Polizisten von mehreren Burschen attackiert

11. Oktober 2009, 13:01
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Beamte mussten Pfefferspray einsetzen

Graz - Erneut ist es im südsteirischen Bezirk Leibnitz in der Nacht auf Sonntag zu einer Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Betrunkenen gekommen. Die Beamten schritten ein, als ein Mann Glaskrüge auf die Fahrbahn warf. In der Folge kamen seine Freunde und fingen an, die Polizei zu attackieren. Zuletzt mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen, um die Menge an weiteren Tätlichkeiten zu hindern.

Erst am Vorabend war es in einem Lokal in Leibnitz zu einer Rangelei mit einem Betrunkenen gekommen, bei der zwei Polizisten leicht verletzt wurden. Am nächsten Abend musste die Polizei in Gralla einschreiten, als ein 27-jähriger Grazer vor einem Lokal Glaskrüge aus einem Autobus auf die Fahrbahn war. Als die Beamten den Mann zum Dienstfahrzeug mitnahmen, um seine Personalien zu überprüfen, wurden sie von den Freunden attackiert.

Der Grazer war nämlich mit einem Bus voller Fußballfans in die Südsteiermark gekommen, und eine Gruppe von ihnen - es soll sich um zehn bis 15 Personen gehandelt haben - ging sofort auf die Polizisten los. Die grölende Menge wurde aufgefordert, Abstand zu halten und sich zu beruhigen, da sonst der Pfefferspray gebraucht werde. Trotzdem wurden die Beamten attackiert und von hinten auf die Schulter geschlagen. Als einer der Männer mit den Händen nach einem Polizisten stieß, sprach dieser die Festnahme aus. Dadurch beruhigte sich der Randalierer aber keineswegs, und als einer der Beamten zu Boden fiel, wurde schließlich Pfefferspray gegen die ganze Gruppe eingesetzt.

Drohungen gegen Beamte

Anschließend wurden drei der Randalierer zur Polizeiinspektion Leibnitz gebracht. Die Fußballfans tobten nun in der Folge vor dem Polizeigebäude, bis sie die Freilassung eines Kollegen erreicht hatten. Dieser wurde laut Polizei auch wegen seiner starken Alkoholisierung wieder freigelassen. Die Menge drohte den Beamten an, "dass der Abend Folgen haben werde". Nun ermittelt die Polizei gegen die einzelnen Übeltäter. (APA)

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