Nachlese

2009: Streit in den USA über Vergabe an Obama

10. Oktober 2009, 10:23
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    "Ich bin überrascht und zutiefst demütig", sagte Obama am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses

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    US-Präsident Obama: Yes we can

Scharfe Kritik von den Republikanern - US-Präsident für "Einsatz um internationale Diplomatie und Kooperation zwischen den Völkern" geehrt

Washington - In den USA ist ein heftiger politischer Streit um die Vergabe des Friedensnobelpreises 2009 an Präsident Barack Obama ausgebrochen. Nach scharfer Kritik aus den Reihen der Republikanischen Partei an der Entscheidung des Nobel-Komitees und Obamas Politik warf der Vorstand der Demokraten den Konservativen am Freitag vor, sich mit religiösen Extremisten in ein Boot gesetzt zu haben. Die Parteiführung bezog sich dabei auf die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas und die fundamentalistischen Taliban, die ebenfalls den Preis für Obama kritisiert hatten. Eine Sprecherin der Republikaner wiederum warf den Demokraten "beschämendes" Verhalten vor.

Die Entscheidung für den US-Präsidenten nach nur neunmonatiger Amtszeit hatte weltweit Überraschung ausgelöst, war aber im Ausland größtenteils positiv aufgenommen worden. In den USA kamen dagegen erste Angriffe von der republikanischen Seite, noch bevor Obama in einer kurzen Rede im Rosengarten des Weißen Hauses erklärte hatte, er werde den Preis akzeptieren. Die Demokraten reagierten dagegen mit Begeisterung über die Rückenstärkung für Obamas außenpolitischen Kurs.

Der Präsident setzte unterdessen schon wenige Stunden nach Bekanntgabe der Preisvergabe seine Tagesgeschäfte fort. Erneut beriet er mit seinen wichtigsten Sicherheitsexperten mehrere Stunden lang eine neue Afghanistan-Strategie. Zu Mittag hatte er sich selbst "überrascht" und "zutiefst geehrt" von der Preisvergabe geäußert. Er machte zugleich klar, dass er sie nicht als Auszeichnung für seine Errungenschaften verstehe, sondern als einen "Aufruf" zum Handeln. Das Preisgeld - 1,4 Millionen Dollar (949.153 Euro) - will er Wohlfahrtseinrichtungen zur Verfügung stehen, wie ein Regierungsbeamter mitteilte.

Nur wenige Republikaner beglückwünschten Obama, unter ihnen der Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty. Obamas Rivale im Präsidentschaftswahlkampf, John McCain, hob sich ebenfalls ab und äußerte sich höflich-diplomatisch. Der Preis spiegle die Erwartungen, die an Obamas Politik geknüpft würden, sagte McCain in einem Interview des Senders CNN. "Ich bin sicher, Obama versteht, dass er dem jetzt noch mehr gerecht werden muss." Der langjährige Senator fügte hinzu: "Aber als Amerikaner sind wir stolz, wenn unser Präsident einen Preis in einer derart prestigeträchtigen Kategorie erhält."

Äußerst scharfe Kritik kam dagegen vom republikanischen Parteivorsitzenden Michael Steele. Die Amerikaner fragten sich, "was hat Obama tatsächlich erreicht?" Die Entscheidung sei unglücklicherweise Folge von Obamas Strahlkraft als Politstar, so Steele weiter. "Eine Sache ist sicher: Präsident Obama wird keine Preise von Amerikanern für seine Arbeitsbeschaffung, fiskales Verantwortungsbewusstsein oder für das Untermauern von Rhetorik mit konkreten Taten erhalten.""

Ich bin nicht sicher, was die internationale Gemeinschaft an ihm am meisten liebt: Sein Geschwafel zu Afghanistan, den Verzicht auf eine Raketenabwehr in Osteuropa, dass er den Freiheitskämpfern in Honduras den Rücken zuwendet, Castro verhätschelt, dass er für die Palästinenser gegenüber Israel Partei ergreift oder dass er beinahe hartnäckig gegenüber dem Iran ist", kritisierte der republikanische Abgeordnete Gresham Barrett. Er hoffe, dass der "überraschende Preis" Obama dazu bewege, seinen politischen Kurs zu überdenken.

