Niederösterreich

Türkische Kurden aus Traiskirchen untergetaucht

13. Oktober 2009 07:54

64 in Lkw gepferchte Geschleppte suchten um Asyl an - Flüchtlingen geht es gesundheitlich gut

Wien - Die vergangenes Wochenende in zwei Transportern entdeckten türkischen Kurden haben sich abgesetzt. Das meldet der ORF Dienstag Früh.

Die 64 Frauen und Männer waren zuletzt im Flüchtlingslager Traiskirchen. Dort ereignete sich laut ORF eine Massenschlägerei - was ein Großteil der Kurden dafür genützt haben soll, um unterzutauchen. Ihr nächstes Ziel soll Deutschland sein.

Laut Alexander Marakovits, Sprecher des Bundeskriminalamts, hatten sie am Wochenende um Asyl angesucht und waren in die Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen gebracht worden. Marakovits nach gehe es den Geschleppten gesundheitlich gut.

Bei den Opfern handelt es sich um 64 Männer. Ersten Angaben zufolge war von Männern, Frauen und Kinder die Rede. Dem ORF NÖ zufolge wurden die Flüchtlinge mit Hilfe von sieben Dolmetschern befragt.

Die beiden Lkw waren am Samstag von Beamten des Bundeskriminalamtes, aus dem Bereich der Ausgleichsmaßnahmen (AGM) sowie des Landeskriminalamts Steiermark auf der Südautobahn (A2) in der Steiermark entdeckt und gegen 1.45 Uhr auf die Raststation Zöbern abgeleitet. Dort fanden die Behörden die zwischen Obst- und Gemüsekisten eingepferchten 64 Türken. Mit den Kisten wurde eine Art Hohlraum gebaut, die Geschleppten seien gut versteckt gewesen, sagte BK-Sprecher Alexander Marakovits.

Nur Transit

Die geschleppten Frauen, Kinder und Männer waren in zwei Lkw, die als Obst- und Gemüsetransporter getarnt waren, 24 Stunden lang eingepfercht. Sie sollen für die Fahrt bis zu 10.000 Euro bezahlt haben, teilte Bundeskriminalamts-Sprecher Alexander Marakovits mit.

Österreich war nur Transitland des menschenunwürdigen Transports von Istanbul mit dem "offiziellen" Ziel Großgrünmarkt in Inzersdorf in Wien-Liesing. Tatsächlich wäre dort nur ein Stopp gewesen, die Geschleppten, die bis zu 10.000 Euro für die Fahrt - eingepfercht zwischen Obst- und Gemüsekisten - bezahlten, sollten nach Deutschland gebracht werden.

Ziel: Großgrünmarkt in Inzersdorf

Die 64 Personen wurden in Istanbul auf die beiden Lkw aufgeteilt. Die Fahrt sollte in Wien, am Großgrünmarkt in Inzersdorf in Liesing enden. Die Frauen, Kinder und Männer mussten ihre Notdurft in Plastikflaschen verrichten. Als "menschenunwürdig und gesundheitsgefährdend" bezeichnete Heinz Zimper von der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen den Schmuggel der Türken in zwei Lkw. Die Lastwagen seien schlecht belüftet und viel zu kühl gewesen. Zur Aufrechthaltung der Tarnung als Obst- und Gemüsetransporter wurde die von außen erkennbare Temperatur entsprechend hinuntergefahren.

Zur Versorgung der Menschen während der Fahrt konnte der Bezirkshauptmann noch nichts sagen, es sei aber anzunehmen, dass den Geschleppten Wasser und Lebensmittel zur Verfügung standen, hieß es. Die 64 Türken seien "zwar erschöpft und übermüdet, aber prinzipiell in keinem schlechten Zustand", berichtete Zimper. Es gebe keinerlei gesundheitliche Probleme.

Nach ihrem Aufgriff seien sie vom Roten Kreuz versorgt und anschließend notdürftig in einer Polizeidienststelle untergebracht worden. "Die Menschen waren sehr hungrig und durstig", berichtete Rotkreuz-NÖ-Sprecher Andreas Zenker über den Zustand der Türken. Das Rote Kreuz sei seit 3.00 Uhr im Einsatz und versorge die Geschleppten.

"Auf den ersten Blick sind sie erschöpft, müde, sehr hungrig und durstig", so Zenker, "sie wirken aber nicht so, als würden sie medizinische Hilfe benötigen", fuhr er fort. Das Rote Kreuz versorgte die Menschen zunächst mit Tee und später mit einem Frühstück. Als Mittagessen bekommen sie nun Putenwürstel. Die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniere sehr gut, die Exekutive hätte sich schon bald nach dem Aufgriff gegen 2.00 Uhr gemeldet und um Hilfe gebeten, erzählte der Rotkreuz-Sprecher. (red/APA)

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Data100
14.10.2009 14:17
Asylmissbrauch?

