeit Nahrung geben wird.

Ursache

So berichtet etwa Engadget davon, dass der Datenverlust die Folge eines fatal schief gegangenen Upgrades des Storage Area Networks für den Sidekick-Service  war. So haben sich schon am Anfang des von Hitachi durchgeführten Upgrades Probleme gezeigt, die in Folge zur Löschung der Daten geführt haben.

Backup

Dass dieser Fehler seine volle Zerstörungskraft entfalten konnte, liegt allerdings an einem anderen Umstand: Die für den technischen Betrieb des Sidekick-Diensts zuständige Microsoft-Tochter Danger hatte keinerlei Backups angelegt. Erste Probleme soll es übrigens bereits vor einer Woche gegeben haben, wie mehrere US-Medien berichten.

Unklarheiten

Bei T-Mobile USA bemüht man sich hingegen in sprachlicher Schadensbegrenzung, noch sei unklar, wie viele der rund eine Million Sidekick-NutzerInnen tatsächlich ihre Daten verloren haben. Schließlich seien die betreffenden Daten - von Kontaktinformationen bis zu Fotos - auch lokal am Gerät gespeichert, vom Datenverlust sind also "nur" jene betroffen, bei denen zwischenzeitlich der Akku leer gelaufen ist, oder die den Sidekick ausgeschalten haben.

Zweifel

Das ursprüngliche Versprechen, dass die eigenen Daten durch den steten Online-Abgleich sicherer als nur lokal vorhandene Informationen sein sollen, erwies sich in diesem Fall also als Fehlschluss. Abzuwarten bleibt auch, welche Auswirkungen dies auf den Ruf von Microsoft in diesem Bereich hat, versucht doch das Unternehmen derzeit mit Azure eine aggressive Cloud-Strategie zu fahren.

Maßnahmen

Als Reaktion auf den Vorfall hat T-Mobile nun vorübergehend den Verkauf von Sidekick-Geräten eingestellt. Zusätzlich bietet man den vom Datenverlust betroffenen NutzerInnen als Entschädigung ein Monat kostenlose Nutzung des Sidekick-Services an. Ob man tatsächlich so "billig" davon kommen wird, sei allerdings dahin gestellt, eine Sammelklage betroffener NutzerInnen wird man mit so einem Angebot wohl kaum abwenden können. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
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stolmich
15.10.2009 10:37
Ich poste es immer wieder,

Schadenersatz für fehlerhafte Gerätesoftware, Betriebssysteme und Programme. Urheberrecht und Patentrecht ist für mich das verbriefte Recht, Müll zu programmieren, ohne dafür als Softwarefirma geradestehen zu müssen. Den Herstellern dieser Geräte und Systemsoftware gehören die Patente entzogen und die Gelder an Danger-Kunden aus Schadenersatz zugesprochen. Hatte auch Ärger mit meinem Provider wegen falscher Rechnungen, bekam aber keinen Schadenersatz, ein Softwarefehler verrechnete 2 statt 1 neues Handy. Wenn 500 € fälschlicherweise fällig werden, nützt auch eine Gutschrift nicht viel, das Geld geht dann beim Wohnen ab. Ich sehe nicht ein, warum für derartige Fehler kein Schadenersatz geleistet werden sollte.

KTHXBYE
13.10.2009 11:08
Aus gegebenem Anlaß wieder mal ein Klassiker

Zu" Yesterday" von den Beatles zu singen ...

Yesterday,
All those backups seemed a waste of pay.
Now my database has gone away.
Oh I believe in yesterday.

Suddenly,
There's not half the files there used to be,
And there's a milestone
hanging over me
The system crashed so suddenly.

I pushed something wrong
What it was I could not say.

Now all my data's gone
and I long for yesterday-ay-ay-ay.

Yesterday,
The need for back-ups seemed so far away.
I knew my data was all here to stay,
Now I believe in yesterday.

F G
13.10.2009 14:28
SPITZE!!!

Ulukay ---
13.10.2009 10:16
typisch

die M$ tochter ... arbeitet gleichen pfusch wie der mutterkonzern

Ganerc-Callibso
13.10.2009 11:55
genau...

nachdem es MS gekauft hat, wird's wohl auch nicht mehr besser werden... :/

zur Steigerung der Qualität von Software am Markt sollte es MS untersagt werden Firmen aufzukaufen die mehr als 500.000 Dollar wert sind :/

There is no such thing like society.
13.10.2009 10:15
Wo

ist Peter W1 wenn man ihn braucht?