Der populäre erzkonservative Radio-Talkshowgastgeber Rush Limbaugh kommentierte: "Die Nobel-Gang hat gerade einen Selbstmordanschlag auf sich selbst verübt." Ähnlich beißend waren auch viele konservative Kommentare in den Internet- Blogs.

"Präsident Obama arbeitet daran, die weltweite politische Führung Amerikas wiederherzustellen (...)", sagte dagegen die demokratische Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi. Obama trete Bedrohungen vom Klimawandel bis zum Terrorismus entgegen und kämpfe für Menschenrechte und Frieden. Der demokratische Fraktionschef im Senat, Harry Reid, meinte, Obama sei "für viele Amerikaner zu einer großen Quelle des Stolzes und der Inspiration geworden". Ex- US-Präsident Jimmy Carter, der 2002 selbst den Friedensnobelpreis bekam, sprach von einer "mutigen Aussage der internationalen Unterstützung für Obamas Vision und Verpflichtung". Ex-Vizepräsident Al Gore, Preisträger 2007 für seinen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel, nannte die Auszeichnung für Obama "extrem verdient". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 1717
increible
01
11.12.2009, 01:16

Wenn man sich ansieht, wer den friedensnobelpreis schon aller erhalten hat, hat ihn Obama sicher auch "verdient".

derunbestechliche
02
15.10.2009, 10:08
Mehrheit der Jury war lange gegen die Vergabe an Obama.

Eine Jury, in der drei der fünf Mitglieder lange Zeit gegen die Vergabe des Friedensnobelpreises an Obama gewesen sei. Ein Preis, wo die Jury nicht mehr nach objektiven Kriterien, sondern möglicherweise nach politischen Gesichtspunkten entscheidet, sich anbiedert, ist schlichtweg unglaubwürdig. Und warum stimmten diese drei Jurymitglieder später gegen ihre ursprüngliche Überzeugung? Neben dem olympischen Komitee hat diese "Institution" jeden Realitätsbezug verloren.

analustia
 
43
12.10.2009, 21:17
Nobelrpreis als Vorschusslorbeeren!

Kein Präsident der USA hat es in der GEschichte des Landes geschafft innerhalb von 9 Monaten derartig viel Kritik und Widerstand aufzubauen wir Obama, die Beliebtheit des Polemikers ist und mehr als 32% gesunken und selbst einzige Wahlförderer stehen numehr öffnetlich gegen Obama. Obama hat mit Wahllügen und der Erweckung falscher Hoffnungen des Präsidentensitz erobert. Obama legt mehr Wert auf seine persönliche internationale Reputation als auf die tatsächlichen Interessen der USA. Wir werden noch einiges Interessantes mit diesem Herrn erleben! Obama ist leftist, ein verkappter Roter Moslem, der seiner Nation nichts Gutes bringt, der EU aber stärke gibt! Daher der Nobelrpeis, hochloben um zu stärken, ein ziemlich scheinheiliges Spiel!

analustia
 
22
12.10.2009, 21:13
Nobelrpeis an Obama - Vorschußlorbeeren!

Liebe Leute, Obama spaltete die amerkianische Gesellschaft wie keine anderer Präsident je zu vor, Obama hat keines der "großkotzigen" nationalen Wahlversprechen gehalten und anstatt die Armen zu entlasten und ihnen ihre Häuser zu retten, den Großen Milliarden geschenkt, so extrem, dass GM hudnertausende Amerikaner durch gesteuerten "Konkurs" ihrer verdienten Pensionen berauben konnte und die klienen und mittleren Zulieferer auf deren Schulden hat sitzen lassen. Obama ist ein Selbstdarsteller und Populist, ein Heider war ein Kleiner dagegen. uMittlerweilen wird in der amerikanischen Gesellschaft schüb über Amtsenhebungsanlange gesprochen und mehr als 30% seiner Wähler haben ihm das Vertrauen entzogen.

Viper001
00
12.10.2009, 18:21
Best OP-ED ever


in der NYT..

