Neuer Verkehrspreis

"Verkehrshimbeere": Hindernisse und Barrieren gefragt

13. Oktober 2009, 07:03
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    foto: www.plattmobil.org

    Nach der "Goldenen Himbeere" die "Verkehrshimbeere": Nicht nur im Film-, sondern auch im Verkehrsbereich sollen Fehlleistungen künftig prämiert werden.

Plattform will auf Worst-Case-Beispiele aufmerksam machen und zu ihrer Beseitigung beitragen - Einreichfrist 9. November

Wien - Ob plötzlich endende Radwege, schmale Gehsteige oder zu kurze Ampelphasen und Umwege für Fußgänger. An ärgerlichen Barrieren und Verkehrshindernissen herrscht im täglichen Leben kein Mangel. Darauf aufmerksam machen und im Idealfall auch zur Beseitigung beitragen will ein neuer Verkehrspreis, die "Verkehrshimbeere". "Es gibt viele Auszeichnungen für herausragende Leistungen im Verkehrswesen aber nach wie vor viele Schwachstellen. Solche Worst-Case-Beispiele wollen wir zur Abschreckung hervorheben", erklärt Tadej Brezina, Obmann der "Plattform für nachhaltige Mobilität", kurz "PlattMobil", gegenüber derStandard.at.

Bis 9. November können Vorschläge eingereicht werden, bestehende Negativ-Beispiele ebenso wie fragwürdige aktuelle Planungen, Ideen und Konzepte. Brezina nennt in diesem Zusammenhang auch die in Niederösterreich beschlossene Fahrrad-Helmpflicht für Kinder. "Wir wollen die Einreichungen nicht einschränken, Verkehrshindernisse gibt es auf den unterschiedlichsten Ebenen, bis zu den kleinsten Dingen im Alltag", so Brezina. Zwar besteht eine geografische Eingrenzung auf Österreich bzw. Europa, sollte es überzeugende Beispiele von außerhalb geben, erwägt der Verein einen Sonderpreis zu vergeben.

Einsendungen bleiben anonym

Verliehen wird kein materieller Preis, sondern "lediglich die moralische Last, dass eine Änderung unbedingt notwendig ist", heißt es in der "Charta der Verkehrshimbeere". "Wobei wir uns bewusst sind, dass wir nur ein Wassertropfen auf dem heißen Stein sind", so Brezina. Benachteiligungen brauchen die Einsender von Negativbeispielen nicht befürchten. Zwar wird der Sieger samt Jurybegründung unter anderem auf der Website von "PlattMobil" bekannt gegeben, allerdings anonym, außer wenn der Prämierte dezidiert genannt werden will.

Studenten und Absolventen der TU Wien im Verkehrsbereich haben "PlattMobil" Anfang 2007 zum Kontakt-, Meinungs- und Wissensaustausch in Sachen nachhaltiger Mobilität gegründet. Der Name des nun ins Leben gerufenen Verkehrspreises ist an die "Goldene Himbeere" angelehnt, mit der alljährlich die schlechtesten Produkte der Filmindustrie prämiert werden. Geht es nach "PlattMobil" soll auch die "Verkehrshimbeere" zu einer jährlichen Einrichtung werden, mit dem Unterschied, dass manche Verkehrshindernisse im Unterschied zu verunglückten schauspielerischen Leistungen in Filmen im Nachhinein zum Besseren verändert werden können. (glicka, derStandard.at, 13. Oktober 2009)

Link
www.plattmobil.org

Die Einreichfrist für die "Verkehrshimbeere" endet am 9. November, die Jury von "PlattMobil" tagt am 20. November, der Gewinner wird in der Kalenderwoche 48 bekannt gegeben.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 114
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lagrangian
00
19.10.2009, 12:29

gleich die neue ampel, wenn man von der sechshauserstraße in die stiegergasse einbickt.

die ist eine frechheit.

scubaman
00
16.10.2009, 17:14
Verkehrshimbeere?

Wien!! Als Gesamtensemble

Tadej Brezina
01
16.10.2009, 07:01

Alle die da glauben, Verleihungsvorschläge zu nennen: Reale Verleihungschancen gibt's erst nach Einsendung an die entsprechende Mailadresse (siehe Link) mit kurzer Beschreibung und Begründung.

Herbert Birnwachs
10
21.10.2009, 17:42

Kümmer Sie sich lieber darum, dass der motorisierte Verkehr nicht durch dumme Radfahrer behindert wird.

Der Name Brezina steht offenbar wirklich nur für Kindereien.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Ing. Herbert Birnwachs

Club-der-dichten-Toten
00
26.11.2009, 16:23

Sind Sie der Herr Birnwachs, der seit Jahren gegen motorisierte Zweiräder in den Krieg zieht?
Jetzt also auch gegen Radfahrer.
Ist Ihnen wirklich so fad als Pensionist, haben Sie keine anderen Hobbies?

