Goldstone-Bericht vor Menschenrechtsrat

12. Oktober 2009, 17:09

Abbas will Abstimmung in Genf – Vereinbarung zwischen Fatah und Hamas geplatzt

Mit einer Kehrtwende in seinem Umgang mit dem "Goldstone-Bericht" über mutmaßliche Kriegsverbrechen im Gazastreifen will Mahmud Abbas das Gesicht wahren. In einer Fernsehansprache kündigte der Palästinenserpräsident an, dass er beim UN-Menschenrechtsrat in Genf nun doch eine Debatte und Abstimmung über den Bericht beantragen lassen werde. Erst zehn Tage zuvor hatte Abbas, anscheinend unter dem Druck der USA, einen Aufschub bis März hingenommen.

Seine Glaubwürdigkeit dürfte Abbas aber nicht so leicht wiederherstellen können. Die islamistische Hamas hat den Rivalen Abbas zuletzt systematisch als "Verräter" und als Marionette der Amerikaner und Israelis verunglimpft. Der "Goldstone-Bericht" sei "eine Gelegenheit, Israel schuldig zu sprechen" , wetterte Hamas-Chef Khaled Maschal am Sonntag abermals gegen Abbas: "Wenn es um das Blutvergießen in Gaza geht, können wir uns nicht mehr auf euch verlassen." Dabei hatte die Hamas den "Goldstone-Bericht" ursprünglich selbst zurückgewiesen, weil er nicht nur Israel, sondern auch palästinensischen Gruppen Kriegsverbrechen vorwirft.

Abbas schießt auf die Hamas zurück und wirft ihr vor, bloß einen Vorwand zu suchen, um im Gazastreifen an der Macht zu bleiben: Diese Propagandakampagne hat ihre wahren Ziele bloßgelegt" , sagte Abbas, "nämlich der Unterzeichnung des Abkommen über die nationale Versöhnung auszuweichen, um die Fortsetzung der Spaltung in der Heimat und im Volk zu garantieren." Die verfeindeten Gruppen Fatah und Hamas sollten am 25. Oktober in Kairo eine Vereinbarung über die Teilung der Macht und die Abhaltung von Neuwahlen unterzeichnen, doch die Hamas hat den Termin platzen lassen, weil man Abbas "jetzt nicht die Hand drücken kann".

Unter diesen Umständen war es für George Mitchell unmöglich, irgendetwas zu bewegen. Der US-Vermittler ist am Sonntag nach zahlreichen Gesprächen in Jerusalem und Ramallah sang- und klanglos abgereist. Die Amerikaner haben inzwischen einsehen müssen, dass ihre ursprüngliche Forderung nach einem totalen israelischen Siedlungsstopp unrealistisch ist. Der ramponierte Abbas kann aber nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn die Bedingung nicht erfüllt wird. (Ben Segenreich aus Tel Aviv/DER STANDARD, Printausgabe, 13.10.2009)

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Ava Tar
213
12.10.2009, 17:36
Abbas sollte einfach mal Neuwahlen ansetzen

Seine Amtszeit als Präsident ist seit Monaten abgelaufen, mit welcher Rechtfertigung vertritt er die Palästinenser eigentlich noch ?

subspace99
38
12.10.2009, 20:41
Als genehmer Despot,

der mit amerikanischen Waffen und mit in amerikanisch geführten Akademien ausgebildeten Schlägern das eigene Volk in Schach hält?

joey rashid
 
32
12.10.2009, 15:03
ich bin mir sicher

auch de hamaschef wird einaml den friedensnobelpreis gewinnen.
warum nicht?

NONE
09
12.10.2009, 15:53

Klar - wenn Kissinger einen bekommen kann, und Obama obwohl er bis jetzt gar nichts geleistet hat - wieso nicht.

Andererseits ist der Nobelpreis mittlerweile doch stark überbewertet. Für Grundlagenforschung sehe ich ihn noch ein, aber wenn er sich derart in Politik einmischt ... das Geld könnte auch für andere Zwecke gespendet werden.

Georg Schütt
248
12.10.2009, 12:49
Tja, woran das nur liegt?

Vielleicht daran, dass die Hamas-Holzköpfe eben nicht einzusehen vermögen, dass eine Änderung ihrer Lebensbedingungen nur dann erfolgen kann, wenn sie selbst auf die Bekämpfung Israels verzichten?

Wem die Palästinenser am Herzen liegen, der sollte mal auf die Hamas in dieser Richtung einwirken.

gilad_1207
10
14.10.2009, 13:17
Wem die Palästinenser am Herzen liegen, der sollte mal auf die Hamas in dieser Richtung einwirken.

nee, einfacher ist es doch für alles israel die schuld zu geben...

Hubert Ungeist
 
22
14.10.2009, 07:03
Israel wäre mal gefordert einen Beweis für Ihre These zu liefern..

siehe WJL.

Abbas anerkennt Israel, es gibt keine Attentate udn es gibt keine Raketen. Was aber ist die Konsequenz für das WJL? Ja es wird immer mehr Land annektiert für Israel und die Palstinenser somit immer mehr ins Eck getrieben.

