Ono, Omo und das Weiße Album

12. Oktober 2009, 15:00
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Comeback Kids des Monats sind unter anderem The Clean und - unglaublich, aber wahr - die Slits

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coverfoto: ample play

Cornershop: "Judy Sucks a Lemon for Breakfast"
Nach siebenjähriger Pause kehrt die Band aus Leicester, die Mitte der 90er Jahre die Gitarrenmusik mit einer indischen Frischzellenkur aufpeppte, mit einem neuen Album zurück. Die Hybridsound-Taktik wiederholt sie hier einige Stücke lang ("Who Fingered Rock'n'Roll", "Soul School") nur oberflächlich. Denn das Besondere an Cornershop war ja, nicht einfach herkömmlichen Indie-Sound um eine Sitar zu erweitern und so wie die Beatles (oder Primal Scream) zu klingen, sondern Rhythmen und Gesangsstile einzubauen, die man im britischen Gitarrengewerbe bis dahin nicht gekannt hatte. Ab der Mitte des neuen Albums (etwa dem Dance-Track "Shut Southall Down") geht's dann zurück zu den Bandwurzeln und "Free Love" hätte genauso gut auf den legendären ersten beiden Alben erscheinen können. Zum überwiegenden Teil ist "Judy Sucks a Lemon for Breakfast" aber eine Hommage an die 60er Jahre, in der man sich's recht gemütlich einrichten kann ... inklusive einer Coverversion von Bob Dylans/Manfred Manns "The Mighty Quinn". Konventioneller als einst im Mai, nichtsdestotrotz ein Klassealbum.  (Ample Play/Trost)

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