US-Ärzte müssen bei Abtreibung Online-Fragebogen ausfüllen

09. Oktober 2009 10:35

Neues Gesetz im Oklahoma verpflichtet Ärzte eigenen Namen und gewisse Daten der Patientinnen im Web zu veröffentlichen

Ab 1. November müssen alle Ärzte in Oklahoma einen Fragebogen ausfüllen, wenn sie eine Abtreibung vornehmen. Die Ergebnisse sollen statistisch ausgewertet werden. Das Brisante daran: die Online-Fragebögen werden im Web veröffentlicht, berichtet intern.de.

Fragen zu Patientinnen

Zwar beinhaltet der Fragebogen keine Angaben zur Person wie Name oder Anschrift, aufgrund der anderen Fragen könnte man in kleineren Orten aber durchaus betroffene Frauen erkennen. So wird unter anderem nach dem Datum der Abtreibung, dem Bezirk, Alter und Familienstand, der ethnischen Zugehörigkeit sowie der Ausbildung der Frau gefragt.

Namen der Ärzte veröffentlicht

Problematisch könnte auch werden, dass der Name des Arztes veröffentlicht werden muss. In den USA kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Ärzte, die Abtreibungen vornehmen. Sollten sich Ärzte weigern, die Daten im Web zu veröffentlichen, drohen ihnen Strafen bis zum Entzug der Lizenz. Das Center For Reproductive Rights soll gegen das Gesetz bereits Klage eingereicht haben. (red)

 

der Xote
10.10.2009 09:31
Amerika ist ganz offenbar anders

Auf den Schultern des Datenschutz wird der äußere Anschein einer konservativen und gottesgläubigen Nation bewahrt.

Mathias
 
09.10.2009 13:32
Wahnsinn

Entweder will man mit aller Gewalt noch mehr Ärtze unter die Erde bringen, oder die Abtreibungen sollen in die Illegalität gedrängt werden!

Eigentlich armselig das ganze! Schließlich lassen die meisten Frauen nicht einfach zum Spaß abtreiben.

Werden wieder "Opfer" gesucht für öffentliche Denunziationen? :-(

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