Freiheitsdrang und Verfolgung

11. Oktober 2009, 18:11
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Vom Ende des Osmanischen Reiches bis zum Karabach-Konflikt

Ende des 19. Jahrhunderts schlägt das Osmanische Reich Unabhängigkeitsbestrebungen der armenischen Minderheit nieder. Mehr als 100.000 Menschen werden 1895 bei Pogromen getötet.

1914 tritt das Osmanische Reich aufseiten der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg ein. Die Armenier stellen sich jedoch, in der Hoffnung auf Unabhängigkeit, auf die Seite Russlands. 1915 beginnen Massendeportationen von Armeniern in die syrischen Wüsten. Nach Schätzungen sterben zwischen 1915 und 1917 1,5 Millionen der insgesamt 2,5 Millionen Armenier.

Die Türkei weigert sich bis heute, die Verantwortung für Vertreibung und Ermordung der Armenier zu übernehmen und die Ereignisse als Völkermord anzuerkennen.

1993 schließt die Türkei aufgrund des Konflikts um Berg-Karabach die Grenze zu Armenien. Berg-Karabach erklärt sich 1991 unabhängig, armenische Truppen unterstützen den Kleinststaat. International anerkannt ist das Land nicht. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2009)

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