La Paz für Brasilien keine Reise wert

12. Oktober 2009, 10:56
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Bolivien stoppte Serie des Rekordweltmeisters - "Selecao" unterlag ohne Stars erstmals nach 19 Länderspielen - Endstand 2:1 für Gastgeber

La Paz - Eine Niederlage, die zu verschmerzen ist, hat Brasilien am Sonntagabend in der 17. und vorletzten Runde der südamerikanischen Fußball-WM-Qualifikation hinnehmen müssen. Der Rekordweltmeister, der seine Fahrkarte für Südafrika 2010 schon seit Wochen in der Tasche hat, verlor in Bolivien 1:2 (0:2) und damit erstmals seit 1993 in der 3.600 m hochgelegenen Stadt La Paz eine Partie, die zur WM-Ausscheidung zählte.

Für die in der Tabelle weiterhin führende "Selecao" war es im Wettlauf ans Kap die zweite Niederlage nach dem 0:2 vom 15. Juni 2008 in Paraguay und die erste nach insgesamt 19 Länderspiele, in denen es elf Siege und acht Remis gegeben hatte. Diese Serie wurde vor 10.000 Zuschauern durch Tore von Edgar Olivares (10.) und Marcelo Martins (30.) gestoppt. Villarreal-Stürmer Nilmar gelang nach der Pause nur noch eine Resultatskosmetik (69.).

"Nicht leicht, aber nicht unmenschlich"

"Hier zu spielen, ist sicherlich nicht leicht. Es ist aber nicht unmenschlich, wenn man eine gewisse Zeit zum Akklimatisieren an die Höhenlage hat", meinte Brasiliens Teamchef Carlos Dunga, der im Hinblick auf die abschließende Heimpartie am Mittwoch gegen Venezuela einige Spieler geschont und jene Akteure eingesetzt hatte, die er für die Bedingungen in La Paz als am besten geeignet hielt.

Brasilien war ohne Stars wie Kaka etc. nach Bolivien gereist. Eine Ausnahme bildete Stürmer Adriano, der zur Pause wegen einer Blessur in der Kabine blieb. Für Erwin Sanchez, den Feldherrn der Gastgeber, war der Sieg nach einigen schlechten Resultaten Balsam, er fand aber dennoch ein Haar in der Suppe: "Wir schlagen daheim die bestens Teams, verlieren aber gegen jene, die man hier schlagen sollte." Die Bolivianer schlugen in La Paz Brasilien, Paraguay und Argentinien, ging aber gegen Venezuela, Ecuador und Chile leer aus. (APA/Reuters)

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    Balsam für Bolivien-Coach Erwin Sanchez (li) und sein Team.

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