Vom Völkermord bis zum Normalisierungsabkommen

11. Oktober 2009, 18:13
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  • 1915-1917 Bei dem Völkermord an den Armeniern sterben 1,5 Millionen Menschen.
  • 1991 Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entsteht das heutige Armenien. Die Türkei erkennt den Staat an, nimmt aber keine diplomatischen Beziehungen auf.
  • 1993 Wegen des Konflikts um die Region Berg-Karabach schließt die Türkei ihre Grenze zu Armenien.
  • 2005 Die Türkei schlägt Armenien vor, politische Beziehungen aufzunehmen und eine Kommission zu beauftragen, die Ursachen des Massakers an den Armeniern im Ersten Weltkrieg zu klären.
  • 2006 Armenien erklärt, die Anerkennung des Völkermordes durch die Türkei sei keine Bedingung für die Aufnahme normaler Nachbarschaftsbeziehungen. Das französische Parlament stimmt einem Gesetz zu, das die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern unter Strafe stellt.
  • 2008 Abdullah Gül besucht als erster türkischer Staatschef seit 1991 Armenien.
  • 2009 Auf Initiative der USA starten die beiden Länder Verhandlungen. Armenien und die Türkei unterzeichnen am 10. Oktober ein Normalisierungsabkommen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2009)
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