99ers zu Hause ungeschlagen

9. Oktober 2009, 22:04
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Grazer erweisen sich als etwas effizienter als Fehervar und gewinnen vor eigenem Publikum 3:2

Nur sehr langsam kommen die beiden Mannschaften in Gang. Die Moser Medical Graz 99ers dominieren zwar, aber mehr als zwei hochkarätige Chancen für Paré und die Einser-Linie mit Norris, Healey und Day schauen in den ersten zehn Minuten nicht heraus. Nach elf Minuten dann die erste wirkliche Top-Chance für die Grazer, bei denen Oraze verletzt fehlt, dafür Charpentier schon wieder als Back-up auf der Bank Platz nehmen konnte - Schwab schießt aber ganz knapp am Kreuzeck vorbei. Danach kommen auch die Ungarn durch Ladanyi zu einer Möglichkeit, die der YoungStar des Monats September, Fabian Weinhandl, entschärfen kann. Der Druck der 99ers wird danach allerdings immer größer und schlägt sich am Ende dieses Drittels in einem Doppelschlag nieder: Zuerst trifft Markus Peintner das erste Mal für seinen neuen Arbeitgeber in dieser Saison (19.) und 41 Sekunden später macht J-P. Paré das 2:0 für die Heimischen. Das Schüsse-Verhältnis spiegelt die Überlegenheit der Steirer in diesem Drittel wieder: 18:6.

Ungarn beißen sich zurück

Zu Beginn des zweiten Abschnitts sind dann die ungarischen Gäste agiler und Weinhandl steht mehr unter Beschuss als Zoltan Hetenyi. Beim ersten Powerplay in diesem Spiel nach gut 25 Minuten für SAPA Fehervar AV19 ist der junge Grazer dann schon bezwungen als Fekete aus spitzem Winkel abzieht, doch der Puck springt von der Stange zurück ins Geschehen. Dies weckt die 99ers anscheinend auf und sie können sich wieder öfter im Angriffsdrittel festsetzen, aber bei Hetenyi ist jedes Mal Endstation. Ladanyi erwischt dann den Grazer Healey mit dem Stock im Gesicht - der Topscorer der 99ers muss gleich in die Kabine und der Ungar für vier Minuten in die Kühlbox. Jetzt warten alle auf das 3:0, doch es kommt anders: Die Magyaren fahren einen Konter, den Janos Vas mit einem platzierten Schuss zum 1:2 in Unterzahl abschließt (33.). Die Gäste spielen auch danach ein sehr gutes Penaltykilling und machen gleich nach Ablauf der Strafe sogar das 2:2 - eine schöne Kombination von Ladanyi und Palkovics (36.). Mit diesem Gleichstand geht es auch in die zweite Drittelpause.

Kuiper mit der Entscheidung

Die Moser Medical Graz 99ers spielen am Anfang des Schlussabschnitts über drei Minuten in Überzahl, haben auch gleich einige tolle Einschussmöglichkeiten, treffen aber nicht - obwohl auch Eric Healey jetzt wieder am Eis ist, nachdem er mit vier Stichen über der Lippe genäht werden musste. Sein Sturmpartner Greg Day ist es allerdings dann, der ideal für Nick Kuiper aufspielt, der aus dem Hinterhalt kommt und ins kurze Eck zum 3:2 einnetzt (46.). Erst jetzt muss auch Weinhandl wieder einen Arbeitsbeweis abgeben in diesem Abschnitt. Die 99ers bleiben aber weiterhin die gefährlichere Mannschaft - im Powerplay nach 52 Minuten vergibt Chris Harand die große Chance auf die neuerliche 2-Tor-Führung. Keine Strafen und keine nennenswerten Torszenen dann bis zur letzten Minute als noch mal C. Harand auf die Strafbank muss und die Ungarn ihren Goalie vom Eis nehmen. Patrick Harand schießt dabei ganz knapp am leeren Tor vorbei. Die Moser Medical Graz 99ers gewinnen aber ihr fünftes Heimspiel in Folge, wenn auch nicht so souverän wie zuletzt - außerdem punkten sie zum siebten Mal hintereinander. (red)

Moser Medical Graz 99ers - SAPA Fehervar 3:2 (2:0,0:2,1:0). Eishalle Liebenau, 1.800, SR Dremelj.

Tore: Peintner (19.), Pare (20.), Kuiper (46.) bzw. Vas (33./SH), Palkovics (36.). Strafminuten: 4 bzw. 12

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