Sozialist Costa bleibt Bürgermeister von Lissabon

11. Oktober 2009, 23:28
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Mord in Wahlbüro im Norden überschattet Kommunalwahlen

Lissabon - Bei den Kommunalwahlen in Portugal hat Amtsinhaber Antonio Costa von der Sozialistischen Partei (PS) den Urnengang in der Hauptstadt Lissabon Prognosen zufolge gewonnen. Der 48-Jährige erhielt laut verschiedenen Fernsehsendern am Sonntag zwischen 43 und 48 Prozent der Stimmen und damit deutlich mehr als sein konservativer Herausforderer Pedro Santana Lopes. Auch in der zweitgrößten Stadt des Landes, Porto, setzte sich mit dem konservativen Rui Rio der Amtsinhaber durch.

Die Kommunalwahlen fanden nur zwei Wochen nach der Parlamentswahl statt. Dabei hatten die Sozialisten von Ministerpräsident Jose Socrates über die konservative Sozialdemokratische Partei (PSD) gesiegt. Im Vorfeld der Kommunalwahlen war allerdings davon ausgegangen worden, dass die PSD die Mehrzahl der 308 zur Disposition stehenden Bürgermeisterposten gewinnt.

Überschattet wurden die Kommunalwahlen von einem Mord in einem Wahlbüro in Fervenca im Norden des Landes. Dabei erschoss nach Behördenangaben ersten Ermittlungen zufolge ein Kandidat der Sozialistischen Partei den Ehemann seiner konservativen Konkurrentin. Der mutmaßliche Täter war am Sonntagabend zunächst noch auf der Flucht. (APA)

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