Die wilden Designs der Zukunfts-Handys

12. Oktober 2009, 10:29
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Vom Chamelephone, das sich seiner Umgebung anpasst, bis zum Origami-inspirierten Falt-Handy

Handys sind als alltäglicher Begleiter ebenso der Mode unterworfen wie Schuhe oder Taschen. Nach der Winzig-Welle kamen der Klapp-Chic und nun die Touch-Phones mit großen Displays. Was jetzt noch kommen soll? Fujitsu hat auf der japanischen Elektronik-Messe CEATEC nach neuen Handy-Konzepten für die Zukunft gesucht. Die besten Designs wurden im Rahmen des Mobile Phone Design Award 2009 prämiert.

Das Chamäleon

Die Oberfläche des Chamelephones - Preisträger des Special Awards - von Designer Hiroyuki Tabuchi soll sich - wie der Name schon andeutet - dem Muster und den Farben der Umgebung anpassen. Auf dem Foto sind einige Beispiel-Designs zu sehen. Wired vermutet, dass eine derartige Oberfläche mit einem OLED-Display oder basierend auf E-Ink-Technologie in ein paar Jahren umgesetzt werden könnte.

Wählscheibe

Das F-Circle von Yuji Ito, ebenfalls mit einem Special Award ausgeezeichnet, erinnert ein wenig an Motorolas Luxus-Handy Aura. Die verschiedenen Menüpunkte bzw. Anwendungen sind auf einem großen, runden Display wie an einer Uhr angesiedelt, der Tastatur-Teil kann in das runde Gehäuse geschoben werden. Das Gerät könnte damit durchaus marktreife erlanden.

Falthandys

Umso futuristischer ist der Entwurf von Hanna Sahlen und Sachiko Munakata, die damit den Runner-up-Preis gewannen. Das Fold-a-phone ist von der japanischen Faltkunst Origami inspiriert und muss zur Nutzung aufgefaltet werden. Ein derartiger Entwurf ist jedoch nichts weiter als fernste Zukunftsmusik, zumal es noch kein Display-Material gibt, das sich tatsächlich wie Papier falten lässt. Ebenfalls zum Falten, oder zumindest zum Biegen, ist das Kaora von Designer Wataru Igarashi, der mit seinem Entwurf auch einen Special Award erhielt. Wie auf dem Foto zu sehen ist, soll es sich in verschiebene Formen neu kombinieren lassen. 

Amoeba Phone

Ungewöhnlich ist auch der Entwurf des Amoeba Phones von Kwak yeon, ausgezeichnet mit einem Special Award. Die gesamte Oberfläche des Geräts ist ein Touchscreen. Das Gehäuse ist konkav geformt und soll dadurch besonders benutzerfreundlich und ergonomisch sein.

Holz-Handy

Die Form des Touch Wood von NTT DoCoMo ist nicht ungewöhnlich, das Material des Gehäuses schon eher. Das Handy ist zwar kein Fujitsu-Preisträger, gehört laut Wired aber trotzdem zu den herausragenden Zukunftsdesigns. Der Kern des Handys sitzt in einer Hülle aus Zypressen-Holz, die speziell behandelt wurde, um Umwelteinflüssen und Insekten widerstehen zu können. Jedes Gerät hat ein einzigartiges Muster. Neu ist der Einsatz von Holz als Gehäuse oder Design-Element von Elektronik-Geräten allerdings nicht. Asus und Dell bieten beispielsweise Notebooks mit Bambus-Hülle an. Holz-Mäuse und -Tastaturen gibt es ebenfalls. (red)

  • Chamelephone von Hiroyuki Tabuchi
    foto: hiroyuki tabuchi/ fujitsu

    Chamelephone von Hiroyuki Tabuchi

  • Touch Wood von NTT DoCoMo
    foto: ntt docomo

    Touch Wood von NTT DoCoMo

  • Fold-a-Phone von Hanna Sahlen und Sachiko Munakata
    foto: hanna sahlen / sachiko munakata/ fujitsu

    Fold-a-Phone von Hanna Sahlen und Sachiko Munakata

  • Das F-Circle von Yuji Ito
    foto: yuji ito/ fujitsu

    Das F-Circle von Yuji Ito

  • Kaora von Igarashi
    foto: igarashi/ fujitsu

    Kaora von Igarashi

  • Amoeba Phone von Kwak yeon
    foto: kwak yeon/ fujitsu

    Amoeba Phone von Kwak yeon

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