Winzige Atombatterien liefern hunderte Jahre Strom

09. Oktober 2009 13:33
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Münzengroße Radionuklidbatterie ist für Mikrosysteme vorgesehen

Forscher der Universität Missouri  haben eine winzige Radionuklidbatterie vorgestellt, die über Millionen mal mehr Leistungskraft verfügt als herkömmlichen Batterien. Die Atombatterie kann praktisch ewig verwendet werden, die etwa münzengroßen Energiespeicher weisen eine Laufzeit von bis zu mehreren hundert Jahren auf. Die Erfindung des Forscherteams um Jae Kwon soll vor allem in Mikrosystemen (MEMS) und noch kleineren nanoelektromechanischen Systemen (NEMS) zum Einsatz kommen.

Thermische Energie

Im Detail wandelt die Batterie thermische Energie, die durch den radioaktiven Zerfall der Radioisotope freigesetzt wird, in elektrische Energie um. Größtes Anwendungsgebiet von Radionuklidbatterie ist die Raumfahrt und der militärische Bereich, wo diese äußerst leistungsstarken Energielieferanten bereits seit vielen Jahren zum Einsatz kommen. Die Innovation hinter der Atombatterie aus Missouri liegt aber nicht nur bei ihrer winzigen Größe, sondern auch bei den integrierten Halbleitern. Anstatt eines festen Halbleiters hat Kwon nämlich einen flüssigen verwendet. "Der kritische Teil beim Betrieb einer radioaktiven Batterie ist die Strahlungsenergie, die die Gitterstruktur eines festen Halbleiters beschädigen kann. Mit flüssigen hingegen können wir dieses Problem minimieren", erklärt der Wissenschafter.

"Die Leute hören das Wort Atom und denken sofort an etwas sehr gefährliches"

Sicherheitsbedenken, die durch die Nutzung der Atomtechnik im Batteriesektor womöglich auftauchen könnten, wischt Kwon vom Tisch. "Die Leute hören das Wort Atom und denken sofort an etwas sehr gefährliches. Nukleare Energiequellen werden aber jetzt schon zum sicheren Betrieb von verschiedensten Geräten eingesetzt, zum Beispiel bei Herzschrittmachern, Weltraumsatelliten und Unterwassersystemen." Kwon jedenfalls will, zusammen mit seinem Kollegen J. David Robertson, die Batterie am Institut in Missouri weiter testen und die Leistungskraft der Batterie noch weiter verbessern. Zudem strebt der Forscher an, sie noch kleiner und sie letzten Endes sogar dünner als menschliches Haar zu machen.

Die Palette der Anwendungen für Mini-Atombatterien ist jedenfalls vielfältig, angefangen von der Unterhaltungselektronik bis hin zur Medizin. Allerdings ist es mehr als fraglich, ob die Konsumenten ihren Respekt vor der Atomenergie tatsächlich ablegen können und ihre Geräte von kleinen "Mini-Reaktoren" betreiben lassen wollen.(pte)

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Posting 1 bis 25 von 92
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Mike Webman
16.10.2009 18:36
Ö. Wissenschafter haben das verschlafen !

Das hab ich bei den Dumpfbacken im österreichischen
Atominstitut zu Wien schon vor Jahren angeregt:
baut doch kleine Atombatterien, mit denen unsere Laptops und Elektrokleingeräte länger funktionieren.
Die haben mich damals nur verwundert angeschaut.

Jemniak
14.10.2009 11:12
kitt

hat doch sowas eingebaut.oder?

Ne Si
12.10.2009 09:44
was ist mit der autoindustrie

die arbeiten doch an e-autos und jammern über die batterie (leistung, preis, usw). wenn das schon für herzschrittmacher verwendet wird kann es ja nicht millionen kosten und bei der leistung komm ich wahrscheinlich mit einem köfferchen batterien ziemlich weit. aber dann würde wieder die e-wirtschaft nichts verdienen und der staat. keine einnahmen über mineralöl- und dann autostromsteuer. emissionsfrei fahren ohne stehen bleiben zu müssen, das wäre super.

Motosan
12.10.2009 11:25
Super, Sie haben es kapiert

solange öl aus der erde gepumpt werden kann interessiert sich keine regierung dieser welt um alternativen.

F G
12.10.2009 07:58
Ist es endlich gelungen

thermische Energie ohne Turbinen in elektrische Energie umzuwandeln???

Gizmoo
12.10.2009 12:12

ööhm, das ist nix neues.

stichwort thermoelement, oder so sachen wie peltier elemente...

das wirkungsgrad ist dabei nie besonders, allerdings kommt zurzeit etwas schwung in die forschung. Man braucht dabei materialien die wärme gut und strom schlecht leiten...

M L3
14.10.2009 23:07
Die gibt es schon, aber man will es eher umgekehrt

Das Material soll den Strom gut leiten (wenig Verluste) und die Wärme schlecht. Nachdem in Metallen die Elektronen (frei beweglich, "Elektronengas") auch die Wärme gut transportieren, ist dies schwierig.

Teraniel
12.10.2009 08:46
Grössten schritt in der entwicklung verpasst????

Also die selbe frage stell ich mir auch grad...
War mir sicher dass es noch immer keinen brauchbaren ersatzt für dampfturbINNEN gibt...gleich mal nachschaun.

Wäre interesant was für nen Wirkungsgrad das ganze hat.

