File-Hosting-Service geht gegen Firefox-Erweiterung vor

9. Oktober 2009, 13:23
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SkipScreen umgeht Wartezeiten von RapidShare und Co. - MediaFire will Entfernung aus Add-On-Verzeichnis von Mozilla

Das Verhältnis zwischen Werbung und den Internet-KonsumentInnen ist schon von Anfang an ein durchaus gespanntes: Während sich letztere von zu viel Werbung belästigt fühlen, verweisen Service-ProviderInnen gerne darauf, dass es viele Angebote ohne die Werbefinanzierung gar nicht geben würde. Ein Spannungsfeld, das immer wieder zu Auseinandersetzungen führt, wie sich aktuell anhand einer Firefox-Erweiterung zeigt.

Forderung

So fordert der File-Hosting-Anbieter MediaFire nun die Entfernung von "SkipScreen" aus dem Mozilla Add-On-Verzeichnis. Was den Betreiber daran so erzürnt: SkipScreen trickst die bei den File-Hostern üblichen Zwangs-Wartezeiten für den kostenlosen Download aus, und führt automatisch zu einem direkten Herunterladen der entsprechenden Datei. Die Erweiterung funktioniert dabei mit einer Reihe von Services, neben MediaFire gehören dazu auch RapidShare und MegaUpload.

Kooperation

Bei SkipScreen will man die Attacken natürlich nicht so ohne weiteres hinnehmen: So hat man sich mit der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) zusammengetan. Diese bezeichnet MediaFires Forderung als vollkommen unbegründet, die Erweiterung automatisiere lediglich Browser-Aufgaben, um die Seitenbenutzung zu vereinfachen - wie es andere Add-Ons auch tun. (apo, derStandard.at, 09.10.09)

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