Stichwort

Friedensnobelpreis

9. Oktober 2009, 15:23
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    foto: ap

Stifter hatte als Dynamit-Erfinder "Wiedergutmachung" im Sinn

Oslo - Mit dem von Alfred Nobel (1833-1896), dem schwedischen Erfinder des Dynamits, gestifteten Friedensnobelpreis sind seit 1901, dem Jahr der ersten Verleihung, sowohl Persönlichkeiten als auch Institutionen ausgezeichnet worden, die sich für Erhalt oder Schaffung von Frieden verdient gemacht haben. In seinem Testament beauftragte Nobel das norwegische Parlament (Storting), jährlich bis zu drei Menschen oder Organisationen für deren Verdienste um die Menschheit auszuzeichnen. Die Preisträger sollen "den besten oder größten Einsatz für Brüderlichkeit zwischen Staaten, für die Abschaffung oder Abrüstung von stehenden Heeren sowie für die Organisation und Förderung von Friedenskonferenzen" gezeigt haben. Seit 1960 wird auch der Einsatz für Menschenrechte, seit 2004 zudem für Umwelt, mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Den Rekord hält das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit drei Auszeichnungen, das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt zweimal den Friedensnobelpreis. Amtierende Staatsoberhäupter als Preisträger waren im Jahr 2000 Südkoreas Präsident Kim Dae-jung, Südafrikas Präsident Frederik de Klerk (1993) und der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (1990). Auch frühere Präsidenten wurden ausgezeichnet wie Jimmy Carter (USA) 2002 und Martti Ahtisaari (Finnland) 2008.

Mit der Stiftung der Preise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel einen Konflikt lösen, der sein ganzes Leben bestimmte. Der Erfinder des Dynamits konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg missbraucht wurde. Als "Wiedergutmachung" vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Das Ritual beginnt jedes Jahr im Oktober mit der Zuerkennung und endet am 10. Dezember - Nobels Todestag - mit der feierlichen Überreichung der Auszeichnungen. In der Regel übergibt der norwegische König in Oslo den Friedenspreis, der schwedische König in Stockholm die übrigen Auszeichnungen. Die Preisträger für Physik und Chemie werden von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Medizin vom Karolinischen Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlichen Schwedischen Akademie der Künste ausgewählt.

Den Friedenspreisträger - er erhält eine Medaille, eine Urkunde und ein Preisgeld, in diesem Jahr zehn Millionen Schwedische Kronen (knapp eine Million Euro) - bestimmt ein fünfköpfiger Sonderausschuss des norwegischen Reichstags. Neben den "klassischen" Nobelpreisen gibt es seit 1969 eine von der Schwedischen Reichsbank gestiftete Ehrung für Wirtschaft.

Elf Frauen sind bisher mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, als erste im Jahr 1905 die Österreicherin Bertha Freifrau von Suttner (geb. Gräfin Kinsky) (1843-1914), Sekretärin Nobels, Gründerin der Gesellschaft der Friedensfreunde und Autorin des Romans "Die Waffen nieder!"; zuletzt 2004 die Umweltaktivistin Wangari Maathai aus Kenia. Neben Suttner ist Alfred Hermann Fried (1911) der zweite österreichische Träger. (APA)

Die Marslady
01
9.10.2009, 18:44
1.Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner

Gerechterweise sollte schon festgehalten werden,
dass Frau Bertha von Suttner es war, Herrn Alfred Nobel von der Schaffung eines Friedensnobelpreises zu überzeugen bzw. ihn dazu anzuregen.
Frau Bertha von Suttner war eine Frau ihrer Zeit und dennoch ihrer Zeit weit voraus, indem sie unablässig für den Frieden kämpfte.

Mostbluzza
00
7.10.2011, 11:09
und er auch schwer in sie verliebt war

sie ihn jedoch abwies, aus guten gründen.

danach war sein leben, nicht mehr wie vorher und er wollte wohl noch gutes tun für die welt und auch seine grosse liebe (die den preis als erste bekam, verdientermassen)

Wer will nochmal?
00
7.10.2011, 11:30
wusste ich noch nicht, danke für die "Nachhilfe" :) ... Wieder Mal der Beweis: Internet ist schon auch gut.

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