Pres. Obama blew by accepting...

http://www.nytimes.com/2009/10/1... .html?_r=1

Mortimer
13
12.10.2009, 15:12
so gar nichts dafür getan, wie manche meinen, hat er wieder auch nicht:

Immerhin hat Obama in den wenigen Monaten seiner Amtszeit entscheidende Richtungsänderungen in der internationalen Politik vorgenommen:

* er hat den "Krieg gegen den Terror" beendet, lässt erstmals seit vielen Jahren Gespräche mit Nordkorea und Iran führen

* er hat dem "Raketenschild" (bzw. SDI) eine Absage erteilt und trug so zu einer Entspannung der Beziehungen USA-Russland bei

* er sprach sich klipp und klar für eine atomwaffenfreie Welt aus und hat Verhandlungen mit Russland über weitere Abrüstung eingeleitet

das ist doch alles gar nicht so schlecht als erste Bilanz ...

wi718
01
11.12.2009, 09:17
"frieden auf der erde" wünscht sich auch jede kandidatin für miss world...

* er hat den "Krieg gegen den Terror" beendet... - er nennt den nicht so, aber was hat sich verändert in irak, guantanamo, afghanistan?

* er hat dem "Raketenschild" (bzw. SDI) eine Absage erteilt... - dem nie angefangenem "Raketenschild"!

* er sprach sich klipp und klar für eine atomwaffenfreie Welt aus... - und sprach viel mehr noch...

alles nur worte, finden sie nicht?

HookMind
00
11.12.2009, 10:07

sicher...
Aber manchmal sind 'nur' Worte besser als Taten...
Oder haben Sie den 'No Brain No Pain' Praesidentenvorgaenger vergessen?

analustia
 
00
12.10.2009, 21:20
Obama und der Islam

Liebe Freunde, Obama schafft den Krieg nicht ab, er spielt ein super Theater, denn seine wahre Absicht ist die Verlagerung des Kriegsschauplatzes Irak nach Afganistan um von dort aus seine Glaubensinteressen gegen Pakistan realisieren zu können. Befasst Euch mal mit dem Thema Suni und Schii, dann werdet ihr merken, dass Herr Obama ein klare Strategie verfolgt und dazu seine Macht als Präsident der USA missbraucht, er wird tief fallen werden! Obama erzuegte die schlimmste Krise alle Zeiten für das amerikanische Volk, seit seinem Machtantritt geht hier alle nur noch den Berg herunter!

HookMind
01
11.12.2009, 10:08
seit seinem Machtantritt geht hier alle nur noch den Berg herunter!

In welchem Loch haben Sie die 'Bush' Jahre verbracht?

analustia
 
00
11.12.2009, 18:16
Lieber unwissender Freund

Ich lebe in Washington und bin hier als Journalist tätig. Politisch gehöre ich keiner der beiden Parteien an aber ich sehe was hier im Land los ist. Das amerikanische Volk lehnt Obama mehrheitlich ab, im November verloren 395.000 Bürger Ihre Häuser und Obama füttert die reichen Großkonzerne- und Banken mit Geld, welches beim bedürftigen Volk nicht ankommt, Pensionspläne werden durch "Bankrotterklärungen" ungültig . Obama ist Populist und redet sich schön! Die USA ist so hoch verschuldet, dass sie eigentlich bankrott sind aber Obama will eine Gesunheitsreform durchetzen die seine Organisation ACORN in eine Monopolstellung bringt, das sind Billionen für ihn! Wacht auf Ihr armen Österreicher und öffnet die Augen, bei Adolf wart Ihr auch blind!

janosch83
00
10.12.2009, 20:18

genau. und die usa wird zum schurkenstaat. egal welche drogen es sind, hören sie auf damit, es tut ihnen nicht gut!