F G
13.10.2009 10:13
keine backups

deshalb heißt sie ja "danger".

Ahnungs Loser
13.10.2009 09:11
bleibt zu

hoffen dass sich alles in richtung cloud-computing niemals durchsetzt...

Flaschenpost
13.10.2009 08:28
was soll das ???

Bei den stetig fallenden Preisen bei Speichermedien aller Art sowie der damit einhergehenden stetigen Kapazitätsverdopplung frage ich mich:
Wer ist so blöd und speichert seine Daten im netz, an einem Ort den er nicht kennt, verwaltet von Menschen die er nicht kennt ?

Das Gerede vom Datenschutz können wir getrost vergessen wenn wir so mit unseren Daten umgehen. Ständig wird von neuen Datenlecks in Großkonzernen berichtet und wir haben nichts besseres zu tun als diese Konzerne - freiwillig! - mit unseren Daten zu füttern.

Bescheuert, einfach nur bescheuert.

verleih nix
13.10.2009 09:38

datensicherung ist eben anstregend. der vorliegende fall hat das ja eindrucksvoll bewiesen...

Robert Dunkelwand
 
13.10.2009 11:15

Datensicherung ist nicht anstrengend, die linkt man gegen /dev/null und gut ist, muss man auch nicht ständig Bänder wechseln. :D

(ja, ist vom BOFH geklaut)

stolmich
13.10.2009 07:54
die müssten eigentlich

auf Schadenersatz verklagt werden. Wenn jemand mit meinen Daten schludert, dann gibts richtig Zoff. Ich kann jeden nur abraten, sich handys zuzulegen, wo Daten nur auf Servern abgelegt werden können und keine Möglichkeit besteht, persönliche Files vom Handy per USB, Bluetooth, IR oder WLAN selbst auf dem eigenen PC zu sichern. Ich habe anscheinen gut daran getan, mein P1i noch nicht gegen ein neues handy auszutauschen. Die Kapazität ist zwar mit 4GB MS-Micro und 160 MB intern recht begrenzt, aber ein Backup auf den HUAWEI-Stick dauert nur 2 - 5 min, geht aber recht fix.

Craig Christ
13.10.2009 08:29

hab ein "altes" W610i und die 8GB M@ wird problemlos erkannt.

Irgendein Jürgen
13.10.2009 00:53

Genial bei den Sidekicks war ja, dass sie als Closed Garden konzipiert waren. Daten konnten (meines Wissens) nur über's Internet ausgetauscht werden, nicht über Datenkabel, BT/IR, WLAN oder Speicherkarte. Man hat den Kunden also ganz bewusst jede Möglichkeit einer Datensicherung verwehrt, um dann selbst alle Daten zu kübeln.

Monopoly mit Hut
13.10.2009 13:51

...und hoffentlich steht auch so etwas ähnliches in den Vertragsbestimmungen. Dann wird's nämlich richtig teuer für den Betreiber, wenn er Entschädigungen für 1 Mio unwiederbringliche Daten leisten müsste.

DJProject
12.10.2009 23:43
Backup ist nur etwas für Feiglinge...

... stimmt immer wieder der Spruch!

Captain Smoker
12.10.2009 20:38

Hätte sich die Firma doch nur in Safety umbenannt, jetzt ist es zu spät...

maboco
12.10.2009 19:33

Mut kann man nicht kaufen! :-)

LeChuck™
12.10.2009 17:54
Backups are worthless!

...restores are priceless!

drusiusingomar
12.10.2009 17:12
Danke fürs ändern der headline !

Metternichmich!
12.10.2009 17:05
Kein Problem

einfach bei der NSA nachfragen, die hat ein vollständiges Backup...

Tymon Tyco
12.10.2009 16:49
Wen überraschts?

Die Firma heißt ja auch "Danger".

Gerwin Winter
12.10.2009 17:26
Stimmt - die wären echt feig, wenn

die Backups machen würden.

Mista
12.10.2009 20:16
warum rot?

ist doch witzig! grün von mir!

Pumuckel Salzstreuer
12.10.2009 17:10
2 Menschen...

1 Gedanke. :-)

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