Es ist schon auffällig wenn Menschen erst extreme Summen zahlen, mit welchen man sich gut eine Existenz in der Heimat aufbauen könnte, nur um dann illegal von einem Paradiesstaat zum nächsten weiterzureisen, was passt ihnen an Ö nicht? Müsste ich flüchten wäre es mir egal ob ich z.B. in Kanada oder den USA "landen" würde.
Und zu dem Anstoß Flüchtlinge in Erstaufnahmezentren nach Nationalitäten zu trennen, das ist doch wohl der Wahnsinn. Wenn diese Menschen zu blöd (nationalistisch) sind um in ihren schlimmsten Stunden im Gastland nebeneinander zu leben, dann wird das mit der Integration wohl auch nichts werden. Auch bei Asylanten kann es nicht sein das man einen Täter relativiert weil er auch einmal Opfer war.

Julian Bashir
13.10.2009 08:38
Haben ihnen die Putenwürstel nicht geschmeckt?

opti
13.10.2009 08:37
Bei den Opfern handelt es sich um 64 Männer. Ersten Angaben zufolge war von Männern, Frauen und Kinder die Rede.

weiter unten im text geht es dann wieder bunt durcheinander mit manderl weiberl und kinderl ..

es klingt halt einfach besser wenn weiberl und kinder dabei sind oder? liebe schreibende zunft? a bisserl sensation statt sorgfalt beim durchlesen des geschriebenen ..

und dass der Zenker und der Zimper die selben phrasen für den zustand verwenden ist auch eine irrsinnig interessante information ...

zum inhalt ist eigentlich alles gesagt - strache werbung

ernsthafte gedanken zur immigration gibt es schon lange nicht mehr in politik und medien - wählerstimmen, emotionen, quoten, sensationen sind das thema

karl berger
15.10.2009 13:43
"opfer"

wieso sind die opfer? das sind die kunden der schlepper. die auftraggeber. opfer ist hier nur der österreichische und deutsche steuerzahler, dem hier 64 sozialfälle hätten untergejubelt werden sollen, die dann 64 frauen oder männer nachgeholt hätten und potentiell 256 grosseltern, sowie die eine oder andere 2. oder 3. frau.

why not
13.10.2009 08:27

Na, das hat aber jetzt wirklich niemand erwartet!

Diese armen "Opfer" (WTF?!)!

Jeffrey Lebowski
 
13.10.2009 08:09
wahlwerbung für den strache

mehr gibts dazu leider nicht zu sagen ...

Rosemarie Brandstötter
 
12.10.2009 16:53
40 von 64

sind sogenannte "Anker-men". Nach dem die Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde kommt die erweiterte Familie unter dem Titel Zusammenführung nach. Und dann ab in's soziale Sytem.






























annette halbestund
13.10.2009 08:04

und?

torch
 
12.10.2009 15:34

"Die 64 Türken seien "zwar erschöpft und übermüdet, aber prinzipiell in keinem schlechten Zustand", berichtete Zimper. "

Sind es jetzt Kurden (z.B. aus dem Irak) oder Türken kurdischer Abstammung, das macht schon einen gewaltigen Unterschied.

Jetzt sind es in der Überschrift bereits Kurden ... im Text weiter hinten wiederum Türken ... wo bleibt da die journalistische Sorgfalt ?

Wenn es nämlich verfolgte Kurden sind, dann ist das ein grundlegender Unterschied in Bezug auf Asylanträge (die in Slowenien nach Eintritt in den EU-Rechtsraum etc. zu stellen gewesen wären).

Jan Nesbeda, MPr
12.10.2009 07:17
64 Opfer!

Ja, und sie haben alle um politisches Asyl angesucht.
Da sollte man doch denen, die ihnen die Flucht ermöglicht haben, Orden umhängen, odr?
Warum werden solche Helden hopsgenommen? Gebt ihnen lieber eine staatliche Rente zu den Orden und schickt sie zu neuen "Befreiungsaktionen" wieder in die Türkei!
;-)

www.weicheier.com
12.10.2009 12:44
diese armen, geschundenen, verfolgten,

grausam beschnittenen, unterjochten Männern muss geholfen werden. Hauptsache die starken Frauen bleiben zu Hause...

Madame Haram
11.10.2009 20:12
"Als Mittagessen bekommen sie nun Putenwürstel."

Na hoffentlich halal.
Sonst gibt`s wieder an Zammschiss von ZARA, amnesty und der UNO.

josefa maier449
13.10.2009 17:45
Besser hätte man/frau das nicht

formulieren können

Was für ein Seitenhieb für ZARA usw.

HrTravnicek
11.10.2009 20:54

Also angenommen Sie müssten unter ähnlich grausamen Umständen z.B. nach Korea flüchten, kämen dort total erschöpft und ausgehungert an und die Koreaner servierten Ihnen dann eine ihrer Hundespezialitäten!!! Da wären Sie aber über eine Intervention von ZARA etc. froh!!!