Mit dem Ding werden tragbare Coil-Guns endlich realisierbar^^

mario kainz
 
12.10.2009 07:38
raumfahrt?

wieso raumfahrt?
mit der batterie kann ich meinen modell-hubschrauber (38gramm) 100 jahre lang fliegen!!!
-> her damit.

Graph Bobby
14.10.2009 10:22
glaube ich nicht...

...denn die liefert zwar sehr lange wenig strom, aber nicht kürzer sehr viel strom. und ein modellhubschrauber braucht blöderweise sehr kurz verdammt viel strom :-D

Christian90
13.10.2009 14:58

bin kein physiker, aber für mich flingt das nach dem grund: "Die Leute hören das Wort Atom und denken sofort an etwas sehr gefährliches. "

elite
11.10.2009 21:48


bei hundert jahren energielieferung fragt sich bloss wie guenstig die das zeug verkaufen wollen?

. Diogenes
11.10.2009 19:28
Ein Teufelszeug, diese Atome

Ich mag Atome überhaupt nicht. Und weil wir schon
dabei sind, Gene kann ich auch überhaupt nicht leiden.

Wolfgang Silbermayr
13.10.2009 10:18

Dann kauf halt nur genfreie Lebensmittel, gibts mittlerweile nicht mehr nur im Reformhaus und im Bioladen, sondern auch im Supermarkt. :-P

M L3
14.10.2009 23:09
Bioware enthält doch sicher Gene

Nur vollsynthetische Nahrung ist garantiert genfrei, gibt es aber nicht mal bei McBurger

SlashHammer
11.10.2009 17:01
Ein Kurzschluß und man merkt wie schnell 100 Jahre um sind;-)

GnackWatschn
12.10.2009 08:18
you made my day

macindd
11.10.2009 14:47
"Mini-Reaktoren"? Da ist strahlendes Zeug drin?

Komisch, ich denke da auch an etwas Gefährliches. Konkret denke ich 23 Jahre zurück, als ihnen in 2000 km Entfernung von uns ein AKW so richtig um die Ohren geflogen ist. Aber das war wahrscheinlich garnicht gefährlich, stimmts? Die Kinder haben sich selbst mißgebildet und die Arbeiter, die den Dreck am Reaktordach weggeräumt haben, sind sicher zum Spaß gestorben. Dass man bei uns den Leuten verboten hat, das Gemüse aus dem Garten zu essen, war ein weiterer Scherz. Und die Jod-Tabletten, die wir in der Schule bekommen haben, in Wahrheit Zuckerl.

Alles ein riesengroßer Scherz. Ein verdammt bitterer.

Solange solche Typen nicht selbst verstrahlt werden und Blut scheissend langsam an der Strahlenkrankheit krepieren, kapieren sie's nicht.

FalscherProphet
14.10.2009 23:24
Meiner Ansicht nach sollten AKW-Befürworter

gleich freiwillig alle in Nähe des nächsten AKWs ziehen.

Bei Denen - und deren Kindern tritt dann sicherlich keine überhöhte Häufigkeit an Leukämieerkrankungen usw. auf -
dies lässt sich schließlich lediglich auf die Einbildungskraft der strikten Atomkraft-Gegner in Nähe von AKWs angesiedelt zurückführen...

Toni Blaher
 
13.10.2009 12:16

Wieder einmal der Beweis, dass man Standard-Poster nicht ernst nehmen soll... Straheln tut so ziemlich alles. Sie bestehen sogar aus Atomen und Genen...

Achja, Kernenergie ist ansich recht unpronblematisch. Nur wenn man z.B. die Sicherheitstechnik in einem Reaktor abschaltet usw. und sich dann wundert das das Ding einem um die Ohren fliegt...

Nik M
14.10.2009 09:50
"Strahlen tut alles" "Sicherheitstechnik in einem Reaktor abschalten"

an ihnen sieht man, dass KKW und Gentechnik Befuerworter i.A. ebenfalls keine Ahnung haben, aber im Gegensatz zu den ahnungslosen Technikgegnern auch noch gutglaeubig-naiv sind.

FalscherProphet
14.10.2009 16:47
Technikgläubigkeit und Unwissen

waren immer schon eine gefährliche Kombination.

Toni Blaher
 
14.10.2009 13:38

Weil? Beleidigen und sonst nichts sagen. Das spricht für eine wahnsinnig große Dummheit.

Nik M
14.10.2009 16:29

Ionisierende Strahlung kommt in der Natur nur von der handvoll instabiler Isotope, die entweder durch die kosmische Strahlung in der Atmosphaere erzeugt werden, oder auf den Zerfallsketten der paar sehr langlebigen Aktiniden beruhen. Keineswegs stahlt alles, die Hintergrundstrahlung ist, an den meisten Orten der Erde unter 1 uSv/h.

Und "normale" Aufsichtsbehoerden verlangen einem Reaktordesign inherente Sicherheit ab - dh, es darf nicht moeglich sein, den Reaktor durch Abschalten von Sicherheitssystemen in einen prompt kritischen Zustand zu fuehren.

Was sie da in ihrer Ahnungslosigkeit so mir nichts - dir nichts hinnehmen, wuerde sich ein Betreiber nicht einmal vorschlagen trauen.

Toni Blaher
 
14.10.2009 17:54

"Es strahlt fast gar nichts". "Fast alles strahlt unter 1uSv/h" Das erübrigt die Diskussion.

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