Ono, Omo und das Weiße Album

12. Oktober 2009, 15:00
10 Postings

Comeback Kids des Monats sind unter anderem The Clean und - unglaublich, aber wahr - die Slits

Bild 3 von 10
coverfoto: loaf

Omo: "The White Album"
Im Presse-Sheet steht ein wenig defensiv, dass die Musik von Omo mehrere Durchläufe benötige, bis sich ihre Schönheit herausschält. Aber zumindest wer Klangarchitekturen à la Lali Puna schätzt, wird sich sofortig daran weiden können: Analog-Keyboards, Drumcomputer und eine Gitarre, die eher rhythmus- als melodietragend eingesetzt wird, dazu Berit Immigs lakonischer Sprechgesang (abgesehen von einem gewagten Arien-Anflug in "König", wo sie wie die "Raumschiff Enterprise"-Signation klingt). In den Folgejahren des Millenniums wären die Berlinerin und der Österreicher David Muth sicher in den großen "Laptop-Folk"-Topf geworfen worden. Mit etwas mehr Abstand fallen eher die Ähnlichkeiten zu Avantgarde-KünstlerInnen der 80er auf (Erinnert sich noch jemand an Thick Pigeon? Aber doch sicher an Laurie Anderson.) - vor allem wenn sich zur minimalistischen Form noch ein nicht (pop-) alltäglicher Inhalt gesellt. In "ROV" etwa: Da gibt Berit die Verkäuferin in einem hypnotischen Fahrzeug-Werbespot. Weitab von allen Elektronik-Trends der vergangenen Jahre: Eine Stand-alone-Schönheit. (Loaf/Hoanzl)

Link
Omo

weiter ›
Share if you care.