Behindertenanwalt

Nachfolge von Herbert Haupt ausgeschrieben

10. Oktober 2009 11:40

Neuer Behindertenanwalt ab 2010 gesucht - Ex-Sozialminister Buchinger als möglicher Kandidat

Österreich erhält einen neuen Behindertenanwalt. Das Sozialministerium hat die Nachfolge des früheren FP-Chefs und Vizekanzlers Herbert Haupt, der mit Jahresende in Pension geht, am Wochenende im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" ausgeschrieben. Gesucht wird demnach ein Akademiker mit Kenntnissen im Arbeits-, Sozial- und Gleichbehandlungsrecht sowie Führungs- und Managementerfahrung. Als möglicher Kandidat gilt der frühere SP-Sozialminister Erwin Buchinger.

Die Funktion des Behindertenanwalts im Sozialministerium wurde mit dem 2006 in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetz geschaffen. Er ist unabhängig und weisungsfrei gestellt, dient betroffenen Personen als Anlaufstelle, hält Sprechtage in den Bundesländern ab und ist auch im 26-köpfigen Bundesbehindertenbeirat vertreten. Bestellt wird der Behindertenanwalt vom Sozialminister für jeweils vier Jahre. Erster Amtsinhaber war der frühere FP-Sozialminister und Vizekanzler Herbert Haupt, der mittlerweile zum BZÖ gewechselt ist.

Haupt geht nach Ablauf seiner Funktionsperiode mit Jahresende in Pension. Sein Nachfolger sollte laut Ausschreibung des Sozialministeriums über ein abgeschlossenes Studium "oder vergleichbare Kenntnisse" verfügen, sowie "Führungs- und Managementerfahrung" aufweisen und Kenntnisse auf den Gebieten der Belange von Menschen mit Behinderungen sowie des Gleichbehandlungs-, Arbeits- und Sozialrechts mitbringen. Ebenfalls gefordert: Organisationstalent, strategisches Denken, Teamfähigkeit sowie Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit. Die Bewerbungsfrist ans Sozialministerium läuft bis 10. November.

Als möglicher Kandidat gilt laut APA-Informationen Ex-Sozialminister Erwin Buchinger, der nach seinem Abgang aus der Regierung in seine alte berufliche Heimat, das Arbeitsmarktservice, zurückgekehrt ist und dort an "Sonderprojekten" werkt. Dem gebürtigen Oberösterreicher werden seit längerem Ambitionen auf die Rückkehr ins Sozialministerium nachgesagt, konkret als Leiter der Arbeitsmarktsektion. Während die Chancen für den Sektionschef-Posten dem Vernehmen nach schlecht stehen, werden Buchinger beim Behindertenanwalt durchaus Chancen eingeräumt, zumal er auch politisch ins Jobprofil passen würde: In seine Amtszeit als Sozialminister fiel die erste Erhöhung des Pflegegeldes seit 1995. Außerdem hat er einen behinderten Sohn und kennt die Lage daher aus eigener Erfahrung. (APA)

Placebo
 
13.10.2009 22:30
Muss man sich als Behindertenanwalt um FPÖ und BZÖ kümmern?

angelo6
10.10.2009 20:50
was hat der Haupt eigentlich als Behindertenanwalt gemacht?

pater hirni
14.10.2009 08:54
"in aller deutlichkeit" nuscheln.

aber meistens war ich eh dankbar, dass ich das haupt nicht verstanden habe.

Michael B
11.10.2009 00:07
Das selbe, was Buchinger machen wird:

Die Zeit bis zur Pension bei guter Bezahlung absitzen.

dierotezora
 
16.10.2009 10:52
ungerechtes Buchinger-Bashen

Anstatt das überaus gut dotierte Übergangsgeld für ausscheidenden Minister in Anspruch zu nehmen, hat Erwin Buchinger sofort beim AMS zu arbeiten begonnen!!! Der ist der absolute Antityp zum Aussitzen und will gestalten!

Recht ist Auslegungssache
10.10.2009 15:42
Ja, wär ned schlecht...

Da hat er dann wieder was zu tun :)

Derzeit ist es ja recht still um ihn und man hört so wenig von den "Projekten"...

Fazit: ich würd's ihm vergönnen :)

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