Mortimer
02
12.10.2009, 16:18
wie definierte es Alfred Nobel?

kurz zusammengefasst aus der Wikipedia:

----------------------------------------
Der Friedensnobelpreis soll an denjenigen vergeben werden, "der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt" und damit "im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht" hat.
----------------------------------------

Das passt doch ganz gut auf Obama ...

janosch83
00
10.12.2009, 20:20

sie haben vollkommen recht. diese definition kennen leider nur wenige, wie hier im forum bestätigt wird.

timtoms
10
12.10.2009, 13:27


der friedensnobelpreis war ein geschenk der euro-
päer an einen amerik.präsidenten sozusagen
als "vorauseilende dankbarkeit"

irgendwie sind wir süchtig nach "starken männern"
und sind dann bitter enttäuscht wenn doch nicht
so läuft wie gewünscht.

wenn wir mit europa stark werden,brauchen wir
keinen nobelpreis,den verleihen wir uns dann selbst.

analustia
 
00
11.12.2009, 18:18
Sie haben völlig Recht!

Genau so ist das, man braucht ein schwaches Amerika um ein starkes Europa zu finden! Mit Obama wird Amerika immer schwächer und verliert seine Vormachtstellung, politisch und wirtschaftlich, mit Obama ist das alles möglich, mit einem starken Präseidenten, der US-Interessen verteidigt und sich nicht schön redet, wäre das nicht möglich und das wissen die Europäer! Also alle Macht dem Obama, es lebe ein starkes Europa!

hel3
00
10.12.2009, 20:16
Dank an den Amerikanischen Wähler

Die Verleihung des Nobelpreises ab Barak Obama ist ein Dankeschön an die Amerikanischen Wähler, dass sie nicht wieder einen für dieses Amt intellektuell völlig überforderten Kandidaten gewählt haben

Stimmvieh / Konsument / Staats-Burger
12
11.10.2009, 16:19
Sogar die Nobelpreise kriegen sie schon auf KREDIT!


ach, bei den Amis ist echt Hopfen und Malz verloren ...

ghostworld
23
11.10.2009, 15:30

Ich finde, dass Oberbefehlshaber von Armeen, die derzeit aktiv im Einsatz sind, nicht für einen Friedensnobelpreis vorgeschlagen werden sollten. Immerhin werden auf direkten Befehl Obamas tagtäglich Menschen erschossen.

War is Peace Peace is War
Freedom is Slavery Slavery is Freedom
Ignorance is Strength Strength is Ignorance
Orwell, 1984 Obama, 2009

Devil's General1
32
12.10.2009, 12:36

.. als gäbe es vor dem Einsatz jeder einzelnen Bombe oder Rakete einen persönlichen Befehl des Präsi. Klar.

ghostworld
00
12.10.2009, 16:31

Kaschperl

petra 0815
11
11.10.2009, 14:04

Obama den Friedensnobelpreis zu geben, ist schlichtweg eine Gemeinheit ihm Gegenüber. Es setzt ihn bereits am Beginn seiner Amtszeit unter Druck und erweckt Hoffnungen, die ein einzelner Mann nicht erfüllen kann. Und wenn's nicht so läuft, wie alle glauben, wer ist schuld, er natürlich. Der Rest wird wohl aus der Verantwortung genommen, die stehen ja nicht so exponiert da. Der Friedensnobelpreis sollte eher an die Leute gehen, die Obama gewählt und Bush abgewählt haben. Weil sie haben Mut zu einer anderen Politik bewiesen und Amerikas Ansehen enorm gestärkt. Sie haben den Nobelpreis verdient, weil sie die Republikaner und ihre Lobbyisten abgewählt haben, die schlicht und einfach mit Krieg nur Geld verdienen wollen.

Jimmy Neutron
00
11.10.2009, 16:17

Aber Obama repräsentiert doch die Personen, die ihn gewählt haben. Der Preis reicht vor allem seinen Wählern zur Ehre.

Chien de Pique
00
11.10.2009, 15:20

Bush abgewählt hat keiner, die Chance haben die Amerikaner vertan. Man kann mit etwas gutem Willen sagen, die Ära Bush wurde abgewählt (das wäre sie aber, vielleicht etwas weniger klar, auch mit McCain).

der bunte faschist
00
11.10.2009, 14:02
wahrscheinlich


hängt das damit zusammen, dass der friedensnobelpreis nicht posthum vergeben wird ...

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