Außerdem: Die "Madame" in Ihrem Nick nehme ich Ihnen nicht ab, so grausam kann nur ein Mann sein!

josefa maier449
13.10.2009 17:42
Hr Travnicek

„so grausam kann nur ein Mann sein”

So eine blöde Antwort wäre wirklich nur dem Travnicek eingefallen. Qualtinger „hätt sei Freid mit Ihnen”

torch
 
12.10.2009 08:44

OT

so nebenbei, eine gehäutete Katze sieht einem gehäuteten Karnickl ziemlich ähnlich wenn der Kopf ab ist ...

Aussage eine Händlerin am Markt

buff flyer
12.10.2009 11:08
katze und karnickel sind sich überhaupt optisch ähnlich

wenn man sich die ohren wegdenkt ;-)

melhor
12.10.2009 08:10

Sie haben anscheinend noch nie gehungert, denn dann wüssten sie, dass es ihnen egal wäre ob da jetzt Putenwürstl oder Hundespezialitäten liegen!

"Außerdem: Die "Madame" in Ihrem Nick nehme ich Ihnen nicht ab, so grausam kann nur ein Mann sein!"
Das ist überhaupt das Letzte, sie Sexist

Madame Haram
12.10.2009 00:27
"Außerdem: Die "Madame" in Ihrem Nick nehme ich Ihnen nicht ab, so grausam kann nur ein Mann sein!": Da muss ich Sie enttäuschen. Ich bin nicht nur eine Frau, sondern sogar eine Feministin (u. finde Ihre Theorie reichlich seltsam, aber bitte).

Und die Trennlinie zwischen Gutmeinenden und Multikulti-Geplagten verläuft - aus gutem Grund - nicht zwischen den Geschlechtern.

Ich gebe übrigens zu, mich schwer in die Lage von Verfolgten hineinversetzen zu können. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich als Ausgehungerte groß am Essen herummeckern würde.

Wobei ich gut damit leben kann, wenn diese Geschleppten Putenwürstel bekommen. Etwas ermüdend finde ich, dass das hier im Artikel erwähnt wird. Und diese meine Ermüdung kommt daher, weil ich generell der Meinung bin, dass die religiösen Befindlichkeiten von bestimmten Zuwanderern in Europa in letzter Zeit etwas zu häufig Thema sind.

annette halbestund
13.10.2009 08:59

ich finde es ebenso unnötig und irrelevant, das essen in diesem artikel zu erwähnen.

aber wieso betonen sie dann genau diesen absatz (siehe ihr posting oben) in einer - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade intellektuellen form?

klingt nach schizophrener trittbrettfahrerin.

Madame Haram
14.10.2009 14:23
Das ist die pure Freude am Sarkasmus in Zeiten, in welchen man sich im "multikulturell" bereicherten Europa mit allerhand bedenklichen Entwicklungen konfrontiert sieht: eine deutsche (staatliche!!!) Schule, die per Gerichtsentscheid einen muslim.

Gebetsplatz für besonders fromme SchülerInnen schaffen muss; belgische PolizistInnen, die während des Ramadan nicht mehr auf der Straße rauchen dürfen; diverse Schulkantinen in Europa, in welchen prinzipiell kein Schweinefleisch mehr angeboten werden darf (und das übrigens nicht, weil man VegetarierInnen nicht verletzen möchte); ein deutscher Arbeitgeber, der es - laut Gericht - schlucken muss, wenn eine muslim. Arbeitnehmerin einfach mal so nach Mekka pilgert (obwohl die im Schulwesen tätige zu dieser Zeit keinen Anspruch auf Urlaub hatte); britische Krankenhäuser, die die Betten Richtung Mekka ausrichten; etc. etc.

Und ein Haufen Linker (zu welchen ich auch einmal glaubte zu gehören), die das alles auch noch normal finden.

annette halbestund
15.10.2009 12:32

sie sollten einmal in betracht ziehen, die tägliche lektüre zu wechseln. bild-zeitung, österreich und heute sind nicht immer ganz seriös.

Madame Haram
17.10.2009 23:39
Und Sie, meine Beste,

sollten sich ernsthaft überlegen, ob Sie sich nicht etwas umfassender zu diesem Themenkomplex informieren möchten, bevor Sie mitdiskutieren. Denn es macht einfach mehr her, wenn man den Mund aufmacht und da kommt auch etwas Substantielles heraus ;-)

Die Geschichte mit dem Gebetsraum in Schulen kam übrigens unlängst - mehrmals - in den ARD- und ZDF-Nachrichten.
Und über die Krankenbetten Richtung Mekka wurde gar hier im Standard berichtet.

Ansonsten empfehle ich, immer mal wieder div. europ. Online-Medien zu durchforsten.

roter mob
11.10.2009 23:22
genau

wenn ich dann völlig erschöpft und fast verhungert ankomme, möchte ich als erstes die speisekarte und würde mich dann wahrscheinlich für die koscheren pastrami entscheiden...und dann würd cih einmal ordentlich das sozialsystem antesten und schauen, was es so hergibt, mich aber gleichzeitig nicht anpassen.

denn dass sich gefälligst die koreaner an mich anpassen kann ich ja wohl erwarten, oder?

Sergeij Kalaschnikow
11.10.2009 21:05

ein ziemlich idiotischer "Vergleich" !

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