Internet-Hype bringt Low-Budget-Film ins Kino

12. Oktober 2009, 08:16
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"Paranormal Activity" setzt ganz auf virales Marketing - Fans müssen sich Film für ihr Land "wünschen"

Der Trailer erinnert nicht von ungefähr an den Überraschungshit "Blair Witch Project". Auch "Paranormal Activity" wurde mit sehr geringem Budget gedreht und soll durch virales Marketing zum Erfolg werden. Dennoch gingen die Produzenten nun einen Schritt weiter. Nach Vorpremieren in lediglich 13 US-Kleinstädten richteten sich die Macher direkt an die Fans. Der Film würde in jeder Stadt ins Kino kommen, in der sich genügend Internetnutzer dafür stark machen. Sollten sich eine Mio. Nutzer "Paranormal Acitivity" auf die Leinwand wünschen, würde der Film im ganzen Land veröffentlicht. Am vergangenem Freitag wurde dieses Ziel nun erreicht, eine Mio. Menschen hatten für den Film abgestimmt.

Hype

Der Film selbst handelt von einem Pärchen, das versucht unheimliche Geschehnisse in ihrer Wohnung mit der Videokamera festzuhalten. Bilder von verängstigten Kinobesuchern und die Ankündigung, dass es sich hier um den gruseligsten Film aller Zeiten handeln soll, reichten aus, um den Hype rund um "Paranormal Acitivity" auszulösen. Die Online-Kampagne wurde von der Firma Eventful  für Paramount Pictures  durchgeführt. Die Idee, dass Fans für eine Veröffentlichung abstimmen sollen ist nicht neu. Vor allem in der Musikbranche ist Eventful bereits etabliert. Hier können Nutzer dafür abstimmen, dass Bands oder Musiker in ihre Stadt kommen.

Online

Neu ist dabei die Einbindung unterschiedlichster Online-Plattform. So können Nutzer nicht nur auf bestimmten Websites abstimmen, sondern ihre Wünsche auch auf Facebook oder Twitter platzieren. Die Produzenten geben sich von dem Erfolg der Kampagne überrascht. Zum Teil sei das darauf zurück zu führen, dass der Film das Publikum ernsthaft erschreckt hatte, so Jordan Glazier von Eventful. "Aber ich glaube, es viel damit zu tun, dass zum ersten Mal Fans Teil des Prozesses sind, um einen Film zur Veröffentlichung zu bringen." Die Fans fühlten sich dadurch für den Film verantwortlich und sich selbst als Teil des Projekts. (pte)

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