D.h. Israel zeigt ständig das es die P. letztendlich vertreiben wird, egal ob sich wehren oder nicht.

Die Wahl der P:
1) Untergehen sang und klanglos..siehe WJL
2) Sich wehren und untergehen

Das ist keine Anerkennung der verbrecherischen Mitteln die die Hamas ansetzt - das gehört natürlich verfolgt und abgesetllt.

Georg Schütt
10
14.10.2009, 12:30
Ein gelungenes Beispiel für einen logischen Fehler, man könnte auch sagen für eine politische Manipulation ...

Zuerst eine falsche Prämisse: "Abbas anerkennt Israel, es gibt keine Attentate udn es gibt keine Raketen."

Dann eine zweite Prämisse, die wahr ist: "es wird immer mehr Land annektiert für Israel und die Palstinenser somit immer mehr ins Eck getrieben."

Ihre Schlussfolgerung: "D.h. Israel zeigt ständig das es die P. letztendlich vertreiben wird, egal ob sich wehren oder nicht."


Ich zeige Ihnen mal ein ähnliches Beispiel:
PI: Prag ist die Hauptstadt von Rumänien.
P II: In Rumänien ist Rumänisch die Amtssprache.
Folge: In Prag ist Rumänisch die Amtssprache.

Falsche Prämisse I, also falscher Schluss.


Merke: Ein Schlussfolgerung ist nur dann schlüssig, wenn auch die Prämissen stimmen. Und Ihre erste Prämisse ist unwahr.

Hubert Ungeist
 
01
14.10.2009, 12:49
Also was stimmt nicht?

Anerkannt die PA Isreal nicht? Falsch die PA, deren Premier Abbas ist anereknnt Israel.

Gibt es Raketen aus WJL? NEIN

Gibt es Attentate von Leuten aus WJL? NEine

Annektiert Israel Land im WJL? Ja

Ihre Logik ist ja schön nur stimmt es halt in dem Fall.

Israel müßte Abbas belohnen um zu zeigen das es mit dem Frieden ernst gemeint ist. Weitere Annektierungen werden halt nicht als Belohnung wahrgenomen.

Georg Schütt
10
14.10.2009, 14:10
Abbas hat Israel NICHT anerkannt!

"Das Programm der vorübergehenden Einheitsregierung der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vom März 2007 betonte das Recht der Palästinenser auf „Widerstand“ bis zum Ende der israelischen Besatzung „palästinischen Gebietes“, ohne dieses zu definieren und ohne Israels Existenzrecht und die in Oslo vereinbarte Zwei-Staaten-Lösung zu erwähnen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Exis... d_Spaltung

Auch Merkels Forderung an Abbas, Israel anzuerkennen, zeigt, dass Sie sich irren - oder Unwahres bewusst verbreiten.
http://www.welt.de/welt_prin... srael.html

Georg Schütt
00
14.10.2009, 17:23
Sollte ich mich hingegen irren, sollte Abbas das Eistenzrecht Israels seither anerkannt haben - die Hamas ja bis heute nicht -,

dann lasse ich mich gern eines Besseren belehren.

Ha Ko
22
12.10.2009, 21:02

Gerüchte halber bereiten sich die Israelis schon auf den Rückbau der Siedlungen vor für den Fall einer Anerkennung durch die Hamas.

Georg Schütt
23
13.10.2009, 10:18
Beides ist wünschenswert.

kritischesauge
62
12.10.2009, 14:20
Das ist es ja leider...

...die Palästinenser liegen vielleicht der UNHCR am Herzen, das wars dann aber schon.

Georg Schütt
209
12.10.2009, 15:47
Ich wage zu behaupten: Wer nicht einmal davor zurückscheut, eine Mutter von neun Kindern nach Israel zu einem Selbstmordattentat loszuschicken,

wer also offen zeigt, dass die potentiell getöteten israelischen Soldaten wichtiger sind als diese Kinder,
dem

liegen nicht einmal die eigenen Leute am Herzen.

Im Grunde sind die Hamasler der wahre Feind der Palästinenser.

kolodbalevav
118
12.10.2009, 15:26

Der UNHCR ist für alle Flüchtlinge weltweit zuständig mit Ausnahme der Pal. Flüchtlinge. Für diese, und nur für diese, wurde eine eigene Kommission ins Leben gerufen, die UNRWA, weil die Pal. Flüchtlinge, im Gegensatz zu sämtlichen weltweiten Flüchtlingen der Geschichte der UN (ich kann es nicht genug wiederholen), einen exklusiven Status genießen.

kritischesauge
61
12.10.2009, 19:32
Hoppla

Ich danke für den Hinweis.

Ava Tar
816
12.10.2009, 17:02

die Palästinenser stellen auch die höchste Flüchtlingszahl weltweit. Ihre Vertreibung ist einzigartig.

