Kürbis in süßen Variationen

19. Oktober 2009, 16:10
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Neues Kochbuch präsentiert unter 200 Gerichten viele Kürbis-Desserts und historisches Wissen

Wien - Aus einem Kürbis kann man mehr machen als Suppen und Halloween-Figuren. Wie viel man aus dem Gemüse, das wie Tomaten und Gurken zu den Beerenfrüchten zählt, herausholen kann, zeigt Hans Peter Fink in seinem neuen Kochbuch "Die Kürbisküche". Ob Kürbis-Krautkrapfen oder Vanilleeis mit Kürbiskernöl - anhand von mehr als 200 Rezepten gibt er Anleitungen und Tipps für eine vielfältige Verwendung der "Riesen-Beere" von der bestimmte Sorten mehr als 600 Kilogramm wiegen können.

Blick in die Vergangenheit

Neben Kochanleitungen bietet das reich bebilderte Hardcover-Buch historisches Wissen rund um das Gemüse: Kürbis dürfte bereits vor Jahrtausenden zum fixen Bestandteil des Speiseplans gezählt haben. Die ältesten datierten Funde stammen aus dem Süden Mexikos aus der Zeit um 9.000 vor Christus. Das erste erhaltene Rezept wird dem alten Rom zugeordnet und befindet sich in einem um 14 bis 37 nach Christus entstandenen Kochbuch. Damals verspeiste man die "Beere" gerne pikant gewürzt mit Huhn, Pfirsich, Datteln, Trüffeln und Honig.

Neue pikante Kombinationen

Für die zeitgenössische Küche empfiehlt Fink neben verschiedenen Varianten für Aufstriche, Salate und Nudelgerichte auf den ersten Blick ungewöhnliche Kreationen wie Beuscherl mit Kürbis, Blutwurst-Kürbistascherl oder Rehragout mit Kürbis-Lebkuchen. Für Beilagen hat der Koch ebenfalls Vorschläge parat, darunter unter anderem Dill-Kürbis-Gemüse oder Spezial-Serviettenknödel.

Laut Fink passt die Beerenfrucht auch zu Fisch, Hummer und Garnelen, für die er 17 Rezeptvorschläge zusammengefasst hat. Geeignet ist Kürbis laut der Rezeptsammlung auch für Nachspeisen à la Creme brulée sowie für Kekse. Ergänzt werden die Kochanleitungen durch Tipps fürs Lagern, Einlegen, Einkochen sowie für Brotteigrezepte. Ratschläge für das Entfernen ungewollter Kübiskernöl-Flecken auf weißen Blusen gibt es ebenfalls: Laut Fink verbleicht die grüne Farbe nämlich bei Sonneneinstrahlung zur Gänze von selbst. (APA)

Hans Peter Fink:
"Die Kürbisküche"
Pichler Verlag, 256 Seiten,
ISBN: 978-3-85431-501-8
24,95 Euro

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    foto: pichler verlag
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