Wanjiru gewann mit Stre­ckenrekord in Chicago

11. Oktober 2009, 13:55
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Kenianer Machichim und Kiyara siegten in Graz - Tolle Zeiten der Sieger bei Halbmarathon-WM

Chicago/Graz/Birmingham - Olympiasieger Samuel Wanjiru aus Kenia hat am Sonntag den Streckenrekord des Chicago-Marathons um eine Sekunde auf 2:05:41 Stunden verbessert. Der 22-Jährige, der einen Angriff auf den Weltrekord (2:03:59) angekündigt hatte, gewann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vor dem Marokkaner Abderrahim Goumri (2:06:04) und seinem Landsmann Vincent Kipruto (2:06:08).

Wanjiru, dessen persönliche Bestleistung von London im April bei 2:05:10 Stunden steht, lag etwas weiter als bis zur Hälfte der Strecke auf Weltrekordkurs, büßte danach mit seinen Begleitern aber etwas auf die Berlin-Marke des Äthiopiers Haile Gebrselassie aus dem Vorjahr ein. Sieben Kilometer vor dem Ziel setzte sich Wanjiru von seinen Verfolgern ab und unterbot den Streckenrekord hauchdünn. Die bisherige Chicago-Bestzeit von 2:05:42 hatte der Marokkaner Khalid Khannouchi vor zehn Jahren bei seinem damaligen Weltrekord aufgestellt.

Für den Sieg kassierte der Halbmarathon-Weltrekordhalter insgesamt 175.000 US-Dollar (119.000 Euro) Preisgeld. Wanjiru gewann mit seinem ersten Sieg auf US-Boden auch die World-Marathon-Majors-Serie 2008/09 und streifte dafür weitere 500.000 US-Dollar (338.983 Euro) ein. Das Damen-Rennen entschied die Russin Lilia Schobuchowa in 2:25:56 Stunden vor der Deutschen Irina Mikitenko (2:26:31) und Vorjahressiegerin Lydia Grigorjewa (2:26:47) für sich. Mikitenko sicherte sich dadurch die 500.000 Dollar für den Gesamtsieg in der World-Marathon-Majors-Wertung.

Graz-Marathon

Nixon Machichim und Rael Kiyara haben am Sonntag für kenianische Siege beim Graz-Marathon gesorgt. Machichim gewann in 2:13:26 Stunden vor seinen Landsmännern Julius Kuto (2:15:13) und Samuel Njoroge (2:15:26), bester Österreicher war der Kärntner Erich Kokaly in 2:26:25 als Achter. Kiyara siegte in den neuen Streckenrekordzeit von 2:33:02 vor der Ukrainerin Anna Kowalenko (2:52:49) und der Niederösterreicherin Notburga Brandstetter (3:01:27).

Bei Formtests für ihre Herbstmarathons gewannen die Österreicher Günther Weidlinger (1:05:04) und Eva Maria Gradwohl (1:16:56) über die Halbmarathon-Distanz. Am 25. Oktober wollen Weidlinger in Frankfurt und Gradwohl in Casablanca das EM-Limit erbringen. 

Afrikanische Siege mit Top-Zeiten bei WM

Zersenay Tadese aus Eritrea und Mary Keitany aus Kenia haben am Sonntag in Birmingham die Weltmeistertitel im Halbmarathon gewonnen. Tadese triumphierte in 59:35 Minuten bereits zum vierten Mal in Folge und verpasste dabei den Weltrekord des Kenianers Samuel Wanjiru (58:33) um rund eine Minute. Keitany schrammte in 1:06:36 Stunden gar nur um elf Sekunden an der Bestmarke von Lornah Kiplagat (NED) vorbei.

Als Dritter im Herren-Rennen durchbrach der US-Amerikaner Dathan Ritzenheim (1:00:00) als einziger die gewohnte ostafrikanische Dominanz im absoluten Spitzenfeld beider Geschlechter. Österreich war bei den Titelkämpfen nicht vertreten.  (APA)

Ergebnisse Chicago-Marathon:

Herren: 1. Samuel Wanjiru (KEN) 2:05:41 Stunden - 2. Abderrahim Goumri (MAR) 2:06:04 - 3. Vincent Kipruto (KEN) 2:06:08 - 4. Charles Munyeki (KEN) 2:07:06 - 5. Richard Limo (KEN) 2:08:43.

Damen: 1. Lilia Schobuchowa (RUS) 2:25:56 - 2. Irina Mikitenko (GER) 2:26:31 - 3. Lydia Grigorjewa (RUS) 2:26:47 - 4. Teyba Erkesso (ETH) 2:26:56 - 5. Berhane Adere (ETH) 2:28:38

Ergebnisse Graz-Marathon

Herren: 1. Nixon Machichim (KEN) 2:13:26 Stunden - 2. Julius Kuto (KEN) 2:15:13 - 3. Samuel Njoroge (KEN) 2:15:26. Weiter: 8. Erich Kokaly (AUT) 2:26:25
Damen:
1. Rael Kiyara (KEN) 2:33:02 - 2. Anna Kowalenko (UKR) 2:52:49 - 3. Notburga Brandstetter (AUT) 3:01:27

Halbmarathon

Herren: 1. Günther Weidlinger (AUT) 1:05:04
Frauen: 1. Eva Maria Gradwohl (AUT) 1:16:56

Ergebnisse Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Birmingham

Männer: 1. Zersenay Tadese (ERI) 59:35 Minuten - 2. Bernard Kipyego (KEN) 59:59 - 3. Dathan Ritzenheim (USA) 1:00:00 Stunden
Frauen: 1. Mary Keitany (KEN) 1:06:36 Stunden - 2. Philes Ongori (KEN) 1:07:38 - 3. Aberu Kebede (ETH) 1:07:39. Keine Österreicher am Start.

  • Sammy Wanjiru räumte in Chicago ordentlich ab.
    epa/tannen maury

    Sammy Wanjiru räumte in Chicago ordentlich ab.

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