Fritz Wunderlich
62
13.10.2009, 11:14
hehe, eine propagandameldung der unrwa-hamas

hehe, keineswegs, da die meisten zu den arabischen armeen flohen, vor dem krieg, und nach dem erwarteten sieg zurückkehren wollten, man nimmt an, dass nur etwas 20% vertrieben wurden, der rest folgte den aufrufen der arabischen armeen, die juden in stich zu lassen
einzigartig ist nur die unrwa, eine palästinensische un-behörde mit fast ausschließlich palästinensischen personal nur für die palästinenserinnen seit sechzig jahren, die jedes palsätinensiche neugeborene weltweit als neuen flüchtling begrüßt

kolodbalevav
43
13.10.2009, 10:51
Das Einzigartige an den pal. Flüchtlingen ist der Umstand, dass sie nicht verfolgt wurden

Die UNRWA wurde gegründet, weil die Pal. mit dem UNHCR keinen Flüchtlingsstatus erhalten hätten. Dazu muss man nämlich im Land heimisch gewesen sein und aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen verfolgt worden sein.

Für die Pal. hingegen genügt es, wenn sie in Palästina zwischen 1946 und 1948 'ansässig' waren (sehr praktisch, denn die Mehrheit ist aus anderen Ländern etwa 1946 nach Pal. eingewandert), und das Land 'aufgrund des isr. - arab. Krieges' verlassen haben.

Es steht Ihnen wie immer frei, die Wahrheit mit 'unnötig' zu bewerten.

Hossam Hassan
157
12.10.2009, 19:21
So ein Quatsch. Das ist die typisch dumme Antizionistenpropaganda

Die Vertreibung der Palästinenser ist weder einzigartig noch ist ihre hohe Zahl auf Vertreibung zurückzuführen.
Es gibt deswegen so viel palästinensische Flüchtlinge, weil der Flüchtlingsstatus auf Betreiben der Menschenrechtszampanos Saudi Arabien, Syrien, Ägypten u.a. arabischer Staaten vererbt wird.
Ein Bewohner z.B. eines libanesischen Flüchtlingslagers gilt, obwohl er nie geflüchtet, im Libanon geboren und aufgewachsen ist, als Flüchtling, der von der UNRWA betreut wird.

Der Skandal ist, dass es hunderttausende gibt, die nicht von den Staaten in denen sie leben als Bürger anerkannt werden, sondern nur der Puffer für die Bekämpfung des "Zionismus" sind. Und Leute wie sie würden bis zum letzten Palästinenser kämpfen.

Ava Tar
316
13.10.2009, 02:16

es sind 4,3 Mio.
auf den Plätzen folgen Afghanistan 3,050 Mio., Irak 2,31 Mio.
dann laaang nix und dann Kolumbien 551.000
(UNHCR 10.6.2009)

Darf ein Erbe von D oder Ö Restituion einfordern, oder nur der original Geschädigte ?

Na eben. Genauso hat ein palästinensischer Flüchtling Recht auf Restitution seines Erbhofes.

Die rechtlichen Regelungen passen schon so, wie sie sind !

Einhalten müßten sie halt alle.

Hossam Hassan
12
13.10.2009, 16:06
Ihre bösartigen kleinen Sticheleien sind bloß Ausdruck eines dümmlichen Ressentiments

Palästinensische Politiker verlangen eben KEINE Restitution, also eine finanzielle Entschädigung, wie das Erben von Naziopfern tun, sondern die Wiederherstellung des Zustandes vor 1948. Das würde umgelegt auf die österreichische Situation bedeuten, dass sie aus der Wohnung raus müssten, die ihre Großeltern "arisiert" haben und sich außerdem großräumig vom Acker machen können, was keine schlechte Idee wäre wie ich meine.

Vielleicht denken sie das nächste Mal nach, bevor sie ihre geschmacklosen Nazivergleiche auf Israel projizieren müssen.

Fritz Wunderlich
42
13.10.2009, 10:51

hehe, d.h. tschechien muss alle sudetendeutschen samt ihren urenkerln zurückholen, nach der vorstellung des kasperls ava tar
allein die sind schon mit den von ava tar gerechneten urenkerln mehr als die palis
und problematisch ist es, wenn die gar keinen erbhof gehabt haben, aber ava tar wird ihnen gerne ein paar eigentumstitel fälschen

kritischesauge
33
13.10.2009, 10:31

Vertrieben wurden sie sehr wohl, allerdings lag ihre Zahl 1948 zwischen 700,000 und 800,000, ähnlich viele wie Ju.den aus den arabischen Ländern, viel weniger als die 2 Mio. Sudeten, viel weniger als die 2,5 Mio. Flüchtlinge aus Darfur heute.
Dass sich die Herrschaften wie die Karnickel vermehrt haben ist maximal einzigartig.

Und ich versteh auch nicht, warum Kollege Hossam Hassan berotstrichelt wird, wenn er das Offensichtliche sagt.

Bei aller berechtigter Kritik an der israelischen Politik, sollte man den Friedenswillen der arabischen Seite nicht überschätzen. Flüchtlinge sind nach 60 (!!!) Jahren nun mal zu integrieren, da fährt die Eisenbahn drüber.

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