Tadej Brezina
04
25.10.2009, 01:09

Ein Argumentum ad hominem entlarvt im Regelfall nur seinen Vorbringer.

Def. Izit
00
14.10.2009, 12:50
Neubemalung der Linzerstrasse ab Endstation 49


Einfach Radwege auf die Strasse malen, dafür die Fahrspuren so eng gestalten (EU-Richtlinie = mind. 2,7 Meter), dass Busse und Lastkraftfahrzeuge auf dem Radweg fahren.

Frau BV. Kalchbrenner: das grenzt an Gemeingefährdung!

lenantia
01
15.10.2009, 16:38

welche richtlinie? dafür gibts immer noch die gute alte RVS

Quim Barreiros
00
15.10.2009, 20:10

An die sich aber besonders bei Radfahranlagen nie irgendjemand hält.

lenantia
00
16.10.2009, 10:47

hab ich auch nie behauptet, die rvs wird ja ohnehin meist als empfehlung herangezogen

Henry Flower
00
15.10.2009, 16:23
ah, die kfz-spur meinen sie.

na das möchte ich sehen, wo weniger als 3,80 in einer richtung bzw. 5,50m bei zweirichtungsverkehr (30 km/h) in österreich angewendet werden.

kfz dürfen übrigens einen mehrzweckstreifen befahren, solange sie dort die dort radelnden in ruhe lassen. sprich: bei gegenverkehr evtl. ein bissl warten vor dem überholen. funktiniert in der schweiz problemlos, wo alle radspuren prinzpiell so geregelt sind wie die hiesigen MZS.

Henry Flower
00
15.10.2009, 16:19
EU-Richtlinie = mind. 2,7 Meter

Wo haben Sie das her?

Ronald Tekener
00
15.10.2009, 14:42

Nomen est omen... ;-)

BraS
 
01
14.10.2009, 17:51

ihnen ist der Begriff Mehrzweckstreifen kein Begriff, gell?

Pkw finden auch auf 2,3m ausreichend Platz, und Lkw & Busse dürfen den Mehrzweckstreifen onedies mitbenutzen, wenn sie niemanden gefährden.

Tadej Brezina
01
14.10.2009, 16:46

Welche EU-Richtlinie kümmert sich um Fahrspurbreiten?

Modjo
06
14.10.2009, 12:05
Eine Himbeere haben sich

auch jene Herrschaften (angeblich Anrainer) verdient, die mit fadenscheinigen Argumenten die Straßenbahnschleife durch die Reichsratstraße verhindern wollen.

http://www.aktion21.at/themen/in... 125&id=700



Brigitte Novacek
01
14.10.2009, 11:45
Lebenswerk-Sonderhimbeere ...

... für die ÖBB?

Henry Flower
00
16.10.2009, 14:28
das erklärt die farbe

bei den railjets

NegR h.c.
02
13.10.2009, 21:56

Die völlig lächerliche radweggestaltung am neuen Linzer Hauptbahnhof:
Fahrverbot auf den Busspuren, Fahrradwege rund um Buswartehäuschen, Radwege mit 1 Meter Breite, die im rechten winkel von der Strasse abbiegen, rote KFZ-Ampeln ohne Querverkehr rechts vom begleitenden Radweg etc. etc....

27
02
14.10.2009, 08:01
ist ja ...

fast wie in wien

Alexander Reiter
00
21.10.2009, 08:36

Kommen beide lange nicht an Klagenfurt oder St. Veit ran.

Baer Lauch
01
13.10.2009, 21:08
Die Ampelregelung am Grazer Glacis

Obwohl von keiner Ampelprogrammierung im Querverkehr beeinflusst 5 Ampeln rot in Nord-Süd-richtung .... ausser Sie brausen mit 70 durch die Stadt, dann iss grüne Welle.

Süd-Nord unwesentlich besser.

JakominiPLATZ Graz. Anarchie zwischen Bim, Bus, PKW, Fahrrad und Fußgänger.

Henry Flower
00
14.10.2009, 10:30
ich glaube die Xung maiffredyg. / rechbauerstr.

schaltet für die Bims um.

und am anderen ende: auch eine Bim-geschaltete Xung, bei KFJ-Kai und Körösistr.

Diese zwei reichen wahrscheinlich aus, um den ganzen Strang dazwischen aus dem autofreundlichen Takt zu bringen.

Übrigens bleibt man nicht jedes mal bei allen 5 Ampeln stehen, sondern normalerweise bei 2 davon, wennst Pech hast, 3.

uinsel
00
14.10.2009, 08:59

des mit glacis is ja echt interessant. is nämlich egal aus welcher richtung man kommt, man muss echt alle ampeln abklappern weils - sollte man geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten - von JEDER seite grad rot wird.

Stephan Weinberger
00
15.10.2009, 01:22

Komisch, ich bin die letzten paar mal gemütlich durchgeglitten (mit Tacho-45 bis -50, also real etwa 40-45).

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