US-Geheimdienst: Zahl der Taliban seit 2006 vervierfacht

10. Oktober 2009, 23:54
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Nicht alle 25.000 seien voll in Kämpfe verwickelt

Washington - Die Zahl der aufständischen Taliban in Afghanistan hat sich nach Einschätzung des US-Geheimdienstes seit 2006 nahezu vervierfacht. Die Zahl der islamistischen Rebellen sei auf etwa 25.000 gestiegen, teilten US-Regierungsvertreter am Freitag mit. Dazu gehörten allerdings auch Anhänger, die weniger involviert in Kämpfe seien. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums sagte, für Aufstände seien nicht viele Rebellen nötig, um einen großen Schaden anzurichten. Sie könnten sich Zeit und den Ort aussuchen, um anzugreifen.

Der zum Friedensnobelpreisträger 2009 gekürte US-Präsident Barack Obama erörterte am Freitag erstmals mit Beratern eine neue Afghanistan-Strategie. Dabei sollte es auch um die Anfrage des Kommandanten der NATO-Truppe ISAF, des US-Generals Stanley McChrystal gehen, die internationalen Truppen am Hindukusch von derzeit 104.000 Soldaten um 40.000 aufzustocken. Es sei mindestens ein weiteres Strategie-Treffen geplant, sagte Obamas Sprecher Roberts Gibbs. Bis zu einer Entscheidung würden "wohl noch einige Wochen" vergehen. Die USA und Verbündete waren nach den Anschlägen des 11. September 2001 in New York und Washington mit rund 3.000 Toten in Afghanistan einmarschiert. Sie stürzten die Taliban, die das Terrornetzwerk Al-Kaida von Osama bin Laden unterstützten. (APA/